(openPR) Was können Patienten selber tun und wie können Angehörige helfen?
Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass ab dem Jahre 2020 Depressionen weltweit die häufigste Erkrankung darstellen werden. Bereits jetzt erkrankt jeder sechste Mensch im Laufe seines Lebens irgendwann an einer Depression. Somit gehören sie zu den häufigsten Erkrankungen in der Psychosomatik und in der Medizin überhaupt. Dr. Franz Pfitzer, Chefarzt der Psychosomatischen Abteilungen der Klinik St. Irmingard in Prien und der Simssee Klinik in Bad Endorf, erläutert in seinen Vortrag am Mittwoch, den 14. Oktober um 19.30 Uhr in der Klinik St. Irmingard, Gesellschaftsraum, dritter Stock, Ursachen und Therapiemöglichkeiten dieser Krankheit. Voranmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt beträgt drei Euro.
Der Vortrag bildet den Auftakt der neuen Staffel der InfoPlus Vortragsreihe der Gesundheitsakademie Chiemgau, die wöchentlich Vorträge zu gesundheitsrelevanten Themen anbietet und bis Juni 2010 läuft.
Patienten und ihre Angehörigen können sowohl in der Akutphase der Depression als auch vorbeugend gezielt etwas tun. Moderne Erkenntnisse der Neurobiologie helfen Angehörige und Therapeuten die Probleme eines Depressiven, aber auch die Hartnäckigkeit mancher Symptome besser zu verstehen. Hieraus können gezielt therapeutische Strategien entwickelt werden.
„Wir wissen inzwischen recht gut, wie soziale Erfahrungen, beispielsweise Beziehungserfahrungen und psychisches wie Selbstwert zusammentreffen und sich im Gehirn niederschlagen. Dieses Wissen hilft für die Therapiegestaltung.“ so Pfitzer. Die Symptome einer Depression werden oft verkannt, wodurch therapeutische Möglichkeiten viel zu wenig genutzt werden. In der Behandlung der Depression spielen neben Medikamenten vor allem Psychotherapie und Unterstützung durch das soziale Umfeld eine bedeutende Rolle. Eine moderne Depressionsbehandlung sollte Psychotherapieschulen übergreifend sein. Daher werden die wichtigsten Behandlungsstrategien aus Verhaltenstherapie und Tiefenpsychologie so dargestellt, dass verständlich wird, was sich gezielt im Gehirn eines Depressiven positiv verändern lässt. Angehörige sollen durch den Vortrag besser unterscheiden lernen, was im Umgang mit Depressiven wirklich hilfreich und was nur „gut gemeint“ ist.
Die InfoPlus Vortragsreihe ist ein Angebot der Gesundheitsakademie Chiemgau. Weitere Informationen sind zu erhalten telefonisch unter 08053 200-704 oder im Internet unter www.gesundheitsakademie-chiemgau.de.













