(openPR) Deutsche und türkische Stuttgarter einander näher zu bringen und die zeitgenössische türkische Kultur hierzulande bekannter zu machen, mit diesen Zielen startete vor genau zehn Jahren das Deutsch-Türkische Forum Stuttgart (DTF). Am Freitag und Samstag feiert diese deutsch-türkische Bürgerinitiative mit einer eindrucksvoll positiven Bilanz ihr zehnjähriges Bestehen.
Die vor zehn Jahren gegründete deutsch-türkische Bürgerinitiative blickt auf zehn erfolgreiche Jahre ihres Wirkens zurück. Wie der Vorstandsvorsitzende des DTF, Dr. Ulrich Bopp, ausführte, hat das Forum drei wichtige Ziele erreicht:
1. Während heute alle Integrationspläne von Bund, Ländern und Kommunen ein verstärktes bürgerschaftliches Engagement der Einwanderer anmahnen, haben deutsche und türkischstämmige Stuttgarter schon vor zwölf Jahren die Initiative ergriffen, um die kulturelle, wirtschaftliche und gesellschaftliche Integration der aus der Türkei zugewanderten Menschen zu erleichtern. Dem unter dem Vorsitz von Oberbürgermeister a.D. Professor Dr. h.c. Manfred Rommel und mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung gegründeten Verein ist es gelungen, für seine vielseitigen Programme Menschen aus allen Schichten und Altersgruppen zu aktivieren. Er hat wesentlich dazu beigetragen, dass immer mehr türkischstämmige Bürger sich nicht mehr als „Migranten“ verstehen, sondern sich aktiv für ein gutes Zusammenleben in der Einwanderungsstadt Stuttgart einsetzen.
2. Die Kulturprogramme des DTF haben das kulturelle Angebot seit zehn Jahren wesentlich verändert und bereichert. Heute ist das zeitgenössische deutsch-türkische Kulturschaffen ein ebenso attraktiver wie selbstverständlicher Teil des kulturellen Lebens in Stuttgart. Kabarett und Film, Literatur und Musik sind die von vielen jungen Menschen gesuchten Brücken der Begegnung und des gemeinsamen Erlebens.
3. Das DTF hat insbesondere mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung frühzeitig Bildungsinitiativen ergriffen, welche die Chancengleichheit junger Deutschtürken entscheidend verbessern. Bilinguale Elternabende, interkulturelle Schulungen für Lehrer und Erzieherinnen und nicht zuletzt ein innovatives Stipendiatenprogramm machen das DTF zu einem gefragten Partner für viele Stuttgarter Schulen.
Die vom DTF jetzt der Öffentlichkeit vorgestellte 80-seitige Festschrift macht deutlich, wie viel diese Bürgerinitiative angestoßen, experimentiert und erreicht hat. In den kommenden Jahren, so der Geschäftsführer Kerim Arpad, wird es darauf ankommen, neben der Kulturarbeit und integrativen Sozialprojekten das Stipendien- und Mentorenprogramm Agabey-Abla auszubauen, mit dem das DTF bundesweit Aufmerksamkeit erregt hat. Schon heute setzen sich 65 begabte und engagierte deutschtürkische Gymnasiasten und Studierende an vier Stuttgarter Grund- und Hauptschulen erfolgreich für jüngere Schüler mit türkischen Wurzeln ein. Die Zusammenarbeit mit Firmennetzwerken wie dem Daimler Türk-Treff und Türkischen Forum bei Bosch, die sich der Charta der Vielfalt angeschlossen haben, wird weiter intensiviert werden.
Zu seinem zehnjährigen Bestehen hat das DTF den Manfred-Rommel-Preis ins Leben gerufen. Mit diesem Preis werden Persönlichkeiten und Initiativen ausgezeichnet, die in ihrem Leben oder in Projekten herausragende Beispiele für deutsch-türkischen Bürgersinn gegeben haben. Der mit insgesamt 3000 Euro dotierte Manfred-Rommel-Preis wird erstmals am Freitag bei einem Festakt zum zehnjährigen Vereinsjubiläum im Neuen Schloss verliehen. Die Preisträger gibt das DTF am Freitag bekannt.
Am Samstag lädt das DTF alle Stuttgarterinnen und Stuttgarter zu einem deutsch-türkischen Bürgerfest auf dem Marktplatz ein. Dort treten ab 12 Uhr zahlreiche Musik- und Tanzgruppen aus der Region Stuttgart auf. Als Höhepunkte stehen am Abend der Deutsch-Italiener Mario Rispo und der türkische Popstar Rafet El Roman auf der Bühne. Parallel präsentieren sich den ganzen Tag über auf dem Marktplatz verschiedene Kultur- und Bildungseinrichtungen sowie türkische Gastronomen mit einer kulinarischen Meile.
Die Projekte und Programme werden nach Auslaufen der Anschubfinanzierung der Robert Bosch Stiftung aus eingeworbenen Spenden, Projektmitteln, Mitgliedsbeiträgen und Sponsoringleistungen finanziert. Erst seit 2008 erhält das DTF von der Landeshauptstadt Stuttgart eine institutionelle Zuwendung.












