(openPR) Im Rahmen der von ihm initiierten Veranstaltungsreihe „Promi-Schmieden“ hatte Schmiedemeister Wolf-Dieter Wittig am Samstagabend, den 26. September 2009, Hochschulrektor Prof. Dr. Armin Willingmann zu handwerklicher Arbeit und offenem Gedankenaustausch eingeladen. Begleitet von rund 30 Gästen wurde in der Krellschen Schmiede mit traditionellem Werkzeug ein gemeinsames Werk mit Hammer, Feile, Schmiedefeuer geschaffen und nebenher locker über die Entwicklung der Hochschule, ihre Bedeutung für die Region und zukünftige Pläne gesprochen.
Handwerksmeister und Hochschullehrer hatten sich auf einen „Sternengucker“ als Gegenstand ihrer gemeinsamen Arbeit geeinigt – und nachdem Wittig die handwerklichen Schritte wie Fertigkeiten erläuterte und vormachte, musste Willingmann zu Feile und Hammer greifen, um zu assistieren. „Eine rundum ungewohnte Betätigung für mich“, verriet der Rektor den Anwesenden und wies vor dem Hintergrund seines Jura-Studiums und der Tätigkeit als Professor für Internationales Wirtschaftsrecht darauf hin, dass für ihn früh der Grundsatz galt: „Wer zwei linke Hände hat, studiert die Rechte!“ Aus gutem Grunde, wobei Fachmann Wittig ausreichend Verständnis zeigte und mit Gespür das geplante Schmiedewerk vorantrieb. Während Meister und „Schüler“ das Material erhitzten, richteten, stauchten und schmiedeten, gab es immer wieder Gelegenheit zum Gespräch. Und so erfuhren die Anwesenden etwas über die Herkunft des seit Herbst 2003 amtierenden Hochschulrektors, seine berufliche Entwicklung, seine Familie, Interessen und die weiteren Pläne für die Zukunft der Hochschule Harz.
Besonderes Interesse hatte Wittig, selbst Vater von zwei Kindern, an der Idee der seit Sommer 2006 mit großer Resonanz durchgeführten KinderHochschule in Wernigerode. Da fügte es sich gut, dass der Rektor am Vormittag die 14. Vorlesung der KinderHochschule eröffnet hatte, vor über 250 Schülerinnen und Schülern zwischen 8 und 12 Jahren. Man sei zwar nicht als erste auf den Gedanken einer eigenen Veranstaltungsreihe für Schulkinder gekommen, aber an der Hochschule Harz bestehe ein besonderes Konzept aus terminlicher Kontinuität, thematischer Abwechslung, Nutzung modernster Technik und enger Einbindung der Jüngsten, so Willingmann: „Ich bin davon überzeugt, dass wir mit diesem – inzwischen ja durch die GenerationenHochschule auch auf reifere Jahrgänge erstreckten – Konzept einen wichtigen Beitrag für die Menschen in der Region und für die Zukunft der Wissenschaft im Harz leisten; zugleich wird auf diese Weise eine breite Identifikation mit der Hochschule Harz erreicht. Das ist in schweren wirtschaftlichen Zeiten ein nicht zu überschätzender Faktor.“
Nach zwei Stunden harter, Schweiß treibender Arbeit war das Werk vollendet, konnten Handwerksmeister und Wissenschaftler den Anwesenden, die durch Familie Wittig mit Wein und Wildgulasch sowie durch ein Gesangsquartett des Landesgymnasiums für Musik akustisch verwöhnt wurden, das Ergebnis ihrer Arbeit präsentieren: Der „Sternengucker“ in der Form eines „Wetterhahns“, den Wittig an Willingmann übergab. „Dieser ‚Sternengucker‘, der doch fast ein wenig an die Himmelsscheibe von Nebra erinnert, passt ideal zu unserer KinderHochschule und bekommt einen Ehrenplatz auf dem Hochschul-Campus“, versicherte der Rektor und lud flugs Schmiedemeister Wittig zur feierlichen Einweihung in die Hochschule ein.
Die Reihe „Promi-Schmieden“ will Wolf-Dieter Wittig alsbald fortsetzen. Zunächst aber lädt der Schmied alle an traditioneller Handwerkskunst Interessierten am Sonntag, den 4. Oktober 2009, ab 10 Uhr in die von ihm betriebene Krellsche Schmiede ein, wo erneut das Schmiedefeuer glühen wird.











