(openPR) Schon bei den alten Römern war bekannt, dass Silber antibakterielle Eigenschaften aufweist. Zwischenzeitlich geriet diese Wirkung allerdings vereinzelt in Vergessenheit. Die TROVOtech aus Bitterfeld-Wolfen hat den Wirkstoff Silber für sich wiederentdeckt. Das Ergebnis heißt TROVOguard - ein antimikrobielles Material mit ungeahnten Einsatzmöglichkeiten. Silber als Bestandteil von Textilfasern und Farben hat wohl niemand erwartet.
"Wir modifizieren das gemahlene Glas und tauschen durch unser spezielles Verfahren die im Glas enthaltenen Natrium-Ionen gegen Silber-Ionen aus", erläutert Geschäftsführer Hans-Jürgen Voß die Prozessschritte. "Dadurch bekommen wir bis zu drei Prozent ionisches Silber in die Glaspartikel hinein." Das ionische Silber wirkt im fertigen Produkt als anorganisches, gesundheitlich und ökologisch unbedenkliches Biozid mit guter Langzeitwirkung.
Silber ist ein Edelmetall, weshalb häufig die Frage nach den Kosten aufkommt. Weil die Menge an Silber aber verschwindend gering ist, ergeben sich auch Einsatzmöglichkeiten für die Massenprodukten, wie beispielsweise Textilien, Wischtüchern, Teppichböden und Fußbodenbelegen. Denkbar ist vieles. "Mit TROVOguard ausgerüstete Textilfasern sind außerdem vom dermatologischen Institut der Uniklinik Jena getestet und zertifiziert als bestens geeignet für Wundauflagen", so Voß. Die antibakteriell wirkenden Glaspartikel befinden sich direkt in den Fasern, während andere ähnlich ausgerüstete Fasern meistens beschichtet sind. "Und jede Beschichtung wäscht sich natürlich schneller aus."
Eine der ersten Entwicklungen des Unternehmens war indes ein pilzhemmendes Silikon. Zwei Jahre testete die Firma das Fugenmaterial in den Thermen von Bad Sulza - mit positivem Ergebnis. "Wir haben außerdem seit eineinhalb Jahren ein großes Testfeld am Kaiserstuhl in einem Weinkeller laufen. Dort haben wir nachgewiesen, dass die mit TROVOguard ausgerüsteten Farben länger pilzfrei bleiben als alle Vergleichsprodukte", erklärt Hans-Jürgen Voß einen anderen Ansatz. "Das gilt selbst für einen Weinkeller, in dem der Pilzbefall durch mehrere Pilzstämme extrem ist."
Weil TROVOtech selbst keine Endprodukte herstellt, sucht sich das Unternehmen geeignete Partner - und bringt gegebenenfalls den Kundenkreis gleich mit. "Beim Silikon sind wir erfolgreich gewesen, weil wir den Kunden schon hatten, der eben seine Thermen damit ausgerüstet haben wollte. Genau das ist unser Businesskonzept", erzählt Voß im Gespräch.









