(openPR) Werden solche Operationen heute überhaupt noch durchgeführt? – Lohnt sich die OP nach ökonomischen Gesichtspunkten? Solche Fragen hört man immer wieder, wenn man sich mit dieser Thematik beschäftigt. Man sollte dabei folgendes im Hinterkopf behalten: Eine neue Kuh (Remonte), die als Nachzucht den Stall betritt, hat bisher erst einmal „nur“ Geld gekostet: Und dies ist nicht gerade wenig für Aufzucht, Futter, Stallplatz… . Ökonomen rechnen mit 1.500 bis 1.800 Euro Kosten für diese Nachzuchtkuh. Bis diese neue Milchkuh diese hohen Kosten erst einmal wieder reingeholt hat, muss eine ganze Menge Milch ermolken werden. Jede Gesundheitsleistung durch den Tierarzt, die die Zeitdauer im Kuhstall verlängert, lohnt sich also für den Landwirt fast immer. Und alleine schon aus Tierschutzgründen sind solche Verletzungen bei Milchkühen auf jeden Fall zu behandeln. Natürlich gehört dazu auch das Wissen und das Können in Sachen Zitzenoperationen, wenn eine solche betroffene Milchkuh dem Tierarzt vorgestellt werden.
Dies sagte der AVA-Leiter, Ernst-Günther Hellwig, in seinem Einführungsvortrag. „15 kg Milch als Lebenstagesleistungen sind unbedingt erforderlich, damit sich die Milchkuh auch für den Landwirt ökonomisch lohnt. Rechnen Sie einmal in Ihren Betrieben nach“, forderte der AVA Chef die Teilnehmer des ausgebuchten Workshops auf.
Im Kurs wurden praktisch an Kuheutern die Endoskopie und deren Möglichkeiten vorgestellt. (Herrn Dr. Fritz sei besonders Dank für die Überlassung der Gerätschaften zur Endoskopie gesagt). Dr. Querengässer aus Babenhausen, der Kursleiter dieses Workshops war, zeigte sehr anschaulich, wie die endoskopischen Untersuchungen durchgeführt werden. Die Tierärztinnen und Tierärzte konnten an den vorhandenen Kuheutern entsprechend üben und mehr und mehr Sicherheit im Untersuchungsgang erlangen. Nachfolgend wurden sehr intensiv und gut nachvollziehbar die Möglichkeiten der Zitzenoperationen besprochen. Es folgten OP-Übungen durch die Teilnehmer an rund 250 Zitzen, die den Tierärztinnen und Tierärzten zur Verfügung standen. Alle Varianten der Nahttechniken und Co. wurden so unter der fachkundigen Leitung von Dr. Querengässer, dem OP-Spezialisten, erklärt und geübt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind jetzt fit, nach neuester tiermedizinischer Wissenschaft die entsprechenden operativen Maßnahmen zu ergreifen. Die Evaluationen der Workshopteilnehmer bestätigten den Organisatoren der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) und dem Tagungsleiter hohe Kompetenz. Eine Wiederholung des Wokshops findet bereits am 16. Januar 2010 in den Workshopräumen der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) statt. Anmeldungen des Workshops mit der streng begrenzten Teilnehmerzahl werden bereits unter www.ava1.de , bzw. unter













