(openPR) Prof. Dr. Michael Stahl wurde Anfang September mit dem diesjährigen Hans-Jochen-Illiger-Gedächtnispreis der Wilsede-Akademie ausgezeichnet. Der Leitende Oberarzt der Klinik für Internistische Onkologie/Hämatologie an den Kliniken Essen-Mitte erhielt den mit 7.500 Euro dotierten Preis für seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen im Bereich der klinischen Onkologie.
Professor Stahl hat sich in seiner klinischen und wissenschaftlichen Tätigkeit insbesondere für die fachübergreifende Behandlung von Speiseröhrenkrebs verdient gemacht. An dem relativ seltenen Tumor erkranken bundesweit jährlich rund 3.700 Männer und 1.050 Frauen. „Als ich vor rund 20 Jahren anfing Forschungsarbeiten zum Thema Speiseröhrenkrebs zu betreiben, gab es kaum Hoffnung auf medikamentöse Behandlung. Auch die Ergebnisse der Standardtherapie waren so schlecht, dass es einfach nur besser werden konnte“, erinnert sich Stahl.
Mit seinen Forschungsarbeiten belegt der Onkologe, dass ein individueller Behandlungsplan bei Speiseröhrenkrebs die Behandlungserfolge verbessert. „Es ist wichtig, die Therapie jedes einzelnen Patient auf sein persönliches Risiko und die individuelle Wirkung der Chemotherapie abzustimmen“, erklärt Stahl. Das bedeute auch, den Patienten nicht unnötig mit aggressiven Therapien zu belasten, sondern nur dann, wenn die Heilungschance dadurch verbessert werde.
Mit der Verleihung des Hans-Jochen-Illiger-Gedächtnispreis würdigte die Wilsede-Akademie Stahls Studien über die Kombination von Chemotherapie und Bestrahlung bei Speiseröhrenkrebs.









