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Industriekultur erleben

15.09.200917:43 UhrKunst & Kultur

(openPR) Brandenburgische Technikmuseen veröffentlichen gemeinsam ihre museumspädagogischen Angebote im Internet

Von den Stahlkochern am Siemens-Martin-Ofen in Brandenburg bis zu Tuchmachern der Textilfabrik in Forst - Brandenburgs Technikmuseen zeigen imposante Industrieanlagen, erläutern ausgeklügelte technische Verfahren und sie erzählen spannende Geschichten über die Menschen, die hier arbeiteten und lebten. Besucher können in diese Welt der Stahlkocher und Tuchmacher eintauchen. Hierfür bieten die Museen vielfältige museumspädagogische Angebote, die ab morgen zusammengefasst und übersichtlich im Internet recherchierbar sind.



Abrufbar sind die museumspädagogischen Angebote auf der Internetpräsenz des Museumsverbands des Landes Brandenburg unter www.museen-brandenburg.de. Insgesamt 14 Technikmuseen stellen hier in einem Online-Katalog vor, was den Besucher in den Museen erwartet. Maschinen werden vorgeführt, Workshops finden statt und Praxis-Lernorte werden angeboten. Die Themen sind abgestimmt auf Schüler von der 1. bis zur 12. Klasse, bieten Spannendes für den Biologie-, Chemie-, Geografie-, Kunst-, Geschichts- und Informatikunterricht. Aber auch jeder andere von Groß bis Klein ist bei den Veranstaltungen willkommen. Eine Karte gibt eine Übersicht über die Technikmuseen mit museumspädagogischen Angeboten in Brandenburg.

Präsentiert wird die neue Programmübersicht am 16. September 2009 um 11 Uhr im Ofen- und Keramikmuseum in Velten. Frau Dr. Susanne Köstering (Geschäftsführerin des Museumsverbands des Landes Brandenburg) und Katharina Schicke (Redakteurin des Online-Katalogs) stellen die Angebote der Museen vor und beantworten zusammen mit den Leitern der Museen Fragen zum Programm. Im Anschluss wird kreativ gearbeitet. Jeder Museumsleiter gestaltet vor Ort eine Fliese mit Motiven seines Museums. Mit den Fliesen wird die Objektwand "100 Gesichter Brandenburgs" des Ofen- und Keramikmuseum Velten vervollständigt.

Präsentation des Online-Katalogs "Industriekultur erleben! Museumspädagogische Angebote in Brandenburgischen Technikmuseen".
Ort: Ofen- und Keramikmuseum Velten, Wilhelmstraße 32, 16727 Velten
Zeit: 16. September 2009, 11 Uhr

Der Online-Katalog ist ab dem 16. September unter www.museen-brandenburg.de abrufbar. Ebenso wird der Katalog auf der Homepage des Landesinstituts für Schule und Medien Berlin Brandenburg (LISUM) verlinkt sein: www.lisum.berlin-brandenburg.de.

Hintergrundinformation:

Unter www.museen-brandenburg.de/327.0.html können Sie drei Beispiele aus dem neuen Online-Katalog "Industriekultur erleben! Museumspädagogische Angebote in Brandenburgischen Technikmuseen" downloaden.

Technikmuseen in Brandenburg

Wer würde es der "märkischen Streusandbüchse" zutrauen, auf eine vielfältige und hoch entwickelte Industriekultur verweisen zu können? Beim Begriff "Mark Brandenburg" stellen sich in der Fantasie eher die Bilder und Geschichten ein, die Theodor Fontane in seinen "Wanderungen durch die Mark Brandenburg" beschrieb: dörfliche Idylle, Schlösser und Herrenhäuser umrahmt von Seen und Kiefernwäldern. Nur, ohne die damals noch junge Eisenbahn hätte der Dichter gar nicht in die entlegenen Gebiete des Landes vordringen können und seine Beschreibungen wären sicher um einige Bände kürzer geraten.
Es gab sie also, die andere Seite Brandenburgs, schon zu Fontanes Zeiten. In unzähligen technischen Denkmälern lassen sich diese konkreten Zeugen der Industrialisierung finden -- und die Geschichten, die sie erzählen sind äußerst spannend. Dabei waren die Voraussetzungen angesichts der wenigen natürlichen Ressourcen alles andere als günstig. Aber die Nähe zu Berlin bot einen riesigen Absatzmarkt und der wachsende Bedarf der zur Weltmetropole aufsteigenden Stadt förderte die industrielle Entwicklung Brandenburgs. Gleichzeitig begünstigten politische Entscheidungen diesen Prozess. Mit dem Toleranzedikt des Großen Kurfürsten kamen Handwerker vieler Branchen aus Frankreich, später Glasbläser aus Böhmen, Ingenieure aus England und Weber aus Schlesien. Sie gaben neue Impulse und sorgten für den Anschluss an europäische Standards. So gelangten Textilindustrie und Glasherstellung zur Blüte und ein immer dichter werdendes Verkehrswegenetz mit modernsten Wasserstraßen und Bahnlinien durchzog das Land. Die Braunkohleförderung wurde zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor. Industriestandorte bildeten sich heraus. Heute bieten sie Einblicke in die Historie technischer Errungenschaften und industrieller Entwicklungen. So trug Eberswalde den Beinamen "Märkisches Wuppertal" und Forst war als "Deutsches Manchester" bekannt. Aber auch Brandenburg an der Havel, Lauchhammer, Luckenwalde, die "Hutstadt" Guben und Wittenberge mit den "Singerwerken" waren Industriezentren von überregionaler Bedeutung.
Um diese Zeugnisse der Vergangenheit vor dem Verfall zu bewahren sind viel Engagement, Findigkeit und Fachwissen erforderlich. Gerade an den technischen Denkmälern nagt der Zahn der Zeit besonders. Was eben noch ein betagtes, aber funktionierendes Gerät war, ist nach wenigen Jahren des Stillstandes Schrott oder morsches Gebälk. Wenn es da nicht die beherzten, manchmal auch belächelten Technik-Enthusiasten gäbe, wäre so manche historische Lok nur noch Rost, manche Mühle ein Haufen morscher Bretter und manches Industriemuseum nur eine Ruine.

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