(openPR) Vielfältig sind die Schwierigkeiten, die Paare, Eltern, aber auch Singles veranlassen, nach familientherapeutischer Unterstützung zu suchen. Angelika Schütze, Familientherapeutin in Hilden fasst die beiden häufigsten zusammen: „Zum einen ist dies die zunehmende Kommunikationsverarmung bei Paaren und zum anderen sind das Eltern, die durch das Aggressionsverhalten ihrer Kinder zutiefst verängstigt sind und sich versklavt fühlen, obwohl sie für sich und gerade für ihre Kinder mehr Freiheit leben als bisher in den Generationen vorher.“
Paartherapie Hilden: Viele kommen zu spät
Viele Paare zermürben sich mit auffallend lang anhaltenden Konflikten, die sich wie in einem Teufelskreis oft über Jahre hinweg wiederholen. Obwohl Mann und Frau heute mehr denn je Gleichgestellte sind, geraten sie in einem Clinch aus Macht, Dominanz, Unterdrückung oder extreme Unterordnung, wenn das „Arbeitsprojekt“ Partnerschaft zu anstrengend wird. Beide Partner leiden dann an einer ungelebten Beziehung, resignieren und hören meistens auf miteinander zu reden. Leider entschließen sich die meisten Paare erst dann zu einer Paartherapie, wenn sich das „Paardrama“ bereits manifestiert hat.
Wer kennt das nicht, in Beziehungen wird häufig über Erziehungsfragen, Urlaub, Beruf, Geld oder das Alltagsgeschehen gesprochen. Statt „über den Partner“ zu sprechen wünscht Michael Lukas Moeller, Psychoanalytiker und Paartherapeut, in seinem Buch „Die Wahrheit beginnt zu zweit“, dass die Paare mehr „von sich“ sprechen und dabei das Miteinander wieder lernen. „Nur das sich –einander - Mitteilen hält eine Beziehung am Leben und befähigt sie zur Entwicklung.“
Tatort Familie: Wenn die Probleme zu viel werden
Die zweite Ursache für die wachsende Nachfrage nach Familientherapie liegt in der heutigen Generation begründet. Nach dem Bestseller von Dr. Michael Winterhoff, „Warum unsere Kinder Tyrannen werden…“, der sich mit dem Thema ebenfalls befasst hat, verfolgen Eltern heutzutage die Devise, den eigenen Kindern kaum ein Nein entgegen zu setzen. Alles wird erlaubt, um die Gunst und Liebe des Kindes aufrecht zu erhalten. Es werden keine Regeln und Grenzen mehr gesetzt, innerhalb derer sich die Kinder gesichert und psychisch altersgemäß entfalten können. „Abgrenzung klingt für viele Elternohren nach Lieblosigkeit, autoritärem Auftreten und Geringschätzung des Kindes“ beschreibt Dr. Winterhoff in seinem Buch. Doch erst Grenzen Setzen gepaart mit liebevollem Umgang sorgt für die Ausbildung aller Fähigkeiten, die die Kinder zum Leben brauchen.
Welche Therapie ist die Richtige?
So vielfältig die heutigen Familienprobleme sind, so vielfältig sind auch die Therapieansätze. Ein derzeit sehr erfolgreicher Ansatz ist der der systemischen Therapie. Ziel ist es dabei, die Autonomie und den Selbstwert jeder einzelnen Person bzw. jeden Familienmitglieds zu stärken, den Zusammenhalt zu festigen, die Kommunikation zu verbessern und festgefahrene Beziehungsmuster zu verändern. „Es kann sowohl mit dem ganzen „System“ bzw. der Familie als auch mit Teilsystemen und Einzelpersonen gearbeitet werden. Die Familientherapie / Systemische Therapie wendet sich demnach an Familien, Paare, Gruppen, Organisationen und andere soziale Systeme, aber auch an Einzelpersonen“, erklärt Angelika Schütze, Expertin für systemische Familientherapie in Hilden.
Seit Dezember 2008 ist die systemische Therapie als wissenschaftliches Verfahren anerkannt, die Kostenübernahme durch die Krankenkassen jedoch noch nicht geregelt. Nach Schätzungen sind derzeit bundesweit mehr als 3.000 Familien- und Paartherapeutinnen tätig. Um hier aus dem vielfältigen Angebot den richtigen Therapeuten mit der nötigen fachlichen Qualifikation zu finden, bieten die 2 größten Dachverbände Deutsche Gesellschaft für Systemische Familientherapie (DGSF) www.dgsf.org und Systemische Gesellschaft (SG) www.systemische-gesellschaft.de Information und Unterstützung an. Außerdem gibt es viele Informationsquellen im Internet wie z.B. unter www.balance-halten.de.








