(openPR) Die Galerie ART ENGERT aus Eschweiler und der KUNSTBUNKER im Nordpark starten am 04. September 2009 ihre Zusammenarbeit mit einer ersten gemeinsamen Ausstellung. Unter dem Ausstellungstitel „Dreidimensional“ werden bis zum 26. September Werke der Künstler Gerd Winter, Christoph Platz und FD Schlemme gezeigt. Das gesamte Programm der Kooperation steht unter der Überschrift „Einzigartig“.
Ziel der Zusammenarbeit von Galeristen Anita Engert und KUNSTBUNKER-Gründer Edgar Janzen ist es, national und international bedeutende zeitgenössische Künstler einer breiten kunstinteressierten Öffentlichkeit vorzustellen. Die Partner wollen aber auch jungen Künstlern mit Entwicklungspotential ein Podium bieten. Im Einzelfall, so die Initiatoren,
sind für größere Projekte und Ausstellungen zudem Kooperationen mit Museen und Galerien geplant.
Zur ersten gemeinsamen Ausstellung im KUNSTBUNKER werden Werke des Bildhauers Christoph Platz sowie der Maler FD Schlemme und Gerd Winter gezeigt. Alle drei sind Künstler der Galerie ART ENGERT und wurden bereits in der Galerie in Eschweiler sowie in der Burggalerie Stolberg präsentiert.
Platz, Schlemme und Winter verkörpern sehr unterschiedliche künstlerische Werdegänge und Stilrichtungen. Die Ausstellung stellt sich somit als variantenreiches Ganzes dar, nicht ohne Brüche doch in einer bemerkenswerten Harmonie.
Alle drei Künstler können bereits mit wichtigen Kunstpreisen und Stipendien aufwarten. Galerien und Museen im In- und Ausland haben ihre Werke bereits ausgestellt; Arbeiten befinden sich in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen.
Die Eröffnung der Ausstellung „Dreidimensional“ mit Werken von Gerd Winter, Christoph Platz und FD Schlemme findet am 04. September 2009 um 19 Uhr statt. Begrüßung Anita Engert und Edgar Janzen. Einführung in die Ausstellung Stefan Skowron, Kunstkritiker, Aachen.
Künstlerinfo:
Christoph Platz, geboren 1964, studierte von 1985 bis 1992 Bildhauerei bei Otto Herbert Hajek an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste in Karlsruhe, sowie bei Paul Isenrath an der Kunstakademie Münster. Meisterschüler, Akademiebrief. Zwischen 1992 und 1997 mehrere Aufenthalte in New York. 1998 erhielt er den Kunstpreis der Stadt Hamm.
Der Bildhauer Christoph Platz könnte als Surrealist bezeichnet werden. Seine Skulpturen zeigen alltägliche Kleidungsstücke wie Hemden, Hosen, Krawatten oder Kleider. Seine Kleidungsstücke sind ästhetisch und aufwendig aus Lindenholz geschnitzt. Die Oberfläche ist meist auffallend bunt bemalt in leuchtenden Farben. Doch anstelle des menschlichen Körpers füllt Leere die Kleider aus. Es sind Hüllen ohne Inhalt, Kleidung ohne Träger. Jedoch suggeriert der Faltenwurf oder die festgehaltene Bewegung seiner oft täuschend echt wirkenden Arbeiten dem Betrachter die Präsenz einer menschlichen Figur. So operiert der Künstler mit Assoziationen. Der Betrachter ist aufgefordert, die fehlende Leere aufzufüllen. Durch Attribute oder die Beziehungen zueinander in Installationen werden seine Figurengruppen häufig in narrative Zusammenhänge gebracht.
Ausstellungen (Auswahl):
Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland, darunter seit 1998 wiederholt in Japan (zuletzt Tokyo 2005).
FD (Friedrich Daniel) Schlemme
Geboren 1967 in Berlin. 1985 bis 1987 Tätigkeit in der Radierwerkstadt des Vaters Michael Schlemme, Berlin. 1987 bis 1989 Studium der Visuellen Kommunikation an der HDK Berlin u. a. bei Prof. Dunkel, Prof. Breitkreutz und Prof. Spohn, 1989 Studium der Freien Malerei an der HDK Berlin in
der Fachklasse von Prof. Stelzmann. 1991 bis 1992 Teilnahme an mehreren Steinbildhauer-Workshops unter der Leitung von Y. Hashimoto; 1997 Meisterschüler bei Prof. Stelzmann, HDK Berlin.
Schlemme arbeitet oft in Zyklen. Seite Bilder zeigen alltägliche Spuren des Wohnens und korrespondieren mit transformierten Strukturen. In ihrer Gegenüberstellung entwickelt sich ein Zusammenhang aus Vertrautem, Verfremdung und Auflösung. Alltagssituationen werden mit Spots beleuchtet, solarisiert und in ihrer Farbigkeit vertauscht. Die visuellen Effekte verwandeln, seltsam entrückt, Alltagsmotive in geheimnisvolle Stimmungen der Jetztzeit. In dem Zyklus Morph sind andererseits organischund technischer Strukturen zu erkennen, die auch auf mediale Bilder verweisen, gemalte Abbilder von deformierten Computerbildern, Zellteilungen und fließendem Metall, die unterschiedlichste Zeitbezüge herstellen. Schlemmes Werk stellt Bezüge her zum Anfang der europäischen abstrakten Malerei, zu psychedelischen Bildern der 1960er Jahre und zu Zukunftsvisionen. Darin wird ausschließlich die technische Bildsprache thematisiert.
Der Maler FD Schlemme ist ein Weltkünstler im Sinne des Wortes: vom kleinsten Pilz bis zum größten Markensignet, vom tiefsten Innern des Waldes bis in die scheinbar unendliche Weite der Werbewelt erstreckt sich das Reich seiner Bilder, und seine malerischen Erkundungsreisen führen ihn wieder und wieder aus dem stillsten Winkel heraus und hinein in die lautesten Metropolen.
Preise und Stipendien
1993 bis 1994 Erasmusstipendium für Madrid; Arbeitsaufenthalt für ein Jahr
1994 Circuitos, Kunstpreis der Stadt Madrid
2000 Kunstpreis 2000 der Stadt Limburg
Öffentliche Sammlungen (Auswahl)
Kunstsammlung der Stadt Madrid, Deutsche Bank, Frankfurt am Main, Berlinische Galerie, Berlin
Gerd Winter, geboben 1951 in Groß-Gerau, studierte von 1979 bis 1984 Malerei an der Hochschule für bildende Künste (Städelschule) Frankfurt/Main bei Hermann Nitsch, Ernst Caramelle, Peter Classen und Bernd Jäger. Seit 1984 freischaffend tätig; 1993 Meisterschüler an der Städelschule. 1994 Georg-Lichtenbergpreis für bildende Kunst des Landkreises Darmstadt-Dieburg.
Seit 1995 Mitglied der Darmstädter Sezession. 2005 erhielt er den Wilhelm-Loth-Preis der Stadt Darmstadt. Mit seinen Arbeiten folgt der Maler seit Jahren Phänomen und Wirkungen von Farbe. In der Auseinandersetzung mit dem „Zustand“ von Farbe – als Körper – entstehen intensive Werke. Die Farbräume seiner Bilder, die die starken Energien der Farben bündeln und in immer neuen Formen an den Betrachter zurückgeben, formulieren eine ganz eigene Position im Diskurs der reinen Malerei. Dabei wagt es Gerd Winter, nicht nur in der Abstraktion zu verharren, sondern auch Figur und Ornamente, die wie Schatten (Erinnerungen) in den Flächen eingestellt sind, in seine Farbstücke aufzunehmen.
Öffentliche Sammlungen (Auswahl)
Kolping-Bildungswerk, Augsburg
Hessisches Landesmuseum, Darmstadt
Städtische Kunstsammlungen, Darmstadt
Deutsche Bank, Frankfurt am Main
Stadtmuseum, Groß-Gerau
Pfalzgalerie, Kaiserslautern
Kunsthalle Recklinghausen
Ausstellungsinfo:
„Dreidimensional“, Ausstellung im KUNSTBUNKER im Nordpark, Heinz Nixdorf-Straße 18a, 41179 Mönchengladbach, 05.-26.09.2009
Besichtigung: Sa/So 10-14 Uhr und nach Vereinbarung














