(openPR) Ausstellung im KUNSTBUNKER im Nordpark Mönchengladbach vom 18. Mai bis zum 01. Juni 2008
Die Symbole auf seinen Bildern, Gemälden und Grafiken, seinen Keramiken und Plakaten scheinen seltsam bekannt, erinnern an prähistorische Wandmalereien, mit denen längst vergangene Figuren neben dem Bildhaften noch andere, existentiellere Dinge verbanden. In der Tat darf sich der zeitgenössische Betrachter von diesen „Strichmännchen“ nicht täuschen lassen: Es geht dem Künstler Penck sehr wohl in seinen Bildern um komplexe, politisch ambitionierte Themen, es geht um die Diskussion (die Zwiesprache über) nur all zu menschliche Befindlichkeiten, um Abhängigkeiten wie Liebe und Hass, Krieg und Frieden, Verlust und Wiedergewinn.
Alle Information ist – ganz ähnlich den Signalen des Alltags – auf ein wesentliches, schnell erfassbares Maß reduziert; man sagte besser: konzentriert. Wichtig werden eine Linie, die Haltung der Figuren, ein Farbakzent, die Größe, Gesten.
A.R. Penck zählt heute zu den bedeutendsten Künstlern Deutschlands. Seine Symbolsprache, die für manchen vorhersehbar scheinen mag und die doch so voller Ironie und Verschiedenheit, Wandel und Intelligenz ist, ist sein Markenzeichen. Sie steht – scheinbar – im Widerspruch zur romantisierenden Bilderflut der Jetztzeit, sie ist jedoch ein klarer Kommentar dazu.
Künstlerinfo
Am 05. Oktober 1939 in Dresden als Ralf Winkler geboren. 1955 bewirbt er sich mehrfach an den Kunstakademien in Dresden und Berlin (Ost), wird aber abgelehnt. Beginnt 1954 eine Lehre als Werbezeichner, neben dem Theatermaler ein von Autodidakten in der DDR oft gewählter Umweg, um doch noch zur Bildenden Kunst zu finden. Winkler arbeitet als Zeitungsausträger, Stopfer (in der Margarinefabrik), Nachtwächter, Kleindarsteller, Briefträger und Heizer. 1968 nimmt der das Pseudonym »A.R. Penck« an (nach dem Geologen und Eiszeitforscher Albert Penck, weitere Pseudonyme: ab 1973 arbeitete er als Mike Hammer und T.M.). Teilnahme an der documenta 6, 1977, an der dokumenta 7, 1982, sowie an der documenta 9, 1992; 1984 Biennale von Venedig. 1976 (oder 1977) erstes Treffen mit Jörg Immendorff in Berlin (Ost), der sich in seinen Caf#e Deutschland Bildern mit der Deutschen Teilung auseinandersetzt und Kontakt zu Penck findet. Es entsteht eine lebenslange Freundschaft und künstlerische Zusammenarbeit.
Zunehmende Schwierigkeiten mit den Oberen der DDR führen 1980 zur Ausbürgerung und Übersiedlung in die Bundesrepublik Deutschland, zuerst nach Kerpen, bei Köln; 1983 Umzug nach London. 1987 kauft Penck ein Haus in Kilalla/Nordwestirland, ein Jahr später wird er als Professor an die Kunstakademie Düsseldorf berufen. A.R. Penck lebt und arbeitet in Dublin, Düsseldorf, Berlin.
Ausstellungsinfo
Die Ausstellung „A.R. Penck“ zeigt zahlreiche grafische Werke aus den letzten Jahren.
Eröffnung der Ausstellung ist am 16. Mai um 18.30 Uhr, Empfang ab 18:00 Uhr, es spricht Stefan Skowron, Aachen
Dauer der Ausstellung 18. Mai bis 01. Juni 2008 – täglich 11 bis 16 Uhr, außer Samstags
KUNSTBUNKER im Nordpark
Heinz-Nixdorf-Straße 18a
41179 Mönchengladbach
Anfahrt: http://www.theartcompany.de/index.php?visit=KONTAKT&sub=ANFAHRT











