(openPR) (MY) Ein Novum für die Türkei ist die Bildung eines Ausländerbeirates für die Stadt Alanya, in der im Verhältnis zu Einwohnerzahl die meisten Ausländer in der Türkei leben, zumeist aus dem deutschsprachigen Raum bzw. den Niederlanden. Dieser Tatsache trägt die rührige Stadtverwaltung unter dem Bürgermeister Hassan Sipahioglu nun Rechnung. Da die entsprechende Gesetzesgrundlage fehlt, ist der Beirat zunächst nur "inoffiziell" und hat lediglich beratende Funktion, aber die Stadtverwaltung hat für die freiwilligen und ehrenamtlichen Mitglieder Büroräume zur Verfügung gestellt, die in Kürze bezogen werden können.
Zu einer Anhörung der in Alanya lebenden Ausländer am 25.Mai, zu der 1600 Einladungen verschickt wurden und in den Medien darauf hingewiesen wurde, erschienen ca. 200 Personen. Zur Sprache kamen sowohl bedenkenswerte Vorschläge als auch Einzelprobleme, die als allgemeingültige Missstände angeprangert wurden.
22 Personen erklärten sich letztendlich bereit, unter Mitwirkung des Tourismus-Komitees im Stadtrat von Alanya ein Gremium zu bilden. Die Mitglieder haben aufgrund des inoffiziellen Status zwar nur beratende Funktion, aber der Beirat soll bei ausländerrelevanten Themn künftig in die Beratungen einbezogen werden. Es sollen Arbeitsgruppen gebildet werden (Umwelt, Soziales, Infrastruktur, Sicherheit, Bürgerinformation). Die noch zu wählenden Sprecher der Arbeitsgruppen berichten dann regelmässig an den Stadtrat. Das Büro soll von den Beiratsmitgliedern turnusweise besetzt werden, um eine werktägliche Besetzung zu gewährleisten.
Sobald die Büroräume im Zentrum Alanyas fertiggestellt sind, sollen auch regelmässige Sprechstunden für in Alanya lebende Ausländer und für Touristen stattfinden.








