(openPR) Mannheim, 01.09.2009. Rund 1.500 Kinder- und Jugendmediziner aus ganz Deutschland wird es Anfang September nach Mannheim ziehen. Denn vom 3. bis 6. September findet im Mannheimer Congress Center die 105. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) statt. Neben Themen wie Gesundheitsvorsorge bei Kindern, Jugendmedizin und Ernährung werden auch Informationen zu kaum erforschten Krankheiten wie Mukopolysaccharidosen (MPS) ausgetauscht.
„Waisenkinder der Medizin“ – so werden Krankheiten genannt, die bei vielen Medizinern aufgrund mangelnder Erforschung weitestgehend unbekannt sind. Ein Beispiel hierfür: Mukopolysaccharidosen, kurz MPS. Ein kleiner Fehler in den Körperzellen ist Auslöser für die häufig bereits im Kindesalter tödlich endende Erkrankung. Um betroffenen Familien zu einer schnelleren Diagnose zu verhelfen, ist Aufklärungsarbeit wichtig. Hierfür setzt sich die Gesellschaft für MPS e.V. ein. Schon zum fünften Mal ist die Selbsthilfeorganisation deshalb bei der DGKJ-Jahrestagung vertreten.
Auch einer der wenigen Spezialisten auf diesem Gebiet ist in Mannheim vor Ort: Prof. Dr. Michael Beck, Uni-Kinderklinik Mainz, ist Gründungsmitglied der Gesellschaft für MPS e. V. und betreut schon seit rund 20 Jahren betroffene Kinder und deren Familien. „Dieser Kongress ist der wichtigste für Kinder- und Jugendmediziner überhaupt in Deutschland. Gerade wenn es um seltene Speicherkrankheiten wie MPS geht, nimmt er einen großen Stellenwert ein. Viele Eltern werden mit ihren erkrankten Kindern über Jahre hinweg von Arzt zu Arzt geschickt, bis sie endlich eine Diagnose erhalten. Es muss möglich sein, diese Diagnose früher zu stellen. Deshalb ist intensive Aufklärungsarbeit, insbesondere bei Kinderärzten, wesentlich. Die Jahrestagung bietet eine ideale Plattform für die Aufklärung“, ist Prof. Beck überzeugt. Am Samstag, 5. September, greift Prof. Beck zusammen mit seinen wissenschaftlichen Mitarbeitern das Thema MPS in einem Poster-Vortrag auf. Beispielhaft wird gezeigt, wie sich die Enzymersatztherapie, eine mögliche Behandlung der Krankheit, auf die kleinen Patienten auswirkt und welche Fortschritte hiermit erreicht werden können.










