(openPR) Christiane Mayer aus dem oberbayerischen Dietramszell schüttelt oft den Kopf, wenn sie sich Websites, Broschüren und Logos der Gründer anschaut. Konfrontiert mit deren Stolz auf das „Selbstgemachte“ kontert sie mit der Frage nach der subjektiven Beurteilung durch den Kunden. Welches Bild macht der sich? Wie sieht der die Leistungen des Gründers, die so verpackt sind? In ihren Seminaren und Vorträgen sowie in vielen Einzelgesprächen versucht sie, mehr Qualität gerade bei der Frage eines ganzheitlichen Firmenerscheinungsbildes zu erreichen – oft gegen viele Widerstände.
„Der Gründer schaut in Coral Draw und sucht sich ein Signet oder eine Strich-Kombination aus. Dann kommt noch seine momentane Lieblingsfarbe in’s Spiel sowie eine schier abenteuerliche Firmenbezeichnung, und fertig sind Briefbogen und Visitenkarte. Dass damit schon die ersten –auch rechtlichen – Fallstricke gelegt sind, beachtet er nicht, weil er es auch nicht wei?, sagt die erfahrene, diplomierte Mediendesignerin. Und sie warnt gleichzeitig vor den Billigangeboten beim Discounter, bei denen es die „Website zum Selbermachen“ für 19,50 Euro gibt. Internet – so die Agenturinhaberin – wird immer mehr zum wichtigen Marketing-Instrument. Wer hier Fehler begeht oder am falschen Platz spart, kann nicht erwarten, dass er mit seiner Homepage neue Kunden generiert.
In ihrem Büro, das sie auf einem alten Bauernhof mitten auf der Wiese hat, liegen bergeweise Flyer und Broschüren von Gründern und Jungunternehmern. „In 90 Prozent der Fälle müsste man zum Wegwerfen raten“, sagt Christiane Mayer fast schon verzweifelt. Das Geld sei zum Fenster hinausgeworfen, selbst wenn die finanzielle Belastung durch das „do it yourself“ nicht sehr groß war. Reine Textwüsten, keine aussagefähigen Bilder, kein erkennbarer Nutzen für den Kunden. Dann noch lieblos gefalzt und zusammen mit einem genau so schlechten Brief an die „Sehr geehrten Damen und Herren“ geschickt: Schade um die Briefmarke.
Die Gründerin von Grafikglück verweist auf die zahlreichen Förderprogramme gerade für Gründer, in deren Rahmen Beratungen finanziell unterstützt werden. Und selbst wenn Programmierungen und Druckleistungen nicht in die Förderung fallen, lohnt sich der Gang in eine Fachagentur immer. Christiane Mayer bilanziert: „Das Firmenerscheinungsbild muss ein Unternehmen in allen seinen Facetten optimal zeigen und positive Auswirkungen haben. Werden vom Gründer dessen Leistungen als gut oder hervorragend bezeichnet, kann er die nicht wie einen Sack Kartoffeln verpacken und anbieten“. www.grafikglueck.de









