(openPR) Er war der größte Rennfahrer seiner Zeit. Rudolf Caracciola (1901 - 1959) ist untrennbar mit dem legendären Silberpfeil-Mercedes der 30er Jahre verbunden. Dreimal war der Mann aus Remagen Europameister, was dem heutigen Formel 1-Weltmeistertitel entspricht. Über 20 Jahre prägte er das Renngeschehen auf allen Pisten. Das SWR Fernsehen beleuchtet jetzt die weniger bekannten Seiten dieses Rennfahrerlebens in einer 45-minütigen Dokumentation. Der Film von Stefan Keber „Rudolf Caracciola – König der Silberpfeile“ ist am 6. September 2009 um 21.50 als „Flutlicht extra“ zu sehen.
Der Rennfahrer Caracciola ist weithin bekannt, wurde in die „Hall of Fame“ des deutschen Sports aufgenommen. Aber: Was für ein Mensch war Caracciola? Was führt einen Mann dazu, sich trotz schlimmer Unfälle und schwerster Verletzungen immer wieder dem lebensgefährlichen Renngeschehen auszusetzen? Wie hielt es Caracciola mit den Nazis, die seine Rennerfolge mitfinanzierten und propagandistisch ausschlachteten? In der Dokumentation, die das SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz drei Wochen vor dem 50. Todestag des Rennfahrers ausstrahlt, folgt Autor Stefan Keber den Spuren dieses berühmten Mannes, der 1901 in Remagen als Nachfahre eines alten neapolitanischen Adelsgeschlechts geboren wurde. Entstanden ist dabei ein Film, der differenziert und unvoreingenommen das Leben eines vermeintlichen Helden mit allen seinen Facetten beleuchtet.
Während die Rennerfolge Caracciolas legendär sind, ist über sein Privatleben kaum etwas bekannt. Fakt ist jedoch, dass er bereits Anfang der 30er Jahre in die Schweiz übersiedelte und, bedingt durch den Ausbruch des 2. Weltkrieges, aufhörte zu fahren. Angetrieben von seiner Neugier und der Frage „Wie lebte Caracciola in der Schweiz, was tat er dort?“, arbeitete Keber sich durch Schweizer Archive und förderte viel Erstaunliches zu Tage. Unter anderem fand er Antwort auf die Frage, welche Einstellung der Schweizer Staat zu einem berühmten Deutschen im eigenen Land zu Zeiten des 2. Weltkrieges hatte. Aber auch die Archive von Mercedes lieferten viel Material für den Film – vor allem seltenes Bildmaterial. So konnte der Wunsch, einen Film zu machen, der nicht immer wieder die gleichen, bekannten Bilder zeigt, in die Tat umgesetzt werden. Der größte Coup gelang jedoch mit dem Auffinden des Arztes, der Caracciola zuletzt behandelte. Er klärt im Film erstmals darüber auf, weshalb „der König der Silberpfeile“ wirklich ausgerechnet in Kassel starb.
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