(openPR) Frankreich zieht mit nachhaltiger Entwicklungsstrategie für Fischerei-politik, Meeresforschung und Aquakultur ausländische Investoren an
Mit einem jährlichen Produktionsvolumen von 43.000 Tonnen Forellen nimmt Frankreich europaweit den zweiten Platz ein. Die französische Aquakulturproduktion konzentriert sich insbesondere auf Brassen, Wolfsbarsch, Steinbutt und Lachs (insgesamt 8.000 Tonnen) sowie Weichtiere (13.000 Tonnen Austern, 60.000 Tonnen Muscheln). Algen, Fische, Austern und Muscheln machen rund 30 Prozent der in Frankreich verzehrten Meeresprodukte aus, Schalentiere 80 Prozent. Angesichts dieser Zahlen sehen die Bestimmungen des Umwelt-Abkommens „Grenelle de la Mer“ eine nachhaltige Entwicklung vor.
Erste Ergebnisse zum Thema Meeresentwicklung werden Anfang September vorgestellt. Sie bilden die Grundlage für einen Gesetzesentwurf, mit dem die Entwicklung und Umsetzung von nachhaltigen Fischereipraktiken sichergestellt werden soll. Frankreich ist zusammen mit seinen Überseedepartements in drei großen Weltmeeren präsent (Atlantik, Pazifik und Indischer Ozean), die rund ein Zehntel aller Korallenriffs weltweit abdecken. Im Rahmen der Umweltinitiative wirken alle Hauptakteure bei der Ausgestaltung und Festlegung einer nationalen Entwicklungsstrategie für Meere und Küsten mit. David Appia, Präsident der Invest in France Agency, geht davon aus, dass der „Grenelle de la Mer“ diesem Wirtschaftszweig neue Perspektiven aufzeigen wird: „Bereits heute bietet Frankreich günstige klimatische und ökologische Bedingungen für die Ansiedlung von Unternehmen aus dem Bereich der Aquakultur, die in ihren Heimatländern keine geeigneten Standorte finden.“
Einige Austernzuchtbetriebe sind bereits seit Jahren im Export tätig. Dazu gehört beispielsweise der bretonische Betrieb Britexa, der mit acht Mitarbeitern seit Jahren Crepidula produziert und exportiert - ein in China, Skandinavien und Russland sehr gefragtes Schalentier. Auch die französischen Kompetenzzentren bieten eine Reihe von Ökosystemen, die sich insbesondere für die Entwicklung neuer Produkte eignen: Mit seinen fünf Forschungszentren in Boulogne, Brest, Nantes, Toulon und Tahiti und weiteren 26 Standorten entlang der Küsten des französischen Mutterlandes und der Überseeterritorien, nimmt das französische Meeresforschungsinstitut „Ifremer“ eine Spitzenstellung bei der Aquakulturforschung ein. „Ifremer“ verfügt über ein Jahresbudget in Höhe von 235 Millionen Euro und versorgt Unternehmen und öffentliche Einrichtungen mit Informationen über die Erträge von Meereszuchtbetrieben oder Krankheiten, die einen Einfluss auf Bestände und Ressourcen haben können. Diese Forschungsarbeiten werden von Clustern unterstützt, die gleichzeitig einen Beitrag zur Entwicklung neuer Produkte leisten: Das an der Ostseite des Ärmelkanals und der Nordsee angesiedelte Cluster „Aquimer“ hat mit dem „Seamineroil“-Projekt ein Programm in Höhe von zwei Millionen Euro ins Leben gerufen, mit dem neue Meeresprodukte entwickelt werden. Das „Britanny Marine Cluster“ entwickelt unter dem Aspekt der Umweltverträglichkeit zusammen mit Meereslaboratorien das Projekt „Ormeaux“. Im Mittelpunkt steht die Produktion von wertvollen und seltenen Weichtierarten, die auf dem japanischen und chinesischen Markt sehr gefragt sind. Ein anwendungsorientiertes Forschungsprogramm für die Errichtung eines Zuchtprotokolls für Jakobsmuscheln hat das „PACA Marine Cluster“ im Mittelmeer unter dem Namen „Aquapecten“ entwickelt.
Frankreich bietet günstige klimatische und ökologische Rahmenbedingungen für ausländische Unternehmen und Investoren.













