(openPR) Die Filmreihe wird von 8. bis 16. September 2009 vom Filmmuseum München in Zusammenarbeit mit der Ukrainian Cinema Foundation UCF präsentiert. Eine Woche lang kann das filmische Werk dieses Landes neu oder wieder entdeckt werden. Nach Veranstaltungen in Polen, Russland und Frankreich sowie in Köln initiierte die 2007 gegründete UCF nun in München die bislang umfassendste Retrospektive ukrainischen Filmschaffens.
Wie in vielen ihrer Nachbarstaaten, die nach dem Zerfall der Sowjetunion Unabhängigkeit und Selbständigkeit erlangten, musste die Ukraine in den vergangenen Jahren mühsam ihre Filmindustrie wieder auf die Beine stellen. Noch kann man nicht von einer Neuen Welle des ukrainischen Films sprechen, aber inzwischen haben sowohl arrivierte Filmemacher wie auch der Nachwuchs mit Spiel-, Kurz- und Animationsfilmen internationale Festivalpreise gewonnen.
Viele junge Regisseure lassen sich vom so genannten „poetischen Kino“ der 1960er Jahre inspirieren. Damals hatten Künstler wie Sergej Paradschanow (SCHATTEN VERLORENER AHNEN), Juri Illjenko (EINE QUELLE FÜR DIE DURSTIGEN), Kira Muratowa (KURZE BEGEGNUNGEN) und Iwan Mykolajtschuk den Mut, trotz aller Zensur und Repression neue Wege zu gehen und einen neuen Stil zu schaffen.
Heute setzen sich Filmemacher wie Roman Balajan (TAGTRÄUMER, PARADIESVÖGEL) oder Oles Sanin (MAMAY) ernst und intensiv mit der weiter zurück liegenden oder sowjetischen Vergangenheit auseinander. Sie versuchen wie auch Eva Nejman (AM FLUSS) und Kira Muratowa (ZWEI IN EINEM) erfolgreich jenseits des modernen westlichen Geschmacks ihren Weg zu gehen, auch wenn manchmal wieder die starke, eigenwillige Ästhetik des Großmeisters Dowschenko durchscheint. In den Kurzfilmen beschäftigt sich eine neue, junge Generation gut ausgebildeter, unabhängig denkender Filmstudenten mehr mit der unmittelbaren Gegenwart - fiktional, dokumentarisch und mit Animation.
Die in diesem Panorama in München vertretenen 14 Filme werden von den Regisseuren, Schauspielern, Filmkritikern und den Gästen der Ukrainian Cinema Foundation vorgestellt.
Die Reihe wurde von Dr. Alexander Schwarz für das Filmmuseum München und die UCF konzipiert.
Mehr Infos im downloadbaren Filmprogramm unter http://www.stadtmuseum-online.de/aktuell/filmre.htm










