(openPR) „Stadtwerke-Kooperationen sind der Trend für die Zukunft“, prognosti-ziert nicht nur der Verband Kommunaler Unternehmen VKU. Diese Ent-wicklung belegt auch die zunehmende Zahl von Versorgungsunterneh-men, die sich als IT-Dienstleister für andere EVU aufstellen. Die Städti-sche Werke Überlandwerke Coburg sind jetzt das 25. Schleupen Kompe-tenz-Center in Deutschland und vermarkten auf diesem Wege ihr IT- und Prozess-Know-how über ein eigenes Geschäftsfeld als Dienstleistung. „Stadtwerke sind gegenüber branchenfremden Anbietern eher misstrau-isch, denn sie glauben oftmals nicht, dass diese die Probleme der Ener-giebranche richtig verstehen. Einem Kollegen trauen sie das eher zu“, begründet Götz-Ulrich Luttenberger, Geschäftsführer der Städtische Werke Überlandwerke Coburg, sein Engagement. Neben dem reinen Outsourcing und dem Betrieb der Branchenlösung Schleupen.CS bieten die SÜC eine breite Palette weiterer Dienstleistungen – von der Schu-lung bis hin zur externen Abwicklung von Geschäftsprozessen. Mit den Stadtwerken Weiden und Lichtenfels haben sich bereits zwei Energieun-ternehmen für das Angebot der SÜC entschieden.
Das Tempo des Wandels in der Energiewirtschaft hat sich in den vergange-nen Jahren kontinuierlich erhöht. Dabei ist es nahezu unmöglich geworden, wettbewerbsfähige Geschäftsprozesse ohne professionellen IT-Einsatz zu realisieren. Das bedeutet jedoch gerade für kleinere und mittlere Stadtwerke oft einen sehr hohen Aufwand. Vor diesem Hintergrund haben sich die „Schleupen Kompetenz-Center“ zu einem anerkannten Kooperationsmodell für die Branche entwickelt. Die Spanne der Angebote ist dabei breit gefächert und reicht von der Abwicklung spezieller Prozesse bis zur Komplettbetreuung der IT. Die Betreiber dieser Kompetenz-Center sind entweder größere, erfahrene Stadtwerke, die diesen Service als neues Geschäftsfeld betreiben, oder Re-chenzentrums-Dienstleister mit EVU-Schwerpunkt. Durch die Nähe zu den jeweiligen Kunden ist – wenn es einmal eng werden sollte – auch eine schnel-le Hilfe vor Ort möglich. Dieses Modell versetzt kleine und mittlere Unterneh-men nicht nur in die Lage, die zahlreichen Anforderungen mit einem vertretba-ren Aufwand umzusetzen. Darüber hinaus können sie so ihre internen Pro-zesse mit IT-Unterstützung optimieren und Kosten senken – vor dem Hinter-grund der Anreizregulierung ein echter Marktvorteil.
Die Nähe zum Kunden ist entscheidend
In der Nähe zum Kunden und vor allem im eigenen Know-how sieht Götz-Ulrich Luttenberger die größten Alleinstellungsmerkmale eines Kompetenz-Center-Modells. „Stadtwerke sind gegenüber branchenfremden Anbietern eher misstrauisch, denn sie glauben oftmals nicht, dass diese die Probleme der Energiebranche richtig verstehen. Einem Kollegen trauen sie das eher zu, insofern haben es Branchenfremde schwerer“, so seine Einschätzung.



