(openPR) Streikende Schüler und Studenten, ein schlechtes Abschneiden bei der PISA-Studie, mangelnde Qualifikation von Auszubildenden – das Bildungswesen in Deutschland ist in Bewegung, Schulen sind auf der Suche nach neuen Kon-zepten. Das CJD Braunschweig, eine Einrichtung des Christlichen Jugend-dorfwerk Deutschlands e. V. (CJD – die Chancengeber) setzt auf das Schul-programm ‚SECUNDUM’: Dessen Konzept sieht vor, dass jeder Jugendliche einen seinen Bedürfnissen, seinen Stärken und Schwächen sowie seinen Interessen entsprechenden Unterricht erhält.
Mit den drei Leitzielen ‚bildungssicher’ – ‚begabungsgerecht’ – ‚wertebezogen’ lässt sich das Konzept der Jahrgangsschule SECUNDUM für die Klassen 5 bis 10 umschreiben. Hinter ‚bildungssicher’ verbirgt sich die Vermittlung von Basiswissen. Lehrinhalte werden ‚begabungsgerecht’ vertieft; unter ‚wertebezogen’ versteht man zum Beispiel das eigenverantwortliche Arbeiten in der Gruppe.
„Das SECUNDUM gibt uns die Chance, Schülerinnen und Schüler wirklich wahrzunehmen, als Individuen mit all ihren unterschiedlichen Fähigkeiten, Chancen und Ausdrucksweisen“, erklärt Ursula Hellert, Schulleiterin des CJD Braunschweig. Möglich wird das beispielsweise in der Jahrgangsstufe 7 bis 8 durch die Aufteilung des Unterrichts in Grund-, Trainings- und Aufbaukurse. Den Grundkurs durchlaufen alle, hier wird das Basiswissen vermittelt. In zwei- bis vierwöchigen Abständen wird das Wissen überprüft. Hat der Schüler das Basiswissen bereits erworben, kann er es in einem Aufbaukurs vertiefen. Sind die Leistungen im Test dagegen nicht ausreichend, kann der Jugendliche das fehlende Wissen im Trainingskurs aufholen. Entsprechend der sozial-emotionalen und kognitiven Reife der Schülerinnen und Schüler werden die gleichen Grundsätze in den Jahrgangsstufen 5 bis 6 sowie 9 bis 10 ähnlich gestaltet.
Ein weiteres Element von SECUNDUM ist das offene Lernen, bei dem Schüle-rinnen und Schüler ihr Wissen durch eigenes Recherchieren und Experimen-tieren erweitern können. In Projektzeiten stehen das eigenverantwortliche Arbeiten im Team sowie ganzheitliches, Fächer übergreifendes Lernen im Vordergrund. In den Spezialkursen können Jugendliche, die sich den Unter-richtsstoff besonders schnell aneignen, selbstständig ein Projekt erarbeiten.
Jeder Lehrer ist in der Regel für zwölf Schüler zuständig. Dazu werden Tutorien gebildet, bei regelmäßigen Treffen können individuelle Fragen bespro-chen werden. Aber auch die Klassengemeinschaft kommt nicht zu kurz: Jede Schulwoche beginnt bzw. endet gemeinsam im Montags- bzw. Freitagskreis. Hier werden organisatorische Fragen besprochen, aber auch der wertschätzende Umgang miteinander geübt. „Die Frage nach der Gemeinschaft war eine der zentralen Fragen bei der Gestaltung des Programms“, betont Ursula Hellert.
Weitere Informationen im Internet unter www.cjd.de und www.cjd-braunschweig.de











