(openPR) Jugendbildungsstätte Aktionszentrum organisiert Rollenspiel »Akte XY«
Nein, es ist nicht wirklich ein Mord im Kloster Benediktbeuern geschehen. Und der barocke Gebäudekomplex hat auch nicht wieder als Kulisse für eine zweitklassige Krimiproduktion herhalten müssen. Vielmehr hatte die salesianische Jugendbildungsstätte Aktionszentrum unter dem Titel »Akte XY« zu einem Rollenspielwochenende für Jugendleiter eingeladen.
Unter der Anleitung von Cathrin Rieger, Katrin Fecher und Nina Kiehlmeier kam eine bunt gemischte Gruppe von spielbegeisterten Jugendlichen zusammen, die neue Ideen für die Gruppenarbeit suchten. Gemeinsam hatten sie einen fiktiven Kriminalfall zu klären. In einer Ordensgemeinschaft wurde ein Mönch tot aufgefunden. War es Mord? War es Selbstmord? Wer hat ein Motiv?
Am Anfang der Ermittlungen stand ein Filmausschnitt, der den Teilnehmern zeigte, wie der tote Mönch gefunden wurde. Am Tatort konnten sie Spuren sichern und bei der Gerichtsmedizin Beweisstücke, Fingerabdrücke sowie Schriftproben von Verdächtigen einreichen. Einen ganzen Tag lang standen fünf potenziell verdächtige Personen für Verhöre und Interviews bereit: die beiden Mönche Pater Athanasius Heuschnupfen und Pater Attila von Quirin, der Novize Paul Maulrauch, die Raumpflegerin Rosetta Roxana und die Verlegerin Trudi Amado. Die Jugendlichen ermittelten in alle Richtungen, bis sich schließlich die Indizien verdichten. Am Ende konnte jedes Detektivteam seine Theorie und seine Ermittlungsergebnisse vorstellen.
Es blieb nicht allein bei der Aufklärung des Kriminalfalls, denn es zeigte sich, dass die Jugendlichen viel Redebedarf hatten. In einer Auswertungsrunde und bei einem Abendspaziergang mit einem besinnlichen Impuls zum Thema »Werte« wurden die gemachten Erfahrungen reflektiert. Zugleich wurde diskutiert, wie sich das Rollenspiel auf die eigene Jugendarbeit vor Ort übertragen lasse. Das Krimiwochenende schloss mit einem selbst gestalteten Gottesdienst zum Thema »Werte und Vorbilder«. Ausgehend vom Evangelium fragten die Jugendliche nach der Bedeutung von Geboten für ihr eigenes Leben.
Ein Teilnehmer fasste die Erfahrungen des Wochenendes so für sich zusammen: »Ich nehme für mich mit: ‚Liebe Deinen Nächsten!‘ Es ist im realen Leben wichtig, Menschen nicht sofort in eine Schublade zu stecken. Man muss offen sein, sich seiner Vorurteile bewusst sein und an ihnen arbeiten.« Eine Teilnehmerin betonte besonders die Bedeutung des Gottesdienstes: Ich nehme für mich die Kraft aus dem selbstgestalteten Gottesdienst mit. Ich möchte die Idee in meiner Gemeinde ausprobieren und eventuell wieder mit einer Gruppe ins AZ kommen.«
Fazit: Ein rundum schönes, spannendes und lustiges Wochenende, mit einer tollen Gruppe und vielen schönen gemeinsamen Erinnerungen. Alle waren so begeistert, dass es wohl auch im nächsten Jahr wieder ein Krimi-live-Wochenende im AZ geben wird.













