(openPR) Hamburg, 29. Juli 2009: Hamburg baut seine Spitzenposition als deutsche Games-Metropole aus: zum Sommersemester 2010 startet der auf den Bachelor aufbauende Masterstudiengang „Sound, Vision, Games“ an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW Hamburg). Eine Anschubfinanzierung der Behörde für Wirtschaft und Arbeit ermöglicht die Einrichtung des neuen Masterprogramms. Zudem hat die Behörde die Anschaffung eines „Motion Tracking Systems“ finanziert, mit dem die Studierenden des neuen Masterprogramms Spiele in 3D-Animation produzieren.
Wirtschaftssenator Axel Gedaschko: „Der Erfolg eines Wirtschaftsstandortes hängt maßgeblich von qualifizierten Köpfen ab. Mit dem neuen Studiengang unterstützen wir die boomende Hamburger Games-Branche, die mit Fachkräftemangel zu kämpfen hat. Der Branche stehen dann Absolventen zur Verfügung, die qualifiziert und sich ihrer ethischen sowie moralischen Verantwortung bewusst sind – so, wie viele Unternehmen in Hamburg, die mit Abenteuerspielen oder Knobel-Aufgaben erfolgreich sind.“
Beim heutigen gemeinsamen Empfang mit der Senatorin für Kultur, Sport und Medien, Prof. Dr. Karin von Welck, und der Dekanin der Fakultät Design, Medien und Informationen der HAW Hamburg, Prof. Dorothea Wenzel, im Senatsgästehaus vor führenden Unternehmen der Games Industrie machte Wirtschaftssenator Gedaschko die Strategie der Wirtschaftsbehörde deutlich: In konsequenter Ausrichtung an den Bedürfnissen der Unternehmen wird in den Qualifizierungsoffensiven der Behörde die Vernetzung von Hochschulen, weiteren Bildungseinrichtungen und Unternehmen vorangetrieben, um die Bildungsinfrastruktur in Hamburg weiter zu verbessern.
Im neuen Masterprogramm werden angehende Game-Designer, Programmierer und Producer praxisnah auf die Anforderungen des Berufslebens vorbereitet. Bereits ab September 2009 werden einzelne Studienmodule angeboten – als Brückenkurs zu dem im Sommersemester 2010 startenden dreisemestrigen Masterprogramm. Hamburg wird so zur treibenden Kraft in der Ausbildung für Gamer in Deutschland. Neben den gesetzten Qualitätsstandards bietet die Gamecity auch das kostengünstigste Studienangebot, da sich die bestehenden Ausbildungen vorwiegend auf wenige private Fachschulen konzentrieren. Auch für Berufstätige wird es künftig Weiterbildungsangebote geben.
Senatorin für Kultur, Sport und Medien, Prof. Dr. Karin v. Welck: „In der Förderung der Games-Branche ist Hamburg bundesweit führend, durch die Prototypenförderung, den Gamecity Port und mehr. Mit dem neuen Masterstudiengang ermöglicht die Wirtschaftsbehörde einen weiteren wichtigen Baustein für nachhaltige Strukturen in der Games-Stadt Hamburg.“
Prof. Dr. Michael Stawicki, Präsident der HAW Hamburg: „Im Master-Studiengang Games soll die forschende Auseinandersetzung mit dieser innovativen Technologie auch zu neuen Produkten führen. Natürlich wird auch die ethisch-moralische Dimension des Themas behandelt.“
Der Masterstudiengang stellt bereits das dritte Projekt für den Bereich Games an der HAW Hamburg dar. Zum Sommersemester 2007 initiierte gamecity:Hamburg die Gamecity Ringvorlesung, die seit drei Semestern an der HAW Hamburg durchgeführt wird. Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, Studierende und Mitarbeiter aus vermeintlich branchenfernen Berufsgruppen für die erfolgversprechende Computerspieleindustrie zu sensibilisieren. Aus der Kooperation mit der Hochschule entstand zudem das praxisnahe GamecityLab, das als Schnittstelle zwischen Lehre, Forschung und Games-Wirtschaft konzipiert ist. Unternehmen können sich vor Ort über aktuelle Technologien und Designansätze informieren, mit Studierenden in Kontakt kommen und durch Gemeinschaftsprojekte mit dem Lab neue Spiele entwickeln. In jährlichen Präsentationen führt das GamecityLab regelmäßig aktuelle Arbeiten aus dem vergangenen Studienjahr vor. Am 15. Juli 2009 folgten 150 Gäste der Einladung zur zweiten GamecityLab Präsentationen und erhielten Einblicke in das Schaffen der Studierenden.
Die Zahl der Angestellten in den Hamburger Games-Unternehmen ist auf aktuell rund 1700 gestiegen. Auch in diesem Jahr will die Branche in der Hansestadt laut einer Marktanalyse des Netzwerkes gamecity:Hamburg rund 300 neue Arbeitsplätze schaffen. Mehr Informationen unter www.gamecity-hamburg.de.













