(openPR) „Nie mehr allein mit Tics“
so lautet das Motto des InteressenVerbandes Tic & Tourette Syndrom, kurz IVTS e.V.
Der InteressenVerband Tic und Tourette Syndrom ist ein gemeinnütziger Verein für Menschen mit Tics nach dem ICD 95.0-95.2.
Medizinische Unterscheidung von Ticstörungen
· Vorübergehende Ticstörungen (transiente Ticstörung)
· Chronische motorische Ticstörung
· Chronische vokale Ticstörung
· Gilles-de-la-Tourette Syndrom
Charakteristisch für alle Ticstörungen sind so genannte Tics. Als Tics bezeichnet man unwillkürliche, plötzlich einsetzende und wiederholt auftretende Zuckungen oder Lautäußerungen, die von den Patienten als unvermeidbar empfunden werden, jedoch zeitweise unterdrückt werden können. Die motorischen als auch vokalen Tics können einfach oder komplex auftreten. Einfache motorische Tics fallen durch schnelle Zuckungen auf. Komplexe Tics sind in ihrem Ablauf umfangreicher, langsamer und können beabsichtigt wirken.
Ein häufig auftretender einfacher motorischer Tic ist beispielsweise das Augenzwinkern. Während einfache motorische Tics nur eine Muskelgruppe betreffen, werden bei komplexen motorischen Tics mehrere Muskelgruppen einbezogen (z. B.: in die Knie gehen oder sich um sich selbst drehen).
Einfache vokale Tics sind z. B. Räuspern oder Hüsteln. Zu den komplexen vokalen Tics zählen u. a. Schreien und Summen. Vocale Tics können in ihrer Lautstärke sehr unterschiedlich auftreten.
Den Tics geht oft ein Vorgefühl voraus. So beschreiben vor allem erwachsene Betroffene eine Art innere Anspannung, innere Unruhe oder Kribbeln vor dem Tic. Betroffene Kinder nehmen einfache Tics, aufgrund der noch in der Entwicklung befindlichen eigenen Körperwahrnehmung, selbst oft nicht wahr.
Ticstörungen sind bei den betroffenen Menschen sehr unterschiedlich ausgeprägt. Das heißt, die Tics sind hinsichtlich ihrer Häufigkeit, Intensität und Lokalisation sehr verschieden. Besonders beim Tourette-Syndrom gibt es wohl keine zwei Menschen, die identische Tics haben.
Im Jahr 2008 begann der Verband sein Workshop-Angebot mit einem „Workshop für Familien“ zur Stärkung der Sozialkompetenz und Förderung der Lebensqualität der Betroffenen und Angehörigen mit Ticstörungen & dem Tourette Syndrom.
In Zusammenarbeit mit Dipl. Sozialpädagogen entwickelte der Verband nun auch spezielle Workshops für jugendliche und erwachsene Betroffene bzw. Angehörige.
Workshop für junge Menschen
zur Förderung der Identitäts- und Berufsfindung und Entwicklung von praxisorientierten Maßnahmen zur Zielumsetzung
Workshop für Familien
zur Stärkung der Sozialkompetenz und Förderung der Lebensqualität der Betroffenen und Angehörigen mit Ticstörungen & dem Tourette Syndrom
Workshop "Männer-Treff"
Männer zwischen Beruf, Familie und Partnerschaft – Ist da noch Platz für Tourette?
Workshop „Oasen – Wochenende für Frauen“
Burnout-Prävention
Alle Konzepte sind auf einen Ressourcenorientierter Ansatz aufgebaut, das bedeutet, man schaut dabei weniger auf die Schwächen und Probleme, sondern eher auf die Stärken und Kompetenzen der Betroffenen bzw. Angehörigen und ihrem sozialen Umfeld.
Die einzelnen Programme der Workshops sind sehr vielfältig, von Naturerlebnissen über Herausforderungen im sozialen Miteinander bis hin zur kreativen Arbeit, Im Mittelpunkt stehen jedoch immer die gemeinsamen Erlebnisse und der Austausch untereinander. Die Teilnehmer nehmen direkt Einfluss auf die Programmgestaltung.
Mehr Informationen: http://www.iv-ts.de/veranstaltung.htm
Alle Workshops finden im IV. Quartal 2009 statt, freie Plätze sind noch vorhanden.
IVTS e.V.
Wittentalstr. 34
79346 Endingen
Tel: 07642 930038
Internet: http://www.iv-ts.de
E-Mail:
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