(openPR) Bizerba präsentiert moderne Wägetechnik auf Hennefer Waagen-Wanderweg
Hennef, 20. Juli 2009 – Mehr als 125 Jahre liegen zwischen der ersten automatischen Chronos-Waage zum totalisierenden Verwiegen von Schüttgütern von 1883 und der modernen Wägetchnik , wie sie der Technologiehersteller Bizerba anbietet. „Heute sind Waagen nicht nur über Daten-Schnittstellen an Logistik-Computer und Zentralrechner angeschlossen, sondern mit eigener Intelligenz ausgestattete Steuerrechner. Das war im 19. Jahrhundert unvorstellbar“, betont Claudia Gross, Director Marketing and Communication bei Bizerba.
Wer sich für die Geschichte des Wiegens interessiert, sollte den Waagen-Wanderweg in Hennef besuchen. Der Weg, der am Rathaus beginnt und am Bahnhof endet, umfasst eine Strecke von circa 2,5 km und führt über 22 Stationen mitten durch die im Rhein-Sieg-Kreis (Nordrhein-Westfalen) gelegene Stadt. Besucher können einen Streifzug durch die Hennefer Industriehistorie machen und sich anhand selbsterklärender Tafeln über die Entwicklung der Wägetechnik informieren. Idee und Konzeption des Waagen-Wanderweges stammen vom Waagen-Experten Wolfgang Euler, der fast 50 Jahre lang im Chronos-Werk tätig war.
Waagen gibt es schätzungsweise seit rund 10.000 Jahren, wobei das Wägegut grundsätzlich per Hand abgewogen wurde. Revolutioniert wurde die Wägetechnik, als Carl Reuther und Eduard Reisert 1883 in Hennef mit der Chronos-Waage die erste eichfähige, selbsttätige Waage der Welt erfanden. Seitdem ist die Entwicklung nicht stehen geblieben.
Die am Adenauerplatz gelegene Station 18 des Waagen-Wanderweges bietet einen detaillierten Einblick in das aktuelle Warenwirtschafts-System von Bizerba. Der Balinger Spezialist für Wäge- und Schneidesysteme, macht mit einer anschaulichen Grafik deutlich, wie heutzutage im Supermarkt die zentrale Erfassung und Abrechnung aller gewichtsvariablen Frischartikel durch und über die Waagen erfolgt. Zunächst gibt es eine Eingangskontrolle, bei der unter anderem Gewicht und Preis einer Ware ermittelt werden. Die bereits vom Hersteller eichfähig gewogenen und geprüften Fertigpackungen werden über Scanner an der Kasse erfasst, die den Kundenbon ausdruckt. Dabei ist die Scannerplatte heute in der Regel die Lastplatte für eine integrierte Waage. „Alle Waagen sind über Server mit einer zentralen Rechnereinheit verbunden. So lassen sich wichtige statistische Daten wie beispielsweise Artikel mit abgelaufenem Verfallsdatum, ausverkaufte Artikel, Gesamtumsatz, Gewinn etc. jederzeit abrufen“, erläutert Gross die Vorteile des hochmodernen Systems.
Wie es überhaupt zur Entwicklung des binären Zahlensystems kam, das bis heute für die Computertechnik unverzichtbar ist, darüber gibt die an der Siegallee gelegene Station 7 Auskunft. Hier ist auch die Analog-Digital-Umwandlung im Wägeterminal Bizerba ST, welches auch als Steuerrechner der zeitgemäßen Nachfahren der Chronos-Waage dient, zu sehen sowie die elektronische Datenübermittlung an einen Laptop.
Der Hennefer Waagen-Wanderweg wird durch die Dauerausstellung „Gewichte, Waagen und Wägen im Wandel der Zeit“ ergänzt, die in der Hennefer Meys Fabrik in der Beethovenstraße zu sehen ist. Unter den zahlreichen Exponaten von alt bis neu befindet sich auch das Wägeterminal Bizerba ST als Annahme- und Verladewaage. „Das Bizerba ST ist das optimale Beispiel für die Riesenfortschritte, die es in der Welt des Wiegens und Wägens von der Frühzeit bis heute gegeben hat“, so Gross.













