(openPR) Die Stimmung in der Automobilbranche bessert sich zwar nur leicht, aber dafür kontinuierlich. Mit 38 Punkten konnte das Vorquartalsergebnis zwar lediglich um drei Punkte nach oben verschoben werden, aber die Erwartungshaltung an das kommende Quartal ist erstaunlich hoch. Offensichtlich zeigen die zunehmend positiveren Wirtschaftsprognosen auch bei den Autoherstellern Wirkung, so dass der Erwartungsindex des FREITÄGER Konjunkturtachos von 29 Punkten im 2. Quartal 2009 auf 36 Punkte nach oben schoss.
Weniger zufrieden zeigte sich die Branche mit dem abgelaufenen Quartal. Von 46 Punkten sank dieser Teil-Index des Konjunkturtachos auf 40 Punkte, obwohl Hersteller, Automobilhandel und die angehängten Banken sich durchaus zufrieden mit dem Quartalsergebnis zeigten. Die Euphorie der Abwrackprämie bleibt offenbar an der Verkaufsfront noch immer stabil.
Aber nicht nur deshalb blicken auch die Fahrzeughersteller stabil zuversichtlich in die Zukunft. Mit der IAA rückt das führende Messeereignis ins Zentrum der Aktivitäten. Die Branche setzt auf die Präsentation neuer und damit verkaufsstimulierender Produkte und hofft so, den nächsten Schritt in der Krisenbewältigung setzen zu können. Zudem die Marketingexperten auf eine weitere Stabilisierung auch der privaten Nachfrage setzen.
Gleiches gilt für Handel und Finanzdienstleister. Beide Branchen erwarten sich auch für das kommende Quartal noch positive Effekte aus dem staatlichen Unterstützungsprojekt. Während bei den Autobanken der Stimmungspegel von 22 Punkten auf 35 Punkte nach oben schoss, entwickelt sich die Zuversicht beim Autohandel etwas konservativer. Von 41 Punkten kletterte der Index um sieben Punkte auf 48 Punkte und nähert sich damit langsam wieder den Werten vergangener Jahre an.
Etwas optimistischer schauen auch die Zulieferer in die Zukunft. Vor einem Quartal noch an der Talsohle des Stimmungsbarometers, keimt allmählich wieder ein Quäntchen Hoffnung auf. Der Erwartungsindex bei den Komponentenherstellern hat sich verdoppelt und auch das Konjunkturtacho-Ergebnis zeigt wieder etwas optimistischer nach oben. Das nährt in der gesamten Branche die Hoffnung auf eine stabilisierende Entwicklung. „Die Lager sind bereits derart stark abgebaut, dass die Hersteller zwingend notwendig die Produktion wieder aufnehmen müssen“, erläutert Jürgen Freitäger, Vorstand der Dr. Freitäger AG, Wiesbaden. Davon profitieren selbstverständlich vor allem die Komponentenhersteller, die ganz dringend bessere Zeiten benötigen.
Insgesamt über 130 Unternehmen aus den Reihen der Automobilhersteller, Automobilimporteure, Automobilzulieferer, Automobil-Finanzdienstleister und Automobilhändler werden vierteljährlich seit über 6 Jahren zu ihrer Bewertung der aktuellen und zukünftigen Geschäftsentwicklung angesprochen. Die Einschätzungen werden skaliert. Die Höchstpunktzahl beträgt 100, der niedrigste Einschätzungsgrad erhält keinen Punkt.







