(openPR) meeco agro AG will sich im landwirtschaftlichen Detailhandel etablieren
„Die Landwirtschaft muss wirtschaftlich erfolgreich sein, damit sie die von ihr verlangten verfassungsmäßigen Leistungen erbringen kann“, so lautet die Präambel auf der Internetseite des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW). Das zum Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartement gehörende Bundesamt verweist in seinem Programm „Agrarpolitik 2011“ darauf, dass gerade im „wirtschaftlichen Bereich die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit die zentrale Herausforderung für die Schweizer Landwirtschaft“ sei. Vergleiche mit dem Ausland zeigten, dass „Schweizer Betriebe wesentlich höhere Kosten ausweisen, was zum einen auf den größeren Einsatz von Arbeit und Kapital, zum anderen aber auf die wesentlich höheren Sachkosten zurückzuführen sei.“
Hier setzt die neu gegründete meeco agro AG mit Sitz in Zug an. „Wir haben uns sehr intensiv mit der Gesamtsituation beschäftigt, bevor wir im Verwaltungsrat den Markteintritt in diesem Segment beschlossen haben“, erläutert Dieter Trutschler, Sales Director der Meeco AG. Gerade die vom BLW 2004 an die SHL in Auftrag gegebene Studie “Preise für landwirtschaftliche Produkte in der Schweiz und in der EU“ kommt sehr eindeutig zu dem Ergebnis, dass die Monopol ähnlichen Strukturen im landwirtschaftlichen Detailhandel ein Hauptgrund für die enormen Preisunterschiede sind. Im Düngemittelbereich beläuft sich dieser Preisvorteil laut Studie in der EU gegenüber dem Schweizer Markt zwischen einem Viertel bis hin zu einem Drittel. Dieses spiegelt sich auch in der Bewertung des BLW wieder, das in seiner Beurteilung feststellt, dass „die Möglichkeiten zur Verbesserung der wirtschaftlichen Ergebnisse und der Wettbewerbsfähigkeit noch nicht ausgeschöpft sind.“
„Wir wollen uns in den nächsten Jahren mit einer neu aufgestellten Mannschaft, die den heimischen Markt mit seinen rund 25.000 Landwirten gut kennt, als neuer Marktteilnehmer im Agrarhandel etablieren und sowohl von Zug als auch von unserer Niederlassung in Bad Ragaz den Markt bearbeiten“, so Trutschler weiter. Als Tochterunternehmen der bisher überwiegend im Solarbereich tätigen meeco AG stehen dem Unternehmen ausreichend Kapazitäten zur Verfügung, um vor allem im Bereich von Produktions- und Hilfsmitteln als auch bei Pflanzenschutzmitteln schnell, zuverlässig und zudem erheblich günstiger den Endverbraucher beliefern zu können. Auch Großhändler und regional tätige Vermittler werden von der meeco agro AG beliefert. Der Schwerpunkt soll aber dennoch beim landwirtschaftlichen Endverbraucher liegen. Da man sich bei den Zugern auch schon vor der BLW-Studie darüber im Klaren war, dass bei einer „systematischen Umgehung des Detailhandels“ wiederum die Abnahme von Agrarprodukten verweigert werden könnte, soll auch der Bereich der Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte in absehbarer Zeit mit angeboten werden.
Die meeco agro AG wird zum 1. August 2009 ihr Geschäft aufnehmen, wobei in der ersten Phase ein Grundsortiment von rund 40 zugelassenen Wirkstoffen in gut 100 unterschiedlichen Mischungen angeboten wird.











