(openPR) In „stürmischen Zeiten“ bleibt die Gesundheit der Mitarbeiter oftmals auf der Strecke. Kontrovers erscheint dazu die Meldung des Bundesgesundheitsministeriums (BMG), dass in den ersten sechs Monaten des Jahres 2009 der Krankenstand in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) durchschnittlich „nur“ bei 3,24 Prozent lag.
Werden die deutschen Arbeitnehmer in der Krise also immer gesünder? Welche Erklärungsansätze können für diesen niedrigen Wert herangezogen werden?
Zum einen kann die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes angeführt werden. In Fachkreisen wird dieses Phänomen des Präsentismus schon lange kritisch betrachtet, da immer mehr Arbeitnehmer trotz gesundheitlicher Beeinträchtigungen am Arbeitsplatz erscheinen. Dass dies langfristig der Gesundheit nicht zuträglich ist, liegt auf der Hand. Motivation, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden werden negativ beeinflusst. Somit kann sich Präsentismus im Betrieb auf den unternehmerischen Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens negativ auswirken.
Zum anderen haben viele Unternehmen erkannt, dass eine nachhaltige Förderung des sogenannten „Humankapitals“ für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens immer entscheidender wird. Durch verschiedenste Maßnahmen wird versucht, Wissen, Fähigkeiten und Einsatzbereitschaft der Menschen in Organisationen stetig zu fördern. Um im heutigen globalisierten Wettbewerb mithalten zu können, werden auch Maßnahmen der Gesundheitsförderung in Betrieben als Baustein in der Personalentwicklung eingeführt.
Natürlich könnten hier genauere wissenschaftliche Studien mehr Aufschluss geben. Letzten Endes kann man jedoch plausibel annehmen, dass der wahre Grund für den aktuell niedrigen Krankenstand durch beide Erklärungsansätze beeinflusst wird.
Wie können Unternehmen, die ein wirkliches Interesse an einer motivierten und gesunden Belegschaft haben, in diesen „stürmischen Zeiten“ effektives Gesundheitsmanagement betreiben?
Aufgrund eines hohen „workloads“ und konjunkturbedingten Einsparungen ist eine intensive und permanente persönliche Betreuung in Gesundheitsfragen heute kaum mehr denkbar. Um dennoch eine optimale Betreuung ohne kostenintensive Personalfreistellung zu gewährleisten, setzen Unternehmen immer öfter auf kombinierte Konzepte aus Beratungsterminen in der Firma und prozessbegleitendem Gesundheitscoaching.
Prof. Dr. Ralf Brand (Leiter Abteilung Forschung & Entwicklung, meisterleistung GmbH und außerdem Professor für Sportpsychologie am Department für Sport- und Gesundheitswissenschaften der Universität Potsdam) meint dazu:
„Wenn man ein solch kombiniertes Konzept noch mit einem sogenannten Monitoringtool – welches dem Träger Auskunft über seine Aktivität und seine Ernährung liefert – verknüpft, dann trägt dies ohne Zweifel dazu bei, dass sich Mitarbeiter bewusster um ihre Gesundheit auch im Alltag kümmern. Und zwar ohne dass für die Unternehmen ein großer zeitlicher Mehraufwand entsteht. Die Mitarbeiter motivieren sich bspw. durch kleine Abteilungswettbewerbe gegenseitig zu mehr Alltagsaktivität. Zusätzlich kann jeder , ob Lagerarbeiter oder Vorstandsvorsitzender, mit Hilfe von Experten sein Ernährungs- und Bewegungsverhalten im Alltag individuell optimieren. Wir nennen dies dann LIFE-Co@ching.“
Nimmt man damit der Krise den Wind aus den Segeln? Höchstwahrscheinlich nicht, jedoch werden der Kapitän und die Matrosen gesünder und motivierter kämpfen, um das Schiff auf Kurs zu halten.













