openPR Recherche & Suche
Presseinformation

HYBRIDAUTO - OPTIMIERTE PERFORMANCE DURCH MAGNET-SIMULATION

09.07.200908:20 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) FORSCHUNGSPROJEKT DER FH ST. PÖLTEN MACHT UMWELTSCHONENDE AUTOS KONKURRENZFÄHIG

St. Pölten, 8. Juli 2009 – Hybrid- oder Elektroautos können durch die Optimierung von Magneten wirtschaftlich konkurrenzfähig werden – das zeigt jetzt ein Forschungsprojekt der Fachhochschule St. Pölten. Darin werden die ideale und somit rohstoffschonende Zusammensetzung und Struktur von Hochleistungsdauer-magneten erforscht, die in Autos eingesetzt werden. Durch den Einsatz von Simulationsmethoden und das Know-how des renommierten und neu gewonnenen Materialforschers Prof. Thomas Schrefl können diese zeit- und kosteneffizient gefunden werden.



Damit Hybrid- oder Elektroautos physisch in Fahrt kommen, benötigen sie Hochleistungsdauermagnete. Damit sie auch wirtschaftlich in Fahrt kommen, benötigen sie jedoch "optimale“ Hochleistungsdauermagnete. Denn das aktuell eingesetzte Magnetmaterial benötigt einen hohen Anteil an Seltenerden, welche knapp und teuer sind. Erst eine gezielte Verringerung bestimmter Seltenerden kann Hybrid- und Elektromotoren wirtschaftlich konkurrenzfähig machen.

Genau das wird das Forschungsprojekt "Green Cars" der FH St. Pölten unter der Leitung von Prof. Thomas Schrefl nun erzielen. Neuartige Computersimulations-Methoden werden eingesetzt, um zu erforschen wie sich die chemische Zusammensetzung und Struktur des Magneten auf dessen Leistung auswirkt. Dadurch soll schließlich herausgefunden werden, wie das magnetische Material so optimiert werden kann, dass es weniger teure Rohstoffe benötigt, aber dennoch höchste Leistung bringt.

HITZIGES ROHSTOFFPROBLEM
Insgesamt enthält ein Elektro- oder Hybridantrieb ca. zwei Kilo magnetisches Material. Die Grundlage bilden derzeit Neodym-Eisen-Bohr Magnete, die im Vergleich zu herkömmlichen Magneten eine weit geringere Masse haben, aber dieselbe Leistung erbringen. Damit die magnetischen Eigenschaften auch bei hohen Temperaturen – wie sie in einem Auto auftreten – gewährleistet sind, wird das Seltenerde-Element Neodym zum Teil durch das Seltenerde-Element Dysprosium ersetzt. Denn dadurch wird das so genannte Koerzitivfeld des Magneten – das die Stabilität gegenüber einer Entmagnetisierung beschreibt – erhöht. Daraus ergibt sich jedoch ein akutes Problem, wie der renommierte Magnetismus-Experte Prof. Schrefl, den die FH St. Pölten vor kurzem zurück nach Österreich holen konnte, erklärt: "Der Dysporsium-Anteil im Erz liegt im Verhältnis zu Neodym bei weniger als 10 Prozent. Die derzeitigen Hochleistungsmagnete für Hybrid- oder Elektroautos enthalten aber einen Dyprosium-Anteil von bis zu 30 Prozent. Dadurch ergibt sich langfristig ein Rohstoffproblem – vor allem in Hinblick darauf, dass in wenigen Jahren alle neu ausgelieferten Autos einen Hybrid- oder Elektroantrieb besitzen werden."

MAGNETISCHES VERSTÄNDNIS
Das Forschungsprojekt "Green Cars" versucht in Kooperation mit der Universität Sheffield (GB) nun herauszufinden, wie sich der Dyprosium-Anteil verringern lässt, ohne die Temperaturstabilität der Magnete zu beeinträchtigen. Ihr Vorteil dabei ist die ausgewiesene Expertise der FH St. Pölten im Bereich der Computersimulation. Diese hilft nun gemeinsam mit der Methode der finiten Elemente das Innere eines Magneten zu verstehen. Dabei werden komplexe Strukturen mit Hilfe des Computers in einzelne Elemente zerlegt, um sie zu berechnen. Prof. Schrefl dazu: "Wir bauen den Magnet im Computer nach und zerlegen die granulare Struktur des Magneten in finite Elemente. Durch die Zerlegung der Mikrostruktur in Millionen von Tetraedern und Prismen ist es möglich die räumliche Verteilung der metallischen Phasen innerhalb des Magneten im Computermodell nachzubilden. Dadurch kann die Auswirkung einer Veränderung des Dyprosium-Anteils auf das Koerzitivfeld des Magneten am Computer simuliert werden." Die Methode der finiten Elemente wurde in der Autoindustrie auch bereits bei Crashtests und Windkanaltests am Computer durchgeführt.

Das Projekt Green Cars führt die Tradition der FH St. Pölten weiter, Computersimulation zur Förderung nachhaltiger Entwicklung einzusetzen – und das sehr erfolgreich. Erst im Jahr 2008 wurde das Projekt Green Dynamics mit dem Green IT Award und dem Umweltpreis der Stadt Wien geehrt. Auch diese Tradition führt Green Cars weiter: Bereits jetzt haben internationale Magnethersteller großes Interesse gezeigt und die FH St. Pölten zur Zusammenarbeit eingeladen.


Pressetext zum Download verfügbar unter: http://www.fhstp.ac.at/aktuelles/Presse/pressemeldungen

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 323231
 997

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „HYBRIDAUTO - OPTIMIERTE PERFORMANCE DURCH MAGNET-SIMULATION“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Fachhochschule St. Pölten GmbH

Bild: Europäische Nacht der Wissenschaft - Forschung zum Anfassen bei der European Researchers‘ NightBild: Europäische Nacht der Wissenschaft - Forschung zum Anfassen bei der European Researchers‘ Night
Europäische Nacht der Wissenschaft - Forschung zum Anfassen bei der European Researchers‘ Night
Jährlich präsentieren wissenschaftliche Institutionen in Europa eine Nacht lang ihre Forschungsarbeit der breiten Öffentlichkeit. Am 27. September ist es in ca. 300 Städten wieder so weit. Als einzige österreichische Forschungseinrichtung wurde die FH St. Pölten von einer Jury ausgewählt, hierzulande ein Programm zu dieser europäischen Nacht der Wissenschaft zu gestalten. In der Innenstadt St. Pöltens werden Projekte und Ideen zur Zukunft des Lebens, des Wohnens, der Gesundheit, der Medien und des Verkehrs vorgestellt. Im österreichischen Ins…
Digitale Medien: Innovation & Ideen für Bits & Bytes
Digitale Medien: Innovation & Ideen für Bits & Bytes
5. Forum Medientechnik der FH St. Pölten blickt in die digitale Zukunft Die Zukunft digitaler Medien wird am 22./23. November in St. Pölten stattfinden. Dort wird sie den Mittelpunkt des Forums Medientechnik bilden, das zahlreiche ExpertInnen aus dem In- und Ausland an die Fachhochschule St. Pölten locken wird. Diese werden bereits zum fünften Mal die Gelegenheit nutzen, ihre kreativen Ideen und technischen Innovationen vorzustellen – und einer kritischen Diskussion auszusetzen. Die enorme Themenspannbreite – von klassischer Musik bis zur Li…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Mit Simulation energieeffiziente Schlüsseltechnologien entwickelnBild: Mit Simulation energieeffiziente Schlüsseltechnologien entwickeln
Mit Simulation energieeffiziente Schlüsseltechnologien entwickeln
… Modellentwicklung und macht obendrein mehr Spaß als das bisherige Vorgehen. Baugruppen lassen sich aus den gängigen CAD-Programmen importieren. Um allen Ansprüchen an Qualität und Performance gerecht zu werden, lässt sich die 3D-Darstellung an die individuellen Erfordernisse anpassen. „Der Schwerpunkt unserer Präsenz auf der diesjährigen Hannover Messe liegt für uns …
Bild: VOLKSWAGEN vertraut auf Virtual Performance Solution der ESI GroupBild: VOLKSWAGEN vertraut auf Virtual Performance Solution der ESI Group
VOLKSWAGEN vertraut auf Virtual Performance Solution der ESI Group
… Die ESI Group (ESIN FR0004110310) gibt bekannt, dass die VOLKSWAGEN AG bei der Simulation von Crash-, Sicherheits- und Belastungstests auf die Virtual Performance Solution Softwaresuite des französischen Software-Entwicklers setzt. Die Virtual Performance Solution umfasst die Module PAM-CRASH und PAM-SAFE sowie die FPM-Technologie (Finite Point Method) …
Bild: Altair zeigt auf der Industriemesse 2014 in Hannover neue Methoden für das simulationsgetriebene DesignBild: Altair zeigt auf der Industriemesse 2014 in Hannover neue Methoden für das simulationsgetriebene Design
Altair zeigt auf der Industriemesse 2014 in Hannover neue Methoden für das simulationsgetriebene Design
… Center“. Folgende Themen sind die Highlights 2014 auf dem Altair Stand der Hannover Messe: - Technologiesymbiose additive Fertigung und bionische Strukturfindung - Performance Driven Composite Design - Schweißnahtkonstruktionen bewerten und optimieren - Thermomanagement vom Bohrhammer bis zur Power LED - Bauteilauslegung und Berechnung in der Konstruktion …
Bild: SPS Conference 2022: VMware zeigt, wie Edge Computing die Digitalisierung der Industrie beschleunigtBild: SPS Conference 2022: VMware zeigt, wie Edge Computing die Digitalisierung der Industrie beschleunigt
SPS Conference 2022: VMware zeigt, wie Edge Computing die Digitalisierung der Industrie beschleunigt
… VMware eine Edge Compute Plattform, die die Virtualisierung der Produktionsumgebung von real-time und non-real-time Applikationen, Edge native und Container Applikationen ermöglicht. Sie liefert die Performance an der Edge, die notwendig ist, um Produktions- und Maschinendaten vor Ort zu analysieren und damit agil und flexibel zu werden. VMware stellt …
Web Server Stress Tool ermöglicht professionelles Benchmarking der Webseiten-Performance
Web Server Stress Tool ermöglicht professionelles Benchmarking der Webseiten-Performance
Optimierte Leistungsfähigkeit eines Webservers ist entscheidend für den Erfolg im Internet-Handel Web Server Stress Tool ermöglicht professionelles Benchmarking der Webseiten-Performance Nürnberg, 04. März 2008 – Mehr als die Hälfte der Deutschen nutzen das Internet heute als Einkaufsplattform – Tendenz steigend. Das stetig zunehmende Online-Geschäft …
SolidWorks Education Edition 2009-2010: Erweiterte CAD-Funktionen und bessere Performance
SolidWorks Education Edition 2009-2010: Erweiterte CAD-Funktionen und bessere Performance
… 2009 – Dassault Systèmes SolidWorks Corp. stellt die neue Version seiner SolidWorks® Education Edition vor. Version 2009-2010 der 3D-CAD-Software bietet 65 % mehr Performance und neue Hilfsmittel, die Lehrer beim Unterrichten in Mathematik und Wissenschaft sowie bei der Vermittlung technischer Begriffe unterstützen. Darüber hinaus vereinfacht die SolidWorks …
Bild: Beschwerdefrei im (Fahrrad)-Sattel: Projekt zur biomechanischen Optimierung der Ergonomie gestartetBild: Beschwerdefrei im (Fahrrad)-Sattel: Projekt zur biomechanischen Optimierung der Ergonomie gestartet
Beschwerdefrei im (Fahrrad)-Sattel: Projekt zur biomechanischen Optimierung der Ergonomie gestartet
… Interaktion zwischen dem Gewebe der Gesäßregion und der Sattel-Auflagefläche relevant sind. 3D-Simulationen der relevanten Körperregionen sollen Daten für biomechanisch und ergonomisch optimierte Sattelformen liefern, die künftig für verschiedene Einsatzbereiche wie Stadt, Gelände oder Rennsport hergestellt werden. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und …
ANSYS präsentiert neue Version seiner führenden Simulationslösungen
ANSYS präsentiert neue Version seiner führenden Simulationslösungen
… und Komplexitäten schnell und exakt festzulegen, unabhängig von den simulierten physikalischen Phänomenen. Darüber hinaus führt ANSYS 15.0 das führende ANSYS-Konzept für High-Performance Computing (HPC) fort und beschleunigt die bisher bereits erstklassige Leistung um den Faktor fünf. „ANSYS 15.0 basiert auf vier Jahrzehnten unserer Führungsrolle im …
Bild: SolidWorks 2010 Produktpalette: Leistungsstarke neue Funktionen für intelligenteres, schnelleres KonstruierenBild: SolidWorks 2010 Produktpalette: Leistungsstarke neue Funktionen für intelligenteres, schnelleres Konstruieren
SolidWorks 2010 Produktpalette: Leistungsstarke neue Funktionen für intelligenteres, schnelleres Konstruieren
… unterstützt von einer aktiven CAD-Anwendergemeinschaft, Inhalten, Technologien und Expertise. Die neue SolidWorks Produktreihe zeichnet sich zudem durch eine größere Funktionsvielfalt und eine bessere Performance aus, da sie - ganz im Sinne der bewährten Tradition von DS SolidWorks - Hunderte von Kunden angeregte Verbesserungen und Erweiterungen enthält. …
Micro Focus SilkPerformer testet Performance von mobilen Web-Applikationen
Micro Focus SilkPerformer testet Performance von mobilen Web-Applikationen
… der führende Anbieter für Modernisierung, Testing und Management von Enterprise-Applikationen, hat mit SilkPerformer ein neues Tool für die Durchführung von Performance-Tests mobiler Applikationen vorgestellt. Die Lösung ermöglicht die Simulation einer Vielzahl unterschiedlicher Typen von Mobiltelefonen wie Android-, iOS- oder Blackberry-Geräten. Laut …
Sie lesen gerade: HYBRIDAUTO - OPTIMIERTE PERFORMANCE DURCH MAGNET-SIMULATION