(openPR) "Die Wertschöpfung der Religion ist eigentlich die Begegnung mit Gott, selbst und direkt. Eine gute Religionslehre zeigt, wie man dazu kommt, Gott zu begegnen. Eine gute Religionsgemeinschaft ist darauf hin organisiert, die Menschen zu einer Begegnung mit Gott zu führen." – So beginnt das erste der drei Bücher, die Rainer Bruno Zimmer gerade im Internet veröffentlicht hat. Er diagnostiziert, dass die organisierte Religion das Geforderte nicht leistet. Deshalb macht er sich auf den Weg, eigene Kompetenz über Jenseitiges zu erarbeiten – als pensionierter Mathematiker und Softwaremanager betont nüchtern. Es gelingt ihm, in populär-philosophischer Sprache viele schwierige Äußerungen der monotheistischen Religion als existenzielle Einsichten plausibel zu machen, und ebenso viele Äußerungen als nichtig zu erweisen.
Zimmer bringt in den Blick: wo es in unserem Dasein etwas gibt, das nicht von dieser Welt ist; was man überhaupt darüber sagen kann; wie Welt dadurch entsteht, dass Gott spricht; wie jeder seine Welt selbst konstruiert; welche Grundzüge unserer Existenz in den Zehn Geboten und im Vaterunser stecken; wie Dreieinigkeit funktioniert; was der Heilige Geist mit dem Turm von Babel zu tun hat; was Seligkeit ist; u.v.a.m. Das alles ist konsistent, und weil jeder selbst eine Existenz hat, kann es jeder auch an sich selbst nachvollziehen, statt Unverstandenes glauben zu müssen.
Mit solcher existenziellen Anfangskompetenz ausgestattet, analysiert Zimmer in seinem zweiten Buch die sachlichen Inhalte von Dawkins' "Gotteswahn". Er zeigt, warum Dawkins in seiner Fehde gegen die organisierte Religion nicht obsiegen kann, und dass auch ein Sieg immer noch keine Begründung für den Atheismus abgeben würde. Zimmer arbeitet überraschend auch heraus, dass Dawkins verbreiteten, existenziell falschen Wissenschaftsphilosophien anhängt, und damit uralte Auffassungen ebenso unbesehen übernimmt, wie er es den naiven Gläubigen vorwirft.
Im dritten Buch kritisiert Zimmer von der gleichen Position her Joseph Ratzingers Jesus-Buch (1.Teil), das ja gleich am Anfang einen Mehrwert jenseits der Menschenworte reklamiert. Zimmer sucht das ganze Werk nach solcher religiöser Wertschöpfung ab, und findet eine Mischung aus: treffenden existenziellen Sichten; Ausführungen, die existenziellen Sichten widersprechen; Ausführungen, mit denen Ratzinger existenziellen Sichten nahe kommt und sie dann doch verpasst; und klaren existenziellen Fehlern. Sehr interessant sind auch die Nebenresultate: Sowohl die Evangelisten als auch Ratzinger verhüllen Existenzielles mit raffinierter Schreibtechnik; die Christologie verhüllt per se, hat aber damit auch Jesu Daseinslehre über die Zeiten gerettet. Und so endet Zimmers drittes Buch mit dem Resümee: "… wer darin [in Ratzingers Buch] den möglichen Mehrwert existenzieller Einsichten erkennen will, der muss ihn schon selbst mitbringen."
Die Titel der drei Bücher von Rainer Bruno Zimmer:
Eigentliche Religion als Wissen vom Dasein
- Der Weg zu existenzieller Kompetenz und religiöser Autonomie
Atheismus, Wissenschaft und (keine) Existenzielle Kompetenz
- Eine kritische Antwort auf Richard Dawkins' Buch "Der Gotteswahn"
Der Mehrwert
- Eine existenzialkritische Antwort auf das Buch: Joseph Ratzinger Benedikt XVI., "Jesus von Nazareth – Erster Teil"
Alle veröffentlicht unter "www.eigentliche-religion.de".








