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Aktionsplan Rheuma 2009

30.06.200914:54 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Bonn, 30.6.2009 - Deutsche Rheuma-Liga wendet sich mit aktuellem Aktionsplan Rheuma 2009 an die politisch Verantwortlichen

Vier Jahre nach der ersten Veröffentlichung präsentiert heute die Deutsche Rheuma-Liga die aktuelle Fassung ihres „Aktionsplans Rheuma“. Vor der Presse in Bonn erläuterte Präsidentin Professor Dr. Erika Gromnica-Ihle die Situation: „Nach wie vor erhalten zu viele rheumakranke Menschen nicht rechtzeitig und nicht ausreichend Hilfe, um ihr chronisches Leiden zu mildern und Schmerzen, drohende Behinderung und Berufsunfähigkeit zu vermeiden.“ Neubetroffene gelangten inzwischen zwar etwas rascher in fachärztliche Hände, aber immer noch seien die Zeiten zu lang, um eine notwendige frühe Diagnostik und Behandlung Neuerkrankter zu gewährleisten.


Aus Sicht der Deutschen Rheuma-Liga müssten häufiger Sonderbedarfszulassungen für die Rheumatologie ausgesprochen werden, um den teilweise herrschenden Mangel an Rheumatologen zu verbessern. „Langfristig fordern wir eine eigene Zulassung für internistische Rheumatologen, unabhängig davon, wie die Zulassung anderer Fachrichtungen in der Inneren Medizin im Versorgungsgebiet aussieht.“ Frühsprechstunden in Rheuma-Ambulanzen und Praxen sowie Schulungen von Hausärzten, der Ausbau der Rheumatologie an Universitäten sowie die verbesserte Information und das partnerschaftliche Miteinander zwischen Ärzten und Patienten sind weitere Anliegen des Verbandes.

Bei der rheumatoiden Arthritis (440.000 Betroffene) dauert es nach den Daten der Kerndokumentation der regionalen Rheumazentren im Mittel 13 Monate bis zum Erstkontakt mit dem internistischen Rheumatologen, bei Morbus Bechterew (340.000 Betroffene) sogar mehr als fünf Jahre. So vergehe wertvolle Zeit, in der die Gelenke durch Entzündungen auf Dauer geschädigt werden. Gromnica-Ihle: „Bei der rheumatoiden Arthritis Neuerkrankter ist heute das Behandlungsziel die Remission, also der Stillstand der Erkrankung. Das kann jedoch nur erreicht werden, wenn die Patienten eine medikamentöse Behandlung innerhalb von drei Monaten nach Beschwerdebeginn erhalten.“

„Mit unserem aktualisierten Aktionsplan wollen wir nicht nur fordern, sondern auch unsere Ideen und jahrzehntelange Erfahrung als Patientenselbsthilfeorganisation einbringen.“ Als Beispiel nennt Präsidentin Gromnica-Ihle das Pilotprojekt „Patient Partners“, das in diesem Jahr an der Universität Düsseldorf begann. Dabei informieren erstmals speziell geschulte Patienten mit rheumatoider Arthritis in einem Sonder-Kurs angehende Mediziner anschaulich über ihre Erkrankung.

Auf Bundesebene wurde der überarbeitete Aktionsplan bereits an die Fraktionen im Deutschen Bundestag, an die Mitglieder des Bundesausschusses für Gesundheit und soziale Sicherung sowie an Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt übersandt. Die Verbände der Deutschen Rheuma-Liga werden insbesondere die Zeit vor der Bundestagswahl nutzen, um Bundestagsabgeordnete vor Ort mit dem Aktionsplan Rheuma 2009 auf die Interessen und den Bedarf rheumakranker Menschen aufmerksam zu machen.

Die Deutsche Rheuma-Liga ist der größte Patientenverband in Deutschland. 1970 gegründet vertritt der Verband die Interessen von über 250.000 Mitgliedern in 16 Landes- und drei Mitgliedsverbänden. 8.000 ehrenamtliche Helfer leisten vor Ort Hilfe zur Selbsthilfe. Die Verbände informieren und beraten Betroffene unabhängig und frei von kommerziellen Interessen.

Weitere Informationen und den vollständigen Aktionsplan Rheuma gibt es im Internet: www.rheuma-liga.de

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