(openPR) Rheuma ist keine Frage des Alters
Deutsche Rheuma-Liga startet neue Kampagne zum 40-jährigen Jubiläum 2010
Bonn, 5. Oktober 2009. Das diesjährige Motto zum Welt-Rheuma-Tag am 12. Oktober 2009 lautet „Rheuma – keine Frage des Alters“. Damit wollen die Verbände der Deutschen Rheuma-Liga gegen das immer noch weit verbreitete Vorurteil zu Felde ziehen, dass Rheuma eine Erkrankung des reiferen Alters sei. Immer noch ist das Wissen über die vielgestaltigen Rheumaformen gering und gerade jüngere Betroffene stoßen oft auf Unverständnis. Mit neuen Plakatmotiven, die ältere und jüngere Menschen im Paar zeigen, klärt der Verband auf und läutet zugleich das 40-jährige Jubiläum im Jahr 2010 ein. Mehr über „Menschen mit Rheuma“ und ihre Geschichten gibt es im Internet: www.rheuma-liga.de
Johanna war sechs, als sie mit dick geschwollenem Knie die Diagnose Juvenile idiopathische Arthritis erhielt. Heute ist sie 27 und das Rheuma ist nicht wegzukriegen. Ingo war immer sportlich aktiv bis ins hohe Alter. Mit 68 hatte er plötzlich heftige Schmerzen in Armen und Beinen und konnte sich kaum bewegen. Polymyalgia rheumatica diagnostizierte der Rheumatologe. Johanna und Ingo, zwei Menschen mit Rheuma, jung und alt. Gemeinsam mit anderen Betroffenen haben sie der neuen Kampagne der Deutschen Rheuma-Liga ihr Gesicht und ihre Geschichte gegeben. Denn sie wollen, dass die Gesellschaft mehr erfährt über Rheuma und wie man damit lebt. “Die meisten entzündlich-rheumatischen Erkrankungen treten erstmals im Alter zwischen zwanzig und fünfzig auf,“ erklärt Rheumatologin Professor Erika Gromnica-Ihle, Präsidentin der Deutschen Rheuma-Liga. „Meist sind es sehr ernst zu nehmende Krankheitsbilder mit oft schweren Folgen für die Betroffenen.“
240 Tausend junge Erwachsene leben in Deutschland mit einer chronischen entzündlichen Rheumaerkrankung. Einige Rheumaformen, wie die Polymyalgia rheumatica, treten hingegen erst im Seniorenalter auf. Gromnica-Ihle: „Arthrosen und Osteoporose sind ebenfalls Erkrankungen der älteren Menschen. Hier sind Millionen betroffen.“
Andauernde Schmerzen und immer wiederkehrende Krankheitsschübe belasten Alltag, Beruf, Familie und Partnerschaft. Die Deutsche Rheuma-Liga hilft mit Experten und ehrenamtlicher Beratung, Seminaren, Bewegungs- und Schmerzbewältigungsangeboten und umfangreichem Informationsmaterial.
Die Deutsche Rheuma-Liga ist mit 250.000 Mitgliedern die größte Patientenorganisation in Deutschland. Mehr als 8.000 Ehrenamtliche sind in den 16 Landesverbänden und drei Mitgliedsverbänden engagiert. Am 9. Dezember 2010 feiert der Bundesverband das 40-jährige Gründungsjubiläum. Auch daran wird mit Plakaten, Festveranstaltungen und weiteren Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit in den kommenden Monaten erinnert.
Der Welt-Rheuma-Tag wurde erstmals 1996 von der Arthritis and Rheumatism International (ARI) ins Leben gerufen, der internationalen Vereinigung von Selbsthilfeverbänden Rheumabetroffener. Ziel ist es die Anliegen rheumakranker Menschen an diesem Tag in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken. Die Deutsche Rheuma-Liga hat den Jahrestag in Deutschland erstmals 2005 eingeführt und begeht den 12. Oktober seitdem stets mit einem besonderen Motto und einem Kampagnenschwerpunkt.








