(openPR) Zahlreiche Haushalte in Mitteldeutschland sollen ab 1. Juli deutlich mehr für Strom bezahlen. Die envia M schafft den Tarif \"vario\" ab, das Tochterunternehmen von RWE stuft die Kunden stattdessen automatisch in den teureren Tarif \"ProKlima 2011\" ein. Müssen sich Privathaushalte dieses Verhalten gefallen lassen?
Typische Fragen zu den hohen Strompreisen
Wer ist von der aktuellen Tarifumstellung betroffen?
Die angekündigte Tarifänderung für Strom zum 1. Juli 2009 gilt für alle Kunden in Mitteldeutschland, die bisher Strom zum \"vario\"-Tarif bezogen haben. Wer als Kunde nichts weiter veranlasst wird von envia M automatisch in den deutlich teureren Tarif \"ProKlima 2011\" eingestuft.
Die Verbraucherschützer haben dieses Vorgehen des Versorgungsunternehmens kritisiert und empfehlen betroffenen Verbrauchern den Preisvergleich mit anderen Versorgern.
Wie werden sich die Strompreise künftig entwickeln?
Experten rechnen weiterhin mit steigenden Preisen für Energie. Investitionen in neue Kraftwerke und Erneuerbare Energien werden zu deutlichen Kostenerhöhungen führen und voraussichtlich weiterhin steigende Strompreise bewirken.
Problematisch ist, dass ein Großteil des Stroms in Deutschland von den vier großen Konzernen produziert wird, u.a. von RWE, dem Mutterunternehmen der envia M. Aktuell untersucht das Bundeskartellamt die Preispolitik der Stromproduzenten.
Müssen Kunden die erhöhten Preise ohne Widerspruch hinnehmen?
Nein, durch die Tarifänderung hat der Kunde ein Sonderkündigungsrecht. So kann er problemlos zu einem günstigeren Versorger wechseln. Verbraucherzentralen zwiefeln zudem an der Wirksamkeit der Tarifänderung. Nur durch einen Anbieterwechsel können die Kunden ihre Marktmacht nutzen und ihren Protest gegen die Preispolitik des örtlichen Versorgers ausdrücken. Außerdem sparen private Haushalte dadurch oft eine beträchtliche Summe.
Wie viel lässt sich mit einem anderen Anbieter sparen?
Die Stromkosten lassen sich durch einen Wechsel des Energieversorgers oft um mehrere hundert Euro reduzieren. Die konkrete Ersparnis hängt vom eigenen Stromverbrauch ab. Im Internet ermitteln diverse Vergleichsportale die besten Angebote. Kunden benötigen hierzu nur ihre Postleitzahl und den ungefähren Jahresverbrauch.
Im Mai errechneten die Tarifexperten von www.toptarif.de für Kunden der envia M ein ordentliches Sparpotenzial. So spart eine Familie mit 4000 Kilwattstunden Jahresverbrauch mehr als 340 Euro, selbst wenn envia-Kunden vom günstigsten Tarif der RWE-Tochter zum Prepaid-Angebot von FlexStrom wechseln.
Kann es beim Wechsel zu technischen Problemen kommen?
Auf keinen Fall. Der problemlose Wechsel ist gesetzlich garantiert. Zu keinem Zeitpunkt wird die Stromversorgung unterbrochen. Es sind auch keine Arbeiten am Stromabschluss notwendig, der alte Zähler wird weiterhin genutzt. Es ändert sich also gar nichts am Anschluss des Kunden.
Weist Strom von anderen Anbietern Qualitätsunterschiede auf?
Nein. Strom ist ein Produkt mit einheitlicher Qualität. Nach dem Anbieterwechsel erhält der Kunde garantiert Strom gleicher Qualität wie vorher. Der neue Anbieter leitet lediglich an anderer Stelle den Strom in die Netze ein. An der Versorgungssicherheit ändert sich also nichts.
Gibt es umweltfreundlichen Strom ohne CO2-Ausstoß?
Einige Stromanbieter bieten reine Ökostrom-Tarife an. In diesem Fall garantiert der Anbieter, dass für den vom Kunden benötigten Strom ausschließlich Strom aus umweltfreundlichen Energiequellen in die Netze eingespeist wird, z.B. aus Sonnen-, Wind- oder Wasserenergie. Der Strom aus der heimischen Steckdose bleibt zwar derselbe, doch insgesamt wird so der Anteil umweltschonender Energie-Gewinnung erhöht.
Was sind unabhängige Anbieter?
Einige Marken, die derzeit massiv mit Werbung auf sich aufmerksam machen, sind Ableger von großen Stromkonzernen. So gehört Yello zur Energie Baden-Württemberg, eprimo zu RWE und E wie Einfach ist ein Tochterunternehmen des Energieriesen E.ON. Der niederländische Versorger Nuon soll zudem vom Vattenfall-Konzern übernommen werden. Die Erlöse dieser Marken landen letzten Endes wieder in den Kassen der marktbeherrschenden Konzerne.
Unabhängige Anbieter hingegen gehören nicht zu einem der vier großen Konzerne. Sie versuchen am Markt den besten Preis für ihre Kunden herauszuholen. Stadtwerke sind übrigens in den wenigsten Fällen unabhängig. Oft halten Konzerne oder Kommunen strategische Beteiligungen an ihnen und beeinflussen so die Preispolitik.
Wie kompliziert ist der Anbieterwechsel?
Für den Kunden ist der Anbieterwechsel ganz unkompliziert. Hat er sich für einen neuen Versorger entschieden, so muss er sich dort nur kurz anmelden. Dazu reichen die persönlichen Daten und die Nummer des Stromzählers. Der neue Anbieter übernimmt dann sämtliche Formalitäten, auch die Abmeldung beim bisherigen Versorger. Der Kunde selbst braucht nichts weiter zu tun.
Fallen Wechselgebühren an?
Nein, der Wechsel ist garantiert kostenlos. Auch danach kommen keine zusätzlichen Gebühren, etwa für die Zählermiete oder Ähnliches hinzu.
Wann fließt der neue Strom?
Der Wechsel des Anbieters dauert meist etwa acht Wochen. Das Prozedere der Ummeldung ist bis ins kleinste Detail geregelt. Der Kunde wird damit nicht behelligt, denn die Formalien machen die Stromlieferanten unter sich aus. Die Lieferung des neuen Stromanbieters beginnt in der Regel am Monatsersten.
Mehr Informationen im Internet:
www.check24.de
www.FlexStrom.de
www.Oeko-Flex.de
www.toptarif.de
www.verivox.de
www.verbraucherzentralen.de
Kostenfreie Grafiken zum Thema Stromanbieter-Wechsel finden Sie hier: www.FlexStrom.de/bildarchiv.php









