(openPR) Karlsruhe, 25. Juni 2009. Am gestrigen Mittwoch, 24. Juni, traf sich der Mieter- und Bauverein Karlsruhe eG (MBV) zu seiner jährlichen Vertreterversammlung. Punkte auf der Tagesordnung waren nach der Begrüßung durch den Aufsichtsratsvorsitzenden Horst Dieter Bertsche unter anderem die Entlastung des Vorstandes und des Aufsichtsrates, die Wahl der Aufsichtsratsmitglieder, die Vorlage und die Feststellung der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung und des Lageberichtes für das Geschäftsjahr 2008. Positiv für den MBV: Mit einem erzielten Jahresüberschuss von rund 1,3 Millionen Euro sowie konstant guten Zinssätzen für die 25.146 Sparkonten, stellt sich das Unternehmen auch in der heutigen Zeit als krisenfeste Institution in Karlsruhe dar.
Jürgen Dietrich, Vorstand des Mieter- und Bauvereins, erläuterte die Zahlen des Geschäftsberichts 2008 für die 61 anwesenden Vertreter. Daraus ergab sich, dass 89 Prozent des Vermögens in Grundstücken und Wohnbauten liegen – immerhin 6.971 Mieteinheiten. Während das Eigenkapital 53,8 Millionen Euro beträgt, liegt das Fremdkapital bei rund 224 Millionen Euro. Die größte Position hierbei: Die Spareinlagen der Mitglieder des MBV, die sich im Geschäftsjahr 2008 leicht vermindert haben. Sie werden ausschließlich als Finanzierungsmittel für den eigenen Wohnungsbestand eingesetzt und sind durch den Immobilienbestand und die Mieterträge abgesichert. Trotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage und Krisenzeiten kann der MBV einen Jahresüberschuss in Höhe von 1,3 Millionen Euro ausweisen. Davon werden 1 Million Euro an die Mitglieder ausgeschüttet, 0,3 Millionen Euro den Rücklagen zugeführt.
Gesetzliche Prüfung ohne Beanstandungen
„Die Erhöhung des Fremdkapitals, also der Schulden des Unternehmens, sind zu großen Teilen auf das Altenpflegeheim ‚Haus Karlsruher Weg’ und das Modernisierungsprogramm zurückzuführen“, so Jürgen Dietrich. Für Instandhaltung und Modernisierung gab der MBV rund 16 Millionen Euro, also etwa 60 Prozent aller eingenommenen Mieten, aus. Im Jahr 2008 unterzog sich der Mieter- und Bauverein außerdem der gesetzlichen Prüfung durch den Verband baden-württembergischer Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V.. Darüber hinaus nahm der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates 68 Prüfungstermine wahr. Nun konnte in der Vertreterversammlung offiziell bekannt gegeben werden, dass die gesetzliche Prüfung zu keinerlei Einwänden geführt und somit alle Angaben zur wirtschaftlichen sowie finanziellen Lage des MBV bestätigt hat.
Mieterhöhungen, angepasst an Wohnqualität
Trotz vieler positiver Nachrichten auf der Vertreterversammlung wird ab Oktober 2009 eine Anpassung der Mieten notwendig. „Wir müssen weiterhin in der Lage sein, unser Eigenkapital zu stärken“, erklärte Dietrich den Anwesenden, „denn nur dann können wir den Kurs der Instandhaltung beibehalten. Ohne diese Maßnahmen nehmen wir eine Verschlechterung vieler Objekte in Kauf und können die Vermietungen nicht mehr sicherstellen.“ Und weiter: „Wir werden die Mietanhebungen nicht in einem Pauschalaufschlag vornehmen, sondern nach Wohnqualität differenzieren. Dass ein Unterschied zwischen einer Wohnung im Erdgeschoss mit Parkplätzen vor dem Fenster oder einer Wohnung mit Balkon und im Grünen liegt, sollten wir unbedingt auch in unseren Mieten beachten!“ Nach wie vor werden die Mieten deutlich unter den üblichen Vergleichsmieten liegen. Die allgemeine Mieterhöhung ist die erste nach 3,5 Jahren konstanter Mieten.
Entlastung des Vorstands und Neuwahl des Aufsichtsrates
Neben der Bekanntgabe der Zahlen aus dem Geschäftsjahr 2008 stand noch eine wichtige Entscheidung auf der Tagesordnung: die Wahlen der Aufsichtsratsmitglieder. Nach langen Jahren des Engagements wurden Gert Gosses und Kurt Axtmann verabschiedet. Jürgen Dietrich dankte ihnen im Namen aller Vertreter für ihren großen Einsatz beim MBV. In seinem Amt bestätigt wurde Christian Müller. Neu gewählt und damit ab sofort Mitglieder des Aufsichtsrates sind Klaus Riedling und Herbert Schindler, beide Vertreter aus dem Wahlbezirk Rheinstrandsiedlung. Der Vorstand des MBV, bestehend aus Jürgen Dietrich, Gerhard Damian, Klaus Wehrle, Lothar Gall, Peter Funk und Stephan Heizmann, wurde einstimmig entlastet.







