(openPR) 25. 07. - 29. 08. 2009 - Vernissage am 24. Juli, 18-22 Uhr
mit einer Performance von Anna-Maria Sommer
Die janinebeangallery präsentiert in der Ausstellung „Ich verdopple, Schätzchen“ erstmalig Arbeiten von Iva Vacheva und Christopher Eymann. Der Titel der Ausstellung weckt Assoziationen zum Glücksspiel, diesem ähnlich sehen Vacheva und Eymann ihre Existenzen als Künstler als prekär und riskant. In dieser Hinsicht finden sich in den gezeigten Werken autobiographische Ansätze wieder, die auf einen allgemein gültigen Nenner gebracht werden.
Christopher Eymanns Bilder zeigen vordergründig Idylle, die jedoch entweder ihren Verfall ankündigen oder schon in ihm begriffen sind. So oder so ist der Part an Harmonie in diesen Abbildungen doppeldeutig und trügerisch.
Solche Brisanz ähnelt nicht nur der Zweischneidigkeit eines Glücksspiels, sondern trägt in der Konsequenz Christopher Eymanns schon selbstmörderische oder gar apokalyptische Züge.
Unübersehbar in den Werken Iva Vachevas ist die Thematisierung von Exzess und Rausch. „Verdoppeln“ steht hier für exponentiale Steigerung und Maßlosigkeit. Deutliche Bezüge zum Barock wie Gold als Farbe und Perücken bekräftigen die hysterisch-euphorischen Gestalten, die einen Triumph der Materialität zu feiern scheinen. Spätestens der Hintergrund dieser Figuren führt deren Zustand jedoch ad absurdum, nämlich in den Untergang der materiellen Merkmale ihrer Gier.
Gemeinsam ist den Werken beider Künstler die Idee der Fragilität (Eymann) und der sich vollziehenden Auflösung (Vacheva) von gesellschaftlichen oder allgemeinen Mißständen. Mithin bebildern die Künstler zwei direkt aufeinander folgende Stufen desselben Prozesses von Verfall.











