(openPR) Meilensteine auf dem Weg zu einer nachhaltigen Mobilität
Einsparungen beim Kraftstoffverbrauch in Verbindung mit einer Verringerung der Schadstoffemissionen haben in den vergangenen Jahren bereits den Weg zu umweltfreundlicheren und damit nachhaltigeren Automobilen eingeleitet. Über die künftigen Ziele sprach Dr.-Ing. Marcus Prochaska anlässlich des von der Informationstechnischen Gesellschaft im VDE (ITG) organisierten Fachsymposiums ISTET 2009 (XV International Symposium on Theoretical Electrical Engineering) in Lübeck. Als besondere ingenieurtechnische Herausforderung bezeichnete Prochaska die fortlaufende Optimierung sämtlicher Komponenten im Bereich der Fahrzeugelektronik sowie verbesserte Telematikkonzepte.
In den vergangenen Jahren hat sich die Elektronik zur Schlüsseltechnologie für Innovationen im Automobil herauskristallisiert. Ging es zunächst vorrangig um Eigenschaften wie Fahrkomfort, Sicherheit und Sportlichkeit, so wird die Elektronik im Automobil heute aus gutem Grund als eine Art Generalschlüssel auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Mobilität betrachtet.
„Ein Beispiel liefert die Reduzierung des Rollwiderstandes mit Hilfe moderner Elektronik“, erläuterte Prochaska. Mit Hilfe eines Reifendruck-Managementsystems sei es heute bereits möglich, den Treibstoffverbrauch deutlich zu senken. Ein weiteres Beispiel für mehr Nachhaltigkeit liefere die verbesserte Kontrolle des Verbrennungsprozesses. Dies erfordere unter anderem die Entwicklung kontaktloser Sensoren, um den Verbrennungsprozess zu optimieren.
Erfolg versprechend ist unter anderem das Konzept der homogenen Verbrennung (HCCI = Homogeneous Charge Compression Ignition), welches die Vorteile von Dieselmotoren mit einem geringer Treibstoffverbrauch und mit dem besseren Schadstoffverhalten der Ottomotoren kombiniert. Auf der Basis eines bereits vorhandenen Einzylinder-Konzeptmotors, an dem die grundsätzliche Machbarkeit gezeigt wurde, entwickelt ein Konsortium aus vier Unternehmen und zwei Forschergruppen der Technischen Universität Berlin zurzeit einen ersten Prototyp eines Vollmotors.
Auch die Telematik bietet Optimierungspotenziale
Prochaska zufolge bietet nicht nur das Automobil Raum für Verbesserungen. Vielmehr sollte seiner Einschätzung zufolge auch der gesamte Bereich der Telematik im Hinblick auf Optimierungspotenziale ausgelotet werden. So sind telematische Systeme einerseits in der Lage, den Fahrkomfort und Verkehrssicherheit zu erhöhen, sie können andererseits aber auch Verkehrströme überwachen und den Verkehrsfluss regeln. Dies wiederum führt zu einem geringeren Energieverbrauch und zu deutlich reduzierten Emissionen.
Um eine nachhaltige Mobilität zu erreichen, müssen demnach sowohl Verbesserungen in den Fahrzeugen als auch beim Verkehr angestrebt werden. Vor diesem Hintergrund sind Halbleiter von größter Bedeutung, da künftige Verbesserungen mechanischer Systeme nur dann von Erfolg gekrönt sein werden, wenn geeignete elektronische Sensoren und Kontrollsysteme verfügbar sind. Prochaska im Klartext: „Verbesserte Netzwerke und eine neue Generation von Sensoren sind die wichtigsten Schlüssel zum Erfolg.“













