(openPR) Karlsruhe, 15.06.2009 - Deutschlands Erdgas-Versorger verschenken enorme Potenziale, weil sie nicht alle Chancen der webbasierten Kommunikation nutzen und zu wenig nach Corporate Web-Prinzipien arbeiten. Das ist das zentrale Ergebnis der „EVU-Webstudie 2009“ der Energos Software Consult GmbH, für die insgesamt 748 Webauftritte ausgewertet worden sind. Fazit: Der Gesamterfüllungsgrad der Studienkriterien ist eher mittelmäßig.
Im digitalen Informationszeitalter wird die Website eines Energieversorgers zu einem zentralen Instrument der Kundenbindung, Neukundengewinnung und strategischen Marktbearbeitung. Eine Vielzahl an Studien hat bereits das Internetangebot von Stromhandelsgesellschaften untersucht. Doch was ist mit Erdgas?
Die Vermarktung von Erdgas unterliegt ganz speziellen Marktgrundsätzen. Zudem muss sich der beliebte Energieträger künftig stärker gegenüber anderen Konkurrenzenergieträgern, wie Heizöl oder Festbrennstoffen, behaupten. Die Webstudie der Energos Software Consult GmbH hat im Rahmen einer Totalerhebung erstmalig das Webangebot der Energiewirtschaft bezüglich des Energieträgers Erdgas untersucht. Die „EVU-Webstudie 2009“ der Energos Software Consult GmbH, die im Zeitraum von Oktober 2008 bis März 2009 erhoben wurde, untersucht das Internetangebot der Erdgashandels- und Erdgasnetzgesellschaften hinsichtlich ihres Informationsangebotes und ihrer vertrieblichen Ausrichtung auf den so genannten „Endkunden“ und/oder den potenziellen Erdgasinteressenten. Die Resultate zeigen auf eindrucksvolle Weise Schwächen, aber auch Stärken und Potenziale auf.
Ergebnisse auf einen Blick
Die besten Werte erzielt die Anwendersteuerung (Usability). Das Schlusslicht bilden ausgerechnet die strategisch wichtigen Bereiche Medienkommunikation sowie Kunden- und Produktkommunikation. So bieten lediglich 12 % einen virtuellen Pressebereich an. In der Kundenkommunikation verfügen zwar 72 % der untersuchten Webangebote über Ansprechpartnerlisten, aber nur 31 % bieten themenbezogen konkrete Ansprechpartner an. Bei der Präsentation des Produktangebotes fehlt oft die Servicekomponente, denn nur 7 % der Unternehmen präsentieren Produktangebote mit Serviceleistungen. Ergänzende Produktangebote sind - abgesehen von Informationen über Erdgasfahrzeuge und Förderprogramme - eher Mangelware. 54 % der Unternehmen halten nur spärliche Informationen zum Geräteeinsatz des Multitalentes Erdgas bereit.
Service wird prinzipiell groß geschrieben. So offerieren 76 % der Erdgashandels- und Mischunternehmen Onlineservices. Dennoch schaffen es nur wenige Unternehmen, ihre Servicebereitschaft und Kundenfreundlichkeit überzeugend via Website darzustellen.
Eine sympathische Unternehmensdarstellung macht das Unternehmen zur „Marke des Vertrauens“. Doch viele Unternehmen begnügen sich mit historischen Fakten oder Beschreibungen der Unternehmenstätigkeit, anstatt über ihr regionales Engagement oder die eigene Bedeutung als regionaler Wirtschaftsfaktor zu berichten. Dickes Manko: 15 % der untersuchten Websites verzichten komplett auf eine Unternehmensdarstellung. Deshalb, keine falsche Bescheidenheit: „Tue Gutes und rede darüber!“
Fazit für motivierte Web-Strategen: Klotzen, nicht kleckern!
Rudolf Greb, Geschäftsführer der Energos Software Consult GmbH, zieht das folgende Fazit: „Die EVU-Webstudie 2009, die periodisch wiederholt wird, zeigt klar, dass Unternehmenswebsites konsequent in Richtung kundenorientierte Service-Website weiterentwickelt werden müssen. Die Schlüsselworte sind „personalisierte Energieberatungs-Dienstleistungen“, „passwortgeschützte Online-Services“ und eine „prozessorientierte Website-Evaluation“. Allen Energieversorgern empfehle ich beim E-Business: Klotzen, nicht kleckern! Die Energos Software Consult GmbH unterstützt Energie-Professionals methodisch mit attraktiven Instrumenten zur praxisgerechten Umsetzung der webbasierten Unternehmensziele: Von mehrdimensionalen Analysen und Checklisten über Benchmarks bis hin zur prozessorientierten Web-Evaluation. Die Unternehmenswebsite ist zu wichtig, um sie dem Zufall zu überlassen. Unser Vorschlag lautet deshalb: Corporate Web mit Köpfchen - unter Beachtung der individuellen Ressourcen eines Unternehmens, versteht sich!“














