(openPR) Praxis zeigt eine andere Entwicklung
Oft entsteht diese Frage bei der zukünftigen Neuausrichtung der Fremdreinigung in den kommunalen Verwaltungen.
Die KGST und andere Fachverbände gaben schon im Jahre 2003 eine Empfehlung, zukünftig in den Verwaltungen die ergebnisorientierte Reinigung zu überprüfen und ggf. einzuführen. Hierfür stellt die KGST auch ein Tool in Form einer CD für die Verwaltung zur Verfügung.
Aber, was ist das für eine Reinigung?
Die Grundlage für diese Art der Unterhaltsreinigung ist nicht das Leistungsverzeichnis im herkömmlichen Sinne, sondern die vordefinierten Qualitätsstandards. Am Anfang des Vertragsverhältnisses werden mit dem Kunden Qualitätsstandards für verschiedene Arten von Räumen festgelegt. Es obliegt dann dem Dienstleister, mit geeigneten Mitteln und entsprechenden Arbeitskräften diesen Zustand herzustellen. Die Zeiten für die Reinigung werden in der Regel mit vereinbart.
Für dieses Reinigungssytem sind besonders sehr gut geschultes Personal und ein entsprechendes Qualitätsmanagementsystem die Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung. Die Reinigung bietet die Möglichkeit, vorhandene Ressourcen flexibler in den Objekten einzusetzen. Bei Nichtnutzung der Räumlichkeiten kann teilweise auf die Reinigung verzichtet werden und bei sehr hoher Frequentierung kann ein erhöhter Reinigungszyklus zur Anwendung kommen. Durch die vertraglichen Qualitätsstandards im Dienstleistungsvertrag entstehen keine subjektiven Eindrücke.
Sollte der Trend nicht bei diesen klaren Vorteilen zur ergebnisorientierten Reinigung gehen?
Die Praxis zeigt aber eine andere Entwicklung in den Kommunen. Dieses hängt mit drei unterschiedlichen Faktoren zusammen.
1. Es gibt einen enormen hohen Wettbewerbsdruck im Reinigungsfachgewerbe.
Im Jahre 1995 erzielten knapp 5000 Unternehmen einen Jahresumsatz von ca. 5 Mrd. Euro und im Jahre 2008 sind es bei ca. 23.000 Unternehmen ca. 11 Mrd. Euro.
2. Die nachgelagerten Investitionen in den Kommunen in dem Bereich Personal und der Immobilienausstattung.
3. Die verbesserten Qualitätssicherungssysteme wie eQSS oder andere Systeme die am Markt derzeit verfügbar sind.
Gerade die letzten beiden Punkte machen eine ergebnisorientierte Reinigung immer unattraktiver. Die geringen Budgetmittel führen dazu, dass die eingesetzten Reinigungsmethoden der Dienstleister konträr zu den Anforderungen der Objekte stehen. Dieses führt immer wieder zu vorzeitigen Austausch von Bodenbelägen oder anderen Inventar. Auch die Mitarbeiter werden durch die geringen Budgetmittel nicht im vollen Umfang im Unternehmen der Dienstleister beschäftigt, so dass trotz Entsendegesetzt die Mitarbeiter ergänzende Sozialleitungen von der Kommune beziehen müssen.
Eingesparte Kosten der Kommune gehen hierbei schnell verloren.
Anders bei der klassischen Grund- und Unterhaltsreinigung mit anschließender Qualitätssicherung. Hier wird sehr individuell auf die Bedürfnisse der Nutzer und der Immobilie eingegangen. Zusätzlich werden durch die Leistungsverzeichnisse nicht nur die Leistungen pro Quadratmeter festgeschrieben, sondern auch der Stundenverrechnungssatz, die Reinigungsintervalle und die zur Verfügung gestellten Reinigungsstunden der Dienstleister. Zu den täglichen Kontrollen der Dienstleister in den Verwaltungen werden die Leistungen der Reinigungskräfte auch noch durch die vierteljährige, externe Qualitätsfremdüberwachung vor Ort kontrolliert. Die Fremdüberwachung gibt ein klares Ergebnis für die Vertragspartner vor. Auseinandersetzungen entfallen, da die Reinigungsqualität objektiv dokumentiert wird. Der Dienstleister kann wieder als Fachdienstleister tätig werden und die Kommune bei der Reinigung optimal betreuen.
Abschließend möchte ich darauf hinweisen, dass heute schon jede dritte europaweite Ausschreibung der Reinigungsleistung in der Kommune mit einer Qualitätsfremdüberwachung oder einem Qualitätssicherungssystem ausgeschrieben wird. Die Vergabe von Reinigungsaufträgen sollte grundsätzlich als Investition gesehe












