(openPR) "Stoff für Träume" - unter diesem Titel wird in der GALERIE Supper das Werk zweier Künstler in einer gemeinsamen Ausstellung vereint: Naokos Frauenbilder und die Radierungen von Karin Kneffel.
Die jeweils üppig komponierten, schön und prächtig anzuschauenden Bilder ziehen den Betrachter unmittelbar durch den direkten Ausdruck in ihren Bann. Doch ist die vorgegebene Welt in diesen Arbeiten brüchig, die Wahrnehmung der Wirklichkeit wirft Fragen auf.
Im Zentrum der realistischen Malerei von Naoko (*1960 Nagoya, Japan) steht farbgewaltig und glorifizierend die Darstellung des Weiblichen: Auf großen Formaten schafft er Frauenfiguren, die enthüllt und zugleich verhüllt zwischen Heiliger und Sünderin changieren. Der Künstler verwebt Figur und Grund miteinander. Seine Frauen werden von abstraktfloralen Ornamenten, von stilisiert Gegenständlichem und Symbolhaftem vielfarbig eingesponnen und überlagert. Dabei nimmt er Motive und Symbole verschiedenster Kulturkreise auf und erreicht so eine lebendige Gesamtkomposition aus spannenden Überschneidungen und Brüchen.
Die Bilder von Karin Kneffel (*1957, Marl) faszinieren durch ihren Illusionismus und die sinnliche Schönheit: In bestechender technischer Präzision formuliert die Professorin für Malerei und Grafik der Akademie der Bildenden Künste München menschenleere, bürgerliche Intérieurs, die mit Tieren oder ornamentreichen Teppichen dekoriert sind sowie Früchte und portraithafte Tierköpfe. Der nahsichtige Blick, die besonders gesetzten Bildausschnitte, Spiegelungen und Kompo- sitionen lassen das Gewöhnliche ungewöhnlich erscheinen und regen den Betrachter zu Zweifel über die dargestellte Realität an, schaffen so wiederum Distanz.













