(openPR) Es ist immer wieder erstaunlich, mit welcher Nachhaltigkeit die Meinung zu thermischer oder chemischer Desinfektion vertreten wird. Dabei ist deren Problematik so einfach zu erklären.
Dazu wird Dr. Erdinger, Privatdozent an der Universität Heidelberg, zitiert:
0,2 mg/l Chlor im Trinkwasser schaden nicht, aber sie nutzen auch nichts. Zur Abtötung von Legionellen in Amöben werden 3 mg/l Chlor und mehr benötigt. Problem ist, dass Legionellen sich nur in Amöben stark vermehren. Dabei sind Amöben-Zysten durch ihre resistente Hülle noch schwerer zu knacken.
Ein zynischer Vergleich liegt nahe:
Sie kaufen einen Biosalat und waschen ihn dann vor dem Verzehr mit chemischer Lösung.
Es kommt noch eines hinzu: eine Hauswasser-Eingangsleitung hat in größeren Gebäuden durchaus einen Durchmesser von 2" bis 4" und mehr. In diese dicke Leitung wird beim Öffnen eines 1/2" Wasserhahns die hierfür bestimmte Menge an Chlor dosiert - für die Hauptwasserleitung geradezu lächerlich wenig.
Auch die thermische Desinfektion kommt bei genauer Betrachtung nicht weniger ungeschoren davon:
eine Armatur ist aus Metall und somit ein guter Wärmeleiter. An der Armatur treffen sich von einer Seite warmes und von der anderen Seite kaltes Wasser. In jeder Armatur finden wir immer an einer Stelle die ideale
Populationstemperatur von exakt 37,0 °C. Da jede Armatur konstruktive Nischen hat, gibt es ungestörte Nistplätze für Legionellen, aber auch Pseudomonas u.v.a.m. Da wir nun weder mit nur heißem oder auch nur kaltem Wasser duschen wollen, muss die ideale Legionellen-Prophylaxe nach der Armatur geschaltet werden, und das geht mit bestem Erfolg: Sterilfilter sind im Krankenhaus seit Langem gang und gebe. Für immun-supprimierte Patienten werden seit Jahren, zum Beispiel in der Onkologie, endständige Filter genutzt. Sie sind allerdings sehr wartungsintensiv, sehr teuer und auch nicht frei von Problemen.
Da sich diese nicht automatisch spülen sondern Bakteriensammler sind, besteht die Gefahr eines Durchbruchs und damit einer schlagartigen Bakterienfreisetzung. Zudem treiben die gesammelten Bakterien unter Umständen zurück ins Leitungsnetz, da kein anderer Ausweg vorhanden ist.
Letztlich nicht zu verachten ist bei oben genannten Desinfektionsarten der immense Energieaufwand bzw. die hohe mechanische Belastung des Rohrleitungssystems.
Auf Grundlage dieser Erkenntnisse und jahrelanger Erfahrungen mit verschiedensten Techniken hat LEGIO ein System entwickelt, welches die endständige Filtration nach der Armatur mit einer automatischen Spülung kombiniert. Mit jeder Nutzung werden gesammelte Bakterien und Sedimente ausgespült. Die integrierte Ultrafiltrations-Einheit hat eine Standzeit von bis zu 10 Jahren. Auch die jährliche Überprüfung der Integrität, also der Legionellen-Sicherheit, ist mit einfachen Mitteln möglich. Diese Technik stellt die derzeit höchstmögliche Sicherheit gegen Legionellen in warmem UND in kaltem Wasser dar, wobei letzteres häufig über 20°C, zumindest nach längerer Nichtbenutzung, annimmt.
Wenn Sie heute nach Hause kommen, schauen Sie sich am besten mal Ihre Handbrause an. Wenn diese verstellbar ist, erleben Sie Ihr blaues Wunder an Nischenpolitik, wenn Sie diese öffnen und das Innenleben betrachten.









