(openPR) Eventi collaterali +++ 3. Juni 2009 um 18 Uhr Eröffnung der Ausstellung MANIFEST DESTINIES von Jeffrey Isaac im Cá Zanardi, Cannaregio, Venedig +++ Ebenfalls im Cá Zanardi, Auftakt von DÉTOURNEMENT VENISE 2009 +++
Am Mittwoch, dem 3. Juni 2009, um 18 Uhr öffnet die Ausstellung MANIFEST DESTINIES von Jeffrey Isaac im Cá Zanardi in Venedig. Sie ist Teil der DÉTOURNEMENT VENISE 2009 und offizielles Rahmenprogramm der 53. Internationalen Kunstausstellung. DÉTOURNEMENT VENISE eröffnet am selben Abend ebenfalls im Cá Zanardi. Die Ausstellung MANIFEST DESTINIES ist bis November 2009 geplant.
Mit dem Titel persifliert Jeffrey Isaac die scheinbare Vorherbestimmung. Seine Charaktere werden zum Verkünder der Bestimmung und Vorbestimmten zugleich. Sie betreten das Schiff und segeln als verschworene Einheit ihrem unabwendbaren Schicksal entgegen. Nur das Schiff liegt gestrandet an Land. Der Narr stört sich nicht an Tatsachen, er sieht das ersehnte Ziel bereits am Horizont erscheinen.
In seinen Gemälden entwirft Jeffrey Isaac eine Welt voller Störungen und Verstörungen. Er benutzt eine exaltierte Symbolsprache. Sie ist von Satire und Verzerrung geprägt und dient als Spiegel der dargestellten Degeneration der Macht, der Unerbittlichkeit des Bösen und der Komik des menschlichen Strebens.
Innerhalb dieses allegorischen Zyklus, lassen sich drei große Themen unterscheiden, die in ihrem Kern vereint sind im zentralen Motiv der Ausstellung, der offensichtlichen Bestimmung.
Die erste Gruppe bilden zwei übergroße Kommentare über die Amtszeit des ehemaligen Präsidenten der Vereinigenten Staaten von Amerika, George W. Bush. Sie tragen den klagenden Titel GEORGE W. BUSH LEADING THE WAR OF TERROR und GEORGE W. BUSH LEADING GLOBAL WARMING.
Eine zweite Gruppe ist inspiriert von der Satire das NARRENSCHIFF des Elsässischen Dichters Sebastian Brant, welcher selbst von dem literarischen Motiv dieser Zeit, des STULIFERA NAVIS, inspiriert war. Dieser Themenzyklus besteht aus fünf großen Gemälden. Jedes steht für einen Kontinent. Jeweils ein Schiffswrack liegt gestrandet in der Wüste.
Die dritte Gruppe sind Porträts von Dämonen. Unentdeckt in ihrer eigenen Sphäre, treiben sie mit dem Lebenden ihren Schabernack.
Diese drei Gruppen treffen sich in ihrem Kern, der Jeffrey Isaac sein ganzes Werk begleitet: dem ironischen Zitat. Dieses erscheint in Gestalt von nackten Heiligen, Menschen mit Tierköpfen, neugierigen Hunden oder schwebende Dorfbewohnern. Es ist stets die dem Ereignis, der Person oder dem Ding geradezu natürlich anhaftende Ironie, die Jeffrey Isaac dokumentiert.
Jeffrey Isaac wurde 1956 In New York City (USA) geboren und verbrachte seine Kindheit in der Schweiz. Er studierte an der Rhode Island School of Design und an der Camberwell School of Art (London). Seit 1976 werden seine Gemälde in Ausstellungen in der Schweiz, Italien, Deutschland und USA ausgestellt. 2006 entwarf er eine Videoanimation für die Aufführung von LaMaMa Experimental Theater Company des Theaterstücks IL CORVO auf der 38. Biennale Teatro in Venedig. Seine Gemälde wurden bereits in wichtigen Museen und Galerien ausgestellt und sind Teile bekannter Sammlungen. Jeffrey Isaac lebt und arbeitet seit 1986 in Umbrien in der nähe von Spoleto.
MANIFEST DESTINIES wurde kuratiert von Elisabeth Gluckstein und Gabriele Perretta.
Ein besonderer Dank für ihre Unterstützung geht an Pio Monti, Silvana Stipa, Graziano Vigato und die Gemeinde Spoleto.













