(openPR) Die zweite Runde der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft ging in der Motorsportarena Oschersleben nahe Magdeburg über die Bühne. Das Team Inghart konnte mit seinem Superbike-Piloten Kai-Børre Andersen gut vorbereitet zum IDM-Wochenende antreten. Vor zehn Tagen war die Truppe bereits zu Testfahrten vor Ort. «Wir haben in Oschersleben nochmals Pirelli-Reifen getestet», erklärt Teamchef Ingo Härtel. «Wir sind an der Reifenentwicklung beteiligt und kamen im ersten Rennen auch über die Distanz mit dem Material gut klar. Es gibt viele Mischungen, wir müssen eben einfach das Richtige raussuchen.»
Im ersten Training gab es für die Superbike-Konkurrenz keinen Weg vorbei an dem Norweger. Ab der ersten Runde führte der Mann vom Team Inghart das Regiment und trotz heftigem Widerstand der Honda-Kollegen Arne Tode und Martin Bauer setze er sich mit der provisorischen Pole-Zeit durch. Im zweiten Training ließ wie zu erwarten keiner der Piloten einen Meter nach und der Kampf um den besten Startplatz ging über die komplette Trainingsdistanz. Sechs Minuten vor Schluss schlug der Österreicher Martin Bauer zu und für Andersen blieb in den wenigen verbleibenden Minuten keine Konter-Chance mehr.
„Zum Schluss waren meine Reifen fertig“, erklärte Andersen. „Ich hätte einfach länger warten müssen. Ich weiß, dass Bauer immer erst in den letzten beiden Runden zuschlägt. Der Test hier hat sich als sehr nützlich erwiesen. Motor und Reifen waren im Training perfekt. Jetzt muss nur noch der Fahrer richtig Gas geben.“
Im ersten Rennen konnte der Honda-Pilot den geplanten Angriff auf den ersten Platz nicht mehr durchführen. Das Rennen wurde wegen eines Sturzes vorzeitig abgebrochen. Zur Halbzeit des Rennens hatte sich mit Martin Bauer, Jörg Teuchert und Kai-Børre Andersen ein illustres Trio an der Spitze gebildet. Bauer klinkte sich per Sturz aus dem Geschehen aus. Eine Runde später wurde das Rennen abgebrochen, Teuchert als Sieger und Andersen auf Platz 2 gewertet. „Ich wollte Bauer einholen, als sich Teuchert dazwischen drängelte“, erklärte der Mann vom Team Inghart. „Ich überließ ihm die Arbeit. Als Bauer weg war, wollte ich Teuchert gegen Rennende attackieren. Die Rechnung ging wegen des Abbruchs nicht auf.“
Der zweite Superbike-Lauf endete für Andersen im Kies. Rundenlang hatte er souverän geführt, als ihm nach dem Shell-S das Vorderrad einklappte. „Das geht auf meine Kappe“, gab Andersen zu. „Ich wollte auf keinen Fall stürzen und bin früher vom Gas. Das war mein Fehler. Ich hatte zu viel Druck auf dem Vorderrad und da war es auch schon passiert.“ Doch Andersen findet auch positive Aspekte beim Blick auf das Wochenende. „Wir sind da, wo wir hingehören und damit näher an der Spitze als je zuvor.“
Ein neue Chance, die Leistung erfolgreich ins Ziel zu bringen, erhält der Norweger bereits in 14 Tagen beim dritten IDM-Lauf auf dem Nürburgring.













