(openPR) Die Freien Berufe werden auch in diesem Jahr nicht in ihrem Ausbildungsengagement nachlassen und so viele Ausbildungsplätze wie möglich anbieten“, erklärte Bernd Schloer, Geschäftsführer des Landesverbandes der Freien Berufe in Schleswig-Holstein anlässlich des Tages des Ausbildungsplatzes am 14. Mai.
„Demographisch bedingt wird die Zahl der Bewerber in den nächsten Jahren drastisch zurückgehen. Es droht auch für die Praxen und Kanzleien der Freiberufler ein massiver Fachkräftemangel“, so Schloer. Der Landesgeschäftsführer appelliert daher an alle Freiberufler, auch in diesem Jahr wieder möglichst viele Ausbildungsstellen anzubieten: „Bilden Sie heute die jungen Menschen aus, die Sie morgen dringend benötigen.“
So übernehmen die Freiberufler nicht nur eine gesellschaftliche Verantwortung für die Ausbildung junger Menschen. Selbst auszubilden lohnt und rechnet sich auch betriebswirtschaftlich, denn durch eigene Ausbildung reduzieren sie Kosten, die durch Fehlbesetzungen und Einarbeitung externer Fachkräfte entstehen.
Viele Ausbildungsplätze bleiben aber unbesetzt, weil die Qualifikation der Bewerberinnen und Bewerber nicht ausreicht. Die Freiberufler kritisieren diese mangelnde Ausbildungsreife zu Recht. Aber hier gibt es finanzielle Unterstützung in Form der ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) der örtlichen Arbeitsagenturen, die bisher viel zu wenig in Anspruch genommen werden. Diese Leistung zielt darauf ab, Jugendlichen, die besonderer Hilfen bedürfen, durch Förderung des Erlernens der berufsspezifischen Fachtheorie, Stützunterricht zum Abbau von Sprach- und Bildungsdefiziten sowie durch sozialpädagogische Begleitung, die Aufnahme, Fortsetzung sowie den erfolgreichen Abschluss einer erstmaligen betrieblichen Berufsausbildung zu ermöglichen. Freiberufler sollten sich bei der Arbeitsagentur informieren und auch den Jugendlichen eine Chance geben, die auf den ersten Blick nicht in ihr Bewerbungsprofil passen.
Schloer bittet daher, weitere Ausbildungsplätze anzubieten. „Sie helfen damit nicht nur den Jugendlichen, sondern auch sich selbst. Und melden Sie bitte freie Stellen auch den Arbeitsagenturen, denn dorthin wenden sich die Jugendlichen am ehesten, wenn sie eine Ausbildungsstelle suchen.“







