(openPR) Die Jahrestagung 2009 des Bundesverbandes Wintergarten fand Ende April in Münster statt. Im Mittelpunkt der zweitägigen Veranstaltung stand eine Reihe von Fachvorträgen rund um den Wintergartenbau. Weiterhin wurde die turnusmäßige Mitgliederversammlung durchgeführt und ein Besuch bei der Veka AG in Sendenhorst organisiert.
Nach der Begrüßung der mehr als hundert Teilnehmer von Dr. Steffen Spenke, 1. Vorsitzender des Bundesverbandes Wintergarten, widmete sich Manfred Braun, Richter a.D. OLG München, dem Thema „Mustervertrag“. In seinem mehr als zweistündigen Vortrag stellte Braun die wesentlichen Achsen bei der Vertragsges-taltung heraus und ging auf die zahlreichen Fragen aus den Reihen der Teilneh-mer ein. Wie im letzten Jahr war dies auch in Münster wieder ein sehr gefragtes Thema.
Nachmittags besuchten die Teilnehmer die Veka AG, einen der weltweit führenden Systemgeber für Fenster und Türen aus Kunststoff. Während der Betriebsbesichtigung konnte der Extrusionsprozeß der Profile nachverfolgt werden.
Für den Nachmittag stand ein Besuch des Kunststofffenster-Systemgebers Veka AG in Sendenhorst bei Münster auf dem Programm. Das familiengeführte Unternehmen zählt mit Tochtergesellschaften und Vertriebsbüros in zahlreichen Ländern rund um den Globus zu den weltweiten Marktführern. Thomas Hildenbrandt, Vertriebsleiter Profile Inland, hieß die Wintergartenbauer herzlich willkommen und stellte in seinen Begrüßungsworten einige Basisfaktoren für den unternehmerischen Erfolg des Systemhauses heraus.
Abgerundet wurde der Besuch des Bundesverbandes Wintergarten bei der Veka AG mit einer Betriebsbesichtigung. Dabei konnten sich die Tagungsteilnehmer ein umfassendes Bild von der Hochleistungstechnologie machen, mit der heute Profil-systeme für modernde Kunststofffenster hergestellt werden.
Der Abend stand ganz unter dem Zeichen des Erfahrungsaustauschs und des gegenseitigen Kennenlernens. Diese schon traditionelle Abendveranstaltung mit großem Buffet gehört zu den wichtigen Bestandteilen der Jahrestagung und wird von vielen Teilnehmern geschätzt.
Einer der Höhepunkte der Jahrestagung war der Vortrag von Dr.-Ing. Alexander Renner zu Beginn des zweiten Tages. Dr. Renner vom Referat Energieeffizienz und Klimaschutz im Gebäudebereich beim Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung gehört zu den Autoren der EnEV 2009. Dr. Renner stellte die Forderungen der EnEV im Überblick dar und präsentierte die Maßnahmen der Bundesregierung, um die Ziele einer Reduzierung des CO2-Ausstosses zu erreichen.
Am Ende seines Beitrages stellte Dr. Renner auch den Standpunkt des Bundesverbandes Wintergarten e.V. zur Einordnung des Wintergartens in die EnEV dar. Er schloss sich dem Plädoyer des Bundesverbandes an, dass die Seitenwände des Wintergartens wie eine Vorhangfassade gewertet werden sollten. Eine endgültige Festlegung wird allerdings erst von der Bauministerkonferenz der Bundesländer zu erwarten sein.
Sensibilität für das Thema Brandschutz in Wintergärten wurde von Lothar Hügin (Hügin Group International) geschaffen. Hügin präsentierte anschaulich, dass sich die Verbesserung der Isolierverglasungen für die Entwicklung eines Brandes eher nachteilig auswirkt, da die Gefahr einer Schädigung durch die erhebliche Rauch-entwicklung weitaus höher sei.
Der folgende Themenblock beschäftigte sich mit zwei Glasanwendungen, die zukünftig für Wintergärten von besonderem Interesse sein können. Zunächst stellte Siegfried Glaser (Glaser FMB, Beverungen) den Stand der Entwicklung von „Vakuum-Glas“ dar.
Im Anschluss daran präsentierte Alexander Schuler (Isolette-Gruppe Europa) die Einsatzmöglichkeiten von Jalousien-Isolierglas im Wintergartenbau, die die Funktionen Beschattung und Lichtlenkung in einer Isolierglas-Einheit übernehmen.
Toni Grossmann von der Elsner Elektronik GmbH folgte mit einem Beitrag über die Leistungsfähigkeit moderner Steuerungssysteme im Wintergartenbau. Er zeigte auf, welche Bedeutung diese Systeme inzwischen für eine nachhaltige Klimatisierung haben und welche Punkte bei ihrem Einsatz grundlegend zu beachten sind.
Das Thema „Verkaufen“ schloss die diesjährige Jahrestagung ab. Thorsten Moortz (Moortz-Marketing, Hamburg) gab praktische Hinweise zur Erhöhung des Verkaufserfolgs. Moortz konnte seine langjährigen Erfahrungen im Handwerksbereich nutzen und vor allem die Bedeutung emotionaler Aspekte im Verkauf herausarbeiten.
Dr. Spenke konnte in seinem Schlusswort eine erfolgreiche Durchführung der Jahrestagung resümieren und lud die Teilnehmer zur nächsten Veranstaltung ein, die 2010 wahrscheinlich in Siegen stattfinden wird.










