(openPR) Berlin, den 29. Januar 2004 - Zur fraktionsübergreifenden Forderung, Unisex-Tarife bei der Riester-Rente einzuführen, erklärt Karin Junker, MdEP, Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) und Mitglied des Parteivorstandes:
Bravo! Frauen aller Fraktionen im Deutschen Bundestag verbünden sich, um einen Fall von Geschlechtergerechtigkeit durchzusetzen: die Einführung von Unisex-Tarifen bei der Riester-Rente. Das ist nur konsequent, denn für die gesetzliche Rentenversicherung gibt es seit jeher kein geschlechtsspezifisch unterschiedliches Beitragssystem. Das muss auch für die staatlich geförderte private Altersvorsorge gelten, die Frauen einerseits besondere Vorteile bietet, sie andererseits aber gegenüber Männern wegen ihrer durchschnittlich längeren Lebenserwartung entweder mit höheren Beiträgen oder mit niedrigeren Rentenzahlungen bestraft. Eine Korrektur, nach der künftig nur noch Anlageformen staatlich begünstigt werden, die für Frauen und Männer gleiche Tarife vorsehen, ist überfällig.
Handlungsbedarf gibt es jedoch nicht nur bei der Riester-Rente. Auch bei anderen Versicherungsprodukten kann von Gleichbehandlung keine Rede sein. So ist es z. B. nicht sachgerecht, Frauen bei der Krankenversicherung die alleinige Belastung der Kosten für Schwangerschaften und Geburten und damit zusammenhängenden Gesundheitsproblemen aufzubürden, denn Männer sind an Schwangerschaften und Geburten bekanntlich auch beteiligt.



