(openPR) Die Anzahl von Diagnosen mit Diabetes mellitus, die rein zufällig bei einer Routineuntersuchung oder Vorsorgeuntersuchung gestellt werden ist sehr hoch.
Eine andere Betrachtungsweise und Sichtweise zu der Thematik erhöhter Blutzuckerwerte und dem Verständnis für körperliche Regulations- und Steuerungsvorgänge bei Stress und Dauerstress, können mögliche Fehldiagnosen bei Diabetes mellitus minimieren.
Was haben die verschiedenen Ereignisse gemeinsam?
- Sie rutschen auf der Treppe aus und ziehen sich einen Oberschenkelhalsbruch zu.
- Sie fahren mit dem Auto und werden plötzlich in einen Autounfall verwickelt.
- Sie haben seit Wochen privaten Stress in der Familie.
- Beruflich wissen Sie seit Wochen nicht mehr, wie Sie das alles schaffen sollen.
- Sie können nachts nicht schlafen, weil Sie Vieles beschäftigt, was auf eine Lösung wartet.
- Ihr Nachbar hält sich schon wieder nicht an die Absprachen, was Sie zur Weißglut bringt.
Die Folge: Dauerstress - mit meist ungeahnten Folgen!
Was geschieht bei Dauerstress im Körper?
Eine dauerhafte „Alarmbereitschaft und Fluchtreaktion“ gibt dem Körper das Signal, sofort sehr viel Energie bereit zu stellen – in Form von Zucker (Glucose). Die oben beschriebenen Stressereignisse wertet der Körper identisch, wie die für unsere Vorfahren überlebenswichtigen Situationen, in denen sie sich auf „Kampf, Flucht und Gefahr“ einstellen mussten. Der Unterschied ist, dass der Stress damals (z.B. Angriff des Säbelzahntigers) durch Bewegung abgebaut wurde und heutzutage nicht.
In allen Fällen wird aber sofort sehr viel Energie bereit gestellt für die Muskeln, das Herz und z.B. die Gehirnzellen. Energiebereitstellung bedeutet Ausschüttung und Mobilisierung von Zucker, der im Blut zu den Herz-, Muskel- und Gehirnzellen transportiert wird. Gleichzeitig ist festzustellen, dass der Pulsschlag erhöht ist, der Blutdruck ansteigt und die Atmung sich beschleunigt. Der noch vor wenigen Sekunden empfundene Blasendruck ist plötzlich verschwunden, weil die nicht für den „ Überlebenskampf“ benötigten Systeme heruntergefahren werden, wie z.B. das Immunsystem und das Verdauungssystem.
Alle Energien und Energiereserven stehen jetzt dem „Überlebenskampf“ zur Verfügung. Ihr ganzer Körper ist auf Kampf oder Flucht eingestellt, obwohl weit und breit keine Gefahr durch einen „Säbelzahntiger“ besteht.
Trotzdem reagiert der Körper in den oben beschriebenen Stresssituationen mit einer Erhöhung des Blutzuckers als Hauptenergieträger biologisch sinnvoll! Würde jetzt eine Blutzuckeruntersuchung durchgeführt werden, wären deutlich erhöhte Werte festzustellen!
Die Frage, die sich zwangsläufig ergibt, ist: „Macht es Sinn, in einer akuten oder chronischen Stresssituation einen Blutzuckertest oder Glucosetoleranztest (GTT) durchzuführen?
Heutzutage besteht keine Gefahr mehr, Säbelzahntiger auf Straßen, zu Hause oder im Büro anzutreffen. Die akuten Stresssituationen, bei denen unser Körper mit „Alarmbereitschaft und Fluchtverhalten“ sowie Energiebereitstellung in Form von erhöhtem Blutzucker reagiert, nehmen aber in unserer Gesellschaft kontinuierlich zu. Der Risikofaktor für stressbedingte Erkrankungen wird demnach überproportional steigen, weil die Stressfaktoren nicht durch Bewegung abgebaut werden. Nicht umsonst erklärt die Weltgesundheitsorganisation chronischen Stress zur größten Gesundheitsgefahr unseres Jahrhunderts.
Wenn durch „Zufall“ bei einer Routineuntersuchung im Blut ein erhöhter Blutzuckerwert festgestellt wird, sollte der Patient den behandelnden Arzt unbedingt auf eine akute Stresssituation aufmerksam machen, um Fehldiagnosen auszuschließen. Auch ein gleichzeitig festgestellter erhöhter Blutdruck passt biologisch zur möglichen „Alarmbereitschaft“ und sollte unbedingt bei der Diagnose Berücksichtigung finden.
Auch in den Arztpraxen herrscht teilweise Hektik und Stress, so dass die Frage des Arztes nach der aktuellen Lebenssituation in Familie, Beruf und sozialem Umfeld schon mal unberücksichtigt bleibt.
Durch selbstverantwortliches Handeln und dass Wissen um körperliche Steuerungs- und Regulationsmechanismen hat es der Patient selbst in der Hand, Fehldiagnosen für Diabetes oder auch anderer Erkrankungen wie zum Beispiel Bluthochdruck zu verhindern.
Folgen einer Fehldiagnose Diabetes
Die Folgen aus einer Fehldiagnose Diabetes mellitus beginnen in dem Moment, in dem von außen, egal ob Tablette oder Injektion, Insulin zugeführt wird. Das Signal des Körpers für die Bauchspeicheldrüse ist, die eigene Insulinproduktion zu drosseln, da von außen „genug“ zugeführt wird. Der Körper ist sehr intelligent und kann über Sensoren und Rezeptoren erkennen, dass nach externer Zufuhr von Insulin kein weiteres eigenes Insulin produziert werden muss.
Eine Drüse deren Hauptaufgabe es ist ein Hormon wie Insulin zu produzieren, wird sich den geänderten Bedingungen anpassen und generell weniger Insulin produzieren und ausschütten bis hin zur Einstellung der Insulinproduktion. Ab dem Moment kann der Teufelskreis mit all den schwerwiegenden Folgen des Diabetes in Gang kommen. Wären bei der Diagnose „Zuckerkrankheit“ die Stresssituationen, die einen erhöhten Blutzucker bedingen, berücksichtigt worden, wäre der „krankheitsbedingte Folgestress“ möglicherweise erspart geblieben.
Zum Glück muss diese Situation aber nicht zur Einbahnstraße werden. Der Körper ist in der Lage, bis zu einer Million chemische Reaktionen pro Sekunde in einer Zelle ein Leben lang zu steuern und zu regulieren. Wer bedenkt, dass der Mensch aus 60 bis 100 Billionen Zellen besteht, kann erst die hohe Intelligenz der körperlichen Regulations- und Steuerungsmechanismen abschätzen. Deshalb wird sich der Körper auch wieder an geänderte Bedingungen anpassen können, die durch Ernährungsumstellung, Bewegung und Stressabbau das Signal geben, die eigene Produktion von Insulin wieder hochzufahren.
Bestenfalls bleibt die Diagnose Diabetes aus, da die bestehenden Stressfaktoren berücksichtigt und durch körperliche Bewegung abgebaut werden.
Die Voraussetzungen dafür muss der Mensch allerdings selbst schaffen.
Weitere Informationen zur frühzeitigen Diabetes- und Stressdiagnostik finden Sie unter www.hrv-analyse.com
Weitere Informationen zum Thema Stressabbau und Therapie chronischer Erkrankungen finden Sie unter www.active-air.com











