Zeitenspiegel Reportagen
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Über das Unternehmen
Wer wir sind
Neudeutsch könnte man es einfach ein „Netzwerk“ nennen, aber das ist viel zu wenig. Das aus der Mode geratene Wort „Solidargemeinschaft“ kommt dem Ganzen schon näher. In den siebziger Jahren hätte man es wahrscheinlich einen „selbstverwalteten Betrieb“ genannt. In Italien schlicht eine „Kooperative“. Man kann es auch einfacher sagen: Zeitenspiegel ist ein Zusammenschluss, in dem jeder gibt, was er kann, und nimmt, was er braucht. Doch das alles beschreibt nur die Form der Organisation. Das eigentlich Wichtige ist der Inhalt: Warum kommen Journalistinnen und Journalisten zusammen, um gemeinsam etwas zu schaffen?
Weil wir uns noch daran erinnern, warum wir einmal Journalistin oder Journalist geworden sind. Und das gilt für die 27-jährigen genauso wie für die 70-jährigen; so groß ist unsere Altersspanne.
Wir sind Journalisten, weil wir – in Text und Bild – Geschichten erzählen wollen. Solche, die vor unserer Haustür liegen, genauso wie solche aus Gegenden ganz weit weg. Weil wir die Welt nicht nur vom Schreibtisch aus betrachten, sondern ganz nah bei den Menschen sein wollen, von denen unsere Geschichten handeln. Weil wir sie besser verstehen, wenn wir uns mit ihnen freuen, über sie ärgern, vielleicht sogar mit ihnen leiden. Nur wer versteht, kann richtig erzählen.
Wir sind Journalisten geworden, weil wir glauben, dass Menschen – und deshalb auch Medien – solche Geschichten brauchen. Diejenigen, die uns im Büro unserer Zentrale in Weinstadt-Endersbach als Organisatoren, Gestalter und Redakteure unterstützen, glauben daran genauso wie wir. Die Verantwortlichen in den Medien davon zu überzeugen, ist dagegen nicht immer einfach. Und trotzdem versucht das Zeitenspiegel seit fast 25 Jahren. Ein Experiment mit Höhen und Tiefen. Und Kindern.
Unser erstes Kind war der Kindergarten „Zeitenspiel“, ein Stockwerk unter unserer Zentrale, 1996 geboren. Es war ein Wunschkind, denn auch wir haben Kinder und dazu Arbeitstage, die eher nicht mit den Öffnungszeiten anderer Kindergärten kompatibel sind. Danach kam der Hansel-Mieth-Preis für Reportagen in Text und Bild, einer der begehrtesten deutschen Journalistenpreise. Das muss auch so sein. Schließlich erinnert er an unser 1998 verstorbenes Ehrenmitglied, die Fotojournalistin Hansel Mieth.
Ein Jahr später folgte, gewissermaßen als Ergänzung, das Gabriel Grüner-Stipendium, das eine engagierte Reportage in Text und Bild finanziert. Am liebsten vergibt es die Jury für solche Vorhaben, wie sie unser 1999 im Kosovo ermordeter Freund und Kollege Gabriel Grüner selbst gerne realisiert hätte. Das vorerst letzte Kind ist (in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Reutlingen) eine Reportage-Schule, die den Namen eines Großmeisters der Geschichten über kleine Themen trägt: Den unseres 2005 verstorbenen Mitglieds Günther Dahl.
Um diese Familie herum gruppiert sich eine ganze Reihe von Ablegern: Unsere Büros in Berlin, Hamburg, Dortmund und München, in Havanna, New York, Genua, Kopenhagen, Prag und Schanghai. Und doch hat alles ein Zentrum: Einen langen Tisch in der Küche unserer Zentrale, an dem alle, die gerade nicht in der Welt unterwegs sind, gemeinsam zu Mittag essen. Ein paar gute Köche haben wir übrigens auch.