(openPR) Das Deutsche Tierhilfswerk e.V. startet am 23. März 2004 in Mainz den bundesweiten DTHW - Eiertest. Weitere Test-Aktionen folgen in München, Berlin und Köln.
Die Käfighaltung bei Legehennen ist eine der schlimmsten Arten von Massentierhaltung. Etwa 85 Prozent der Legehennen vegetieren in solchen Batterien vor sich hin. Verbraucher, die diese Form der Tierquälerei nicht mehr mittragen wollen, achten beim Einkauf darauf, dass die Eier aus Freiland- oder aus ökologischer Haltung stammen. Doch bei der Etikettierung der Eier wird offensichtlich kräftig geschummelt. Das ergab eine Recherche des Deutschen Tierhilfswerks im Jahre 1997.
Damals forderte das Dt. Tierhilfswerk e.V. eine klare Kennzeichnungs-Pflicht der Industrie. Seit 01.01.2004 befindet sich nun ein Stempel auf jedem Ei. Dieser Eierstempel gibt die Haltungsform und das Herkunftsland der Legehenne sowie den Standort des Betriebs an (www.freiheit-schmeckt-besser.de).
Wird jetzt weiter geschummelt? Drei Monate nach Einführung der verbindlichen Eierstempel werden die Mitarbeiter des DTHW erneut einen bundesweiten Eier-Test durchführen. Das Ergebnis wird für den 06.04.2004 erwartet.
Verräterische Spuren So funktioniert der Eier-Test: Das DTHW untersucht die Eier mit der sogenannten UV-Eiprüf-Methode. Dabei werden die Eier einzeln unter eine UV-Lampe gehalten. Das UV-Licht macht kleine Verletzungen auf der Außenschicht der Eierschale (Kutikula) sichtbar. Die Kutikula, ein dünnes Häutchen, verleiht dem Ei seinen typischen Glanz. Unter UV-Licht fluoresziert diese Kutikula rot bis violett. Nur an Stellen, die durch mechanische Einwirkungen beschädigt wurden, fehlt diese typische Fluoreszenz. Solche Verletzungen entstehen beispielsweise, wenn das Ei direkt nach dem Legen auf ein Gitter fällt, so wie es in der Käfighaltung geschieht. Bei diesen Eiern erkennt man unter der UV-Lampe zwei gerade Striche, die in einem bestimmten Abstand parallel verlaufen, dem Abstand der Gitterstäbe in der Käfighaltung entsprechend.







