(openPR) Wirtschaftsjunioren kritisieren Forderungen der Gewerkschaften
Berlin, 23. April 2009. Die Wirtschaftsjunioren Deutschland sind gegen Staatshilfen für Unternehmen, auch in Krisenzeiten. "Die Konjunkturpakete I und II belegen die nächsten Generationen schon jetzt mit einer hohen Hypothek auf die Zukunft", sagt Stefan Kirschsieper, Bundesvorsitzender der Wirtschaftsjunioren Deutschland. "Die Forderungen der Gewerk-schaften nach einem dritten Konjunkturpaket sind völlig realitätsfremd und unangebracht", kommentiert er die Forderungen von Ver.di und DGB nach einem neuen Konjunkturprogramm in Höhe von 100 Milliarden Euro zum zweiten Konjunkturgipfel. "Die Wirtschaftsjunioren als Unternehmer sind sich ihrer Verantwortung für Arbeitnehmer und Arbeitsplätze bewusst, aber eine größere Verschuldung ist der falsche Weg. Mit ihrer derzeitigen Klientelpolitik zerstören die Gewerkschaften Arbeitsplätze. Wenn die Gewerkschaften aber bereit sind, zusammen mit den Unternehmen die in Deutschland notwendigen Strukturreformen voranzubringen, dann laden wir sie herzlich dazu ein", meint Kirschsieper.
"Bevor über weitere Milliardeninvestitionen nachgedacht wird, sollte die Wirkung der ersten beiden Konjunkturpakete überprüft werden", fordert Stefan Kirschsieper. "Die zur Zeit einzig sinnvolle Förderung durch den Staat wäre eine Verlängerung des Kurzarbeitergeldes auf zwei Jahre", sagt er. Damit könnte besonders dem Mittelstand als größtem deutschen Arbeitgeber geholfen werden, Arbeitsplätze zu erhalten. "Weiteren Konjunkturpaketen und damit verbundenen Schulden muss eine klare Absage erteilt werden. Statt halbherzigen Maßnahmen, die nur in Schulden enden und die Wirtschaft höchstens kurzfristig ankurbeln, brauchen wir langfristige Veränderungen", so Kirschsieper. "Dauerhaft die Lohnebenkosten senken, das Steuer- und Bildungssystem grundlegend erneuern statt Reformen durch krisenbedingte Staatshilfen und neue Schulden zu verzögern" lautet der Rat der Wirtschaftsjunioren.
"Deshalb begrüßen die Wirtschaftsjunioren das klare Bekenntnis seitens Bundeskanzlerin, Bundeswirtschaftsminister und Bundesfinanzminister gegen ein drittes Konjunkturpaket trotz eines prognostizierten Rückgangs der Konjunktur um mehr als fünf Prozent", sagt Stefan Kirschsieper.
Die Wirtschaftsjunioren Deutschland (WJD) bilden mit rund 10.000 aktiven Mitgliedern aus allen Bereichen der Wirtschaft den größten deutschen Verband von Unternehmern und Führungskräften unter 40 Jahren. Bei einer Wirtschaftskraft von mehr als 120 Mrd. Euro Umsatz verantworten sie rund 300.000 Arbeits- und 35.000 Ausbildungsplätze. Seit 1958 sind die Wirtschaftsjunioren Deutschland Mitglied der mehr als 100 Nationalverbände umfassenden Junior Chamber International (JCI).
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