(openPR) Die AGFIF International AG verbleibt mit einem kleinen Diversifikationsanteil ihrer Eigenmittel auf dem Sektor regenerativer Energien. Konzentriert sich aber ausserhalb problematischer Biokraftstoffe, wie Biodiesel oder Bioethanol. Sinnvolle Investments werden derzeit geprüft, so werden Investments zur Nutzung von Sonnenwärme und in andere energieeffiziente und umweltschonende Technologien beabsichtigt.
Biodiesel war vor einigen Jahren als DIE Lösung zu fossilen Kraftstoffen von Presse und Politik hochgejubelt worden. Österreich war in Europa ursprünglich Vorreiter in Sachen Biodiesel gewesen. Auch in Deutschland und weiteren Staaten wurde durch die gesetzlich verpflichtende Beimischung von Biodiesel in den regulärem Dieselkraftstoff die Voraussetzung geschaffen, den Anbau von Raps zur Herstellung von Biodiesel zu fördern. In Österreich wurden verstärkt Rapspflanzen und Sonnenblumen zur Ölgewinnung herangezogen, da sie am ertragreichsten sind.
Auch in Österreich war die verpflichtende Beimischung von Biodiesel zu mineralischem Diesel schon seit dem Jahr 2000 politisch vorgesehen. Grundlage dafür bildete ein Regierungsbeschluss, worin festgehalten war, dass „die Beimischung von Biodiesel zu fossilem Diesel zu forcieren sei (..) und nachwachsende Rohstoffe in Zukunft vermehrt genutzt werden sollen.“
Doch der Biosprit geriet ab dem Jahr 2005/2006 immer mehr in Kritik.
Investitionen in diverse Biodiesel- und Bioethanolgesellschaften konnten die letzten zwei Jahre die Erwartungen nicht mehr erfüllen. Diverse dieser Investments mussten mittels Wertberichtigung wieder veräussert werden.
Wertberichtigung beim Investment in die IMIS Beteiligungs GmbH
Mit der IMIS Beteiligungs GmbH mit Sitz in Wien, welche über ihre Tochter SBU Biodieselbetriebs GmbH in Krems an der Donau eine Biodieselanlage auf Grundlagen von Rapsöl in Planung hatte, wurde von AGFIF International AG ein Investment mittels einer passiven Beteiligung sowie durch Kredite eingegangen. Die SBU-Biodieselanlage wollte ab dem Jahr 2008 in Krems rund 200.000 Tonnen Biodiesel mit 45 MitarbeiterInnen produzieren. Ferner war die Errichtung einer Ölmühle in Kanada geplant, mit einer Kapazität von 240.000 Jahrestonnen, die künftig in Krems die Biodieselproduktion der SBU BiodieselbetriebsgmbH am Gelände der Dynea Austria GmbH versorgen soll.
Nun muss - zusammen mit zahlreichen weiteren Investoren - die AGFIF International ihr Investment in die IMIS Beteiligungs GmbH zur Gänze abschreiben. Diese Wertberichtigung hat keinen signifikanten Einfluss auf die Ertrags- und Eigenmittelbasis der AGFIF International AG. Venture-Capital Beteiligungen werden bei der AGFIF International AG klein gehalten. Die AGFIF International AG hielt faktisch nur mit 17 Prozent an der IMIS Beteiligungs GmbH. Weitere 53 Prozent hielt die AGFIF International AG treuhänderisch zur Besicherung ihres Kredits an die IMIS Beteiligungs GmbH und deren Initiatoren, den Herren Hix, Pöchgraber und Maierhofer. Diese Initiatoren konnten somit ihre beherrschende Stellung in ihrem Unternehmen weiter beibehalten und darüber hinaus auch uneingeschränkt die Geschicke ihrer Gesellschaft alleine bestimmen, als formale oder faktische Geschäftsführungsmitglieder.
In der Folge veränderte sich die Marktlage sehr, aber auch hausgemachte Gründe bei der IMIS Beteiligungs GmbH waren für die verschlechterte Geschäftsentwicklung verantwortlich. So hatten die Initiatoren der IMIS Beteiligungs GmbH, Hauptversammlungen verschleppt und die Investoren wurden ungenügend oder gar nicht über die Schwierigkeiten bei der IMIS informiert. Die AGFIF International AG war vom Informationsfluss seit 2007 ausgeschlossen und musste letztendlich unter Androhung von Einleitung von Rechtsschritten auf die Versäumnisse hinweisen. Die ausgebliebene Information und Kommunikation mit den Hauptverantwortlichen, den Initiatoren und Geschäftsleitungsmitglieder der IMIS Beteiligungs GmbH, löste im Jahr 2007 bei der AGFIF International endgültig Bedenken aus.
Rückzug aus Biodieselgeschäft mit Fokus auf energieeffiziente, regenerative und umweltschonende Technologien.
Zusammen mit der schwierigen Marktlage um Biodiesel und den «red flags» betreffend der Informationsbeschaffung bei der IMIS Beteiligungs GmbH, haben die AGFIF International AG Mitte 2007 definitiv dazu bewogen, sich vollständig aus dem IMIS Investment zurückziehen. In einer rechtlichen Auseinandersetzung haben die Initiatoren der IMIS der AGFIF International AG klare Rückzahlungstermine versprochen. Das Zahlungsversprechen wurde immer wieder neu angesetzt und blieb trotz Anmahnung der AGFIF International AG letzten Endes aus. Die im März 2009 eingetretene Insolvenz der IMIS Beteiligungs GmbH wurde von den Initiatoren der IMIS den Investoren auch nicht angekündigt und ließen noch Tage vor Konkurseröffnung ausrichten, dass die Fortführung der IMIS BeteiligungsgmbH gesichert sei.
Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass die Initiatoren der IMIS Beteiligungs GmbH ansonsten in keiner Art und Weise mit der AGFIF International direkt oder indirekt assoziiert, resp. verbunden sind.
Steigende Öl- und Gaspreise sowie klimapolitische Ziele verstärken künftig die Nachfrage nach erneuerbaren Energien. Zudem sorgen politische Weichenstellungen in den USA und auf europäischer und nationaler Ebene den weiteren Ausbau regenerativer Energien. Die Biodiesel hat in diesem Umfeld nach wie vor seine Daseinsberechtigung, sofern dadurch nicht wertvolle Lebensmittel verknappt werden. Die AGFIF International AG prüft derzeit Investments zur Nutzung von Sonnenwärme und orientiert ihre strategische Ausrichtung auf sonstige energieeffiziente und umweltschonende Technologien. Konkrete Investments sind noch nicht eingegangen worden und werden derzeit durch die Expertengruppe Analysten und Portfoliomanagern der AGFIF International AG sorgfältig geprüft und evaluiert.
Bei Engagements in regenerative Energien sind derartige Venture Capital Investments nicht für Kunden der AGFIF International AG oder für Dritte bestimmt, solche werden weder an diese angeboten noch vermittelt. Vielmehr hält die AGFIF International die Auseinandersetzung mit Alternativenergien als Beitrag zum Gemeinwohl für wichtig und engagiert sich verantwortungsvoll im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Portfoliomanager und Wertpapieranalysten der AGFIF International nehmen mit einem kleinen Anteil der Eigenmittel und als Diversifikation zum Kerngeschäft, geeignete Investments vor. Diese Investments sind somit auch nicht Bestandteil des Dienstleistungsangebots für Dritte.
Infolge veränderter Wirtschafts- und Marktlage Fokussierung auf das Kerngeschäft
Kerngeschäft der AGFIF International AG ist das klassische Vermögensverwaltungsgeschäft für Institutionelle und sehr vermögenden Privatkunden, welches sich trotz der Wirtschaftskrise äusserst gut entwickelt. Ein Angebot nach absolut bankenunabhängiger Beratung ist spärlich vorhanden. Seit der Bankenkrise ist das Vertrauen in Banken und deren Anlageprodukte und -empfehlungen massiv gesunken. Lehmann-Zertifikate, Zertifikate der Meinl Bank sowie weitere zweifelhafte Anlageprodukte der Banken haben dieses Vertrauen massiv erschüttert. Aber auch der UBS Skandal mit Herausgabe vertraulicher Kundendaten oder die Krise der Hypo Real Estate Bank sorgten für weitere Verunsicherung. Die Interessenkollisionen treten in vielfältiger Art und Form hervor, jeweils immer mit Vermögenseinbusse und/oder hohen, verdeckten Gebühren. Speziell Grossbanken werden sich systembedingt nie von diesen Interessenskollisionen befreien können und bieten deshalb für unabhängige Beratung keine Gewähr, weshalb die Dienstleistungen der AGFIF International AG an Bedeutung gewinnen.












