(openPR) Trotz Finanzkrise wagen viele den Schritt in die Selbstständigkeit. Laut Gründungsmonitor 2008 der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) starten etwa 70 Prozent aller Gründer als Einzelunternehmer. Neue Aufgaben wie die Erstellung eines Business-Plans, Bankgespräche, Standortwahl und Marktrecherchen bringen die frischgebackenen Selbstständigen, Freiberufler oder Franchise-Nehmer trotz großer Motivation häufig an ihre Grenzen. Wer sein Arbeitspensum nicht richtig einteilt, dem wird es schnell zum Verhängnis.
Doch wie wird Arbeit richtig organisiert? Wer erfolgreich gründen will, fragt am besten jemanden, der schon selbst eine eigene Existenz aufgebaut hat. Frank Becker-Böhnke stieg in nur sechs Jahren vom selbstständigen Finanzberater zum Direktor beim AWD auf und hält heute regelmäßig Vorträge zum Thema Zeitmanagement, so zuletzt auf der deGUT 2009 in Berlin. Hier entstand auch die Idee für die Vortrags-Reihe „Starthilfe“. „Viele Gründer haben derzeit keine Mittel, um sich über Arbeitsorganisation zu informieren. Mit kostenlosen Vorträgen will ich ihnen die Möglichkeit geben, sich besser auf dem Markt zu behaupten“, so Becker-Böhnke.
Der Schlüssel zum Erfolg sind die richtige Einstellung, Selbstmanagement und Motivation – von der ersten Stunde an. Viele Existenzgründer denken allerdings, dass sie sich Zeitmanagement nicht leisten können. Dabei geht im Vergleich zu Angestellten Zeitverschwendung bei Selbstständigen direkt zu Lasten des eigenen Portemonnaies. Bei erfolgreicher Anwendung von Zeitplanungstechniken lassen sich hingegen 10 bis 20 Prozent Zeit einsparen. Dabei ist es das Ziel, die eigene Arbeit in der vorhandenen Zeit clever und intelligent zu gestalten, Prioritäten zu setzen und Zeitdieben auf die Spur zu kommen. Denn ein Unternehmer muss täglich eine Fülle von Entscheidungen fällen. Das gelingt allerdings nur dann optimal, wenn klar ist, auf welches Ziel hingearbeitet werden soll. „Auch ein Architekt braucht einen Plan, bevor er ein Haus bauen kann“, vergleicht Becker-Böhnke. Wer seinen Zeitplan im Griff hat, arbeitet entspannt und wirkt kompetent auf Kunden.
Die 10 wichtigsten Selbstmanagement-Tipps für Existenzgründer:
• Nehmen Sie sich beim Businessplan Zeit für umfangreiche Recherchen. Damit spontane Einfälle nicht verloren gehen, haben Sie ein Diktiergerät ständig bei sich. Arbeiten Sie Ihre Geschäftsidee so detailliert aus, dass Berater oder Kreditinstitute beurteilen können, ob Ihre Idee Aussicht auf Erfolg hat.
• Analysieren Sie Ihren Alltag mit Hilfe eines Wochenprotokolls. Schreiben Sie auf, zu welcher Stunde Sie was getan haben und benennen Sie Störungen und Zeitdiebe. So haben Sie einen Ausgangspunkt für mögliche Veränderungen.
• Erstellen Sie täglich - möglichst vor Feierabend - eine Prioritätenliste für den folgenden Tag und planen Sie immer 1/3 Pufferzeit für Unerwartetes mit ein. Wichtig ist, dass Sie visuell einen Überblick über Ihre anstehenden Aufgaben gewinnen.
• Ordnen Sie anstehende Aufgaben nach Prioritäten: A-Aufgaben sind wichtig und dringend (z.B. Schreiben einer Rechnung), B-Aufgaben sind wichtig, aber im Moment nicht dringend (z.B. Erstellung eines Angebots, deren Abgabefrist in ein paar Wochen endet), C-Aufgaben sind notwendig, aber weniger wichtig (z.B. Alltagsaufgaben), und im Papierkorb landet der ganze Rest. Jeder Arbeitstag sollte aus A-, B- und C-Aufgaben bestehen.
• Verwenden Sie ein Planungsinstrument, z.B. Kalender, Outlook, To-Do-Listen etc. Unter www.success-4-you.de finden Sie zum Beispiel kostenlose Wochen- und Tagespläne zum Download, mit denen Sie Ihre Zeit systematisch organisieren können.
• Starten Sie Ihren Tag mit dem Bearbeiten der (vorabendlich) gesetzten Prioritäten. Erledigen Sie unangenehme wichtige Aufgaben zuerst. Wenn Sie diese vor sich herschieben, kostet das viel Kraft und behindert Ihre sonstige Arbeit.
• Erledigen Sie alles, was Sie in fünf Minuten abarbeiten können sofort. Auf diese Weise verhindern Sie, dass Sie bald einen Berg von „Kleinkram“ vor sich herschieben.
• Bündeln Sie Arbeitspakete. Rufen Sie Emails nur dann ab, wenn Sie auch die Zeit haben, diese sofort zu bearbeiten. Wer sich ständig unterbrechen lässt, lebt in einer Art Dauerstress und verzettelt sich schnell.
• Schaffen Sie sich störungsfreie Zeiten zum effizienten Arbeiten. Benutzen Sie Ihre Mailbox als Sekretärin und lassen Sie jeden Anrufer aufs Band sprechen. Dann können Sie selbst entscheiden, wen und wann Sie zurückrufen.
• Delegieren Sie! Lebenspartner oder Freunde sind sicher bereit, Ihnen bestimmte Aufgaben abzunehmen. Ein Teil der Arbeit, z.B. die Buchhaltung oder Reinigungsarbeiten, können Sie an Aushilfskräfte oder Dienstleister abgeben.
Die nächsten kostenlosen Vorträge zum Thema
„Selbstmanagement für Existenzgründer“, jeweils 19.00 bis 21.00 Uhr
04. Mai 2009 Berlin
05. Mai 2009 München
06. Mai 2009 Frankfurt
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