(openPR) Kleestadt und Lengfeld feiern Anschluss ans Netz
04.2.2004 - GROß-UMSTADT (leu) - Die HEAG Südhessische Energie AG (HSE) baut ihr Erdgasnetz weiter aus. Dabei folgt das Unternehmen einem ehrgeizigen Ziel: 30 Prozent mehr Gasabnehmer sollen es bis zum Jahr 2015 sein. Im HSE-Verbund geht man dabei arbeitsteilig vor. Die HSE ist für den Ausbau, den Betrieb und die Sicherheit der Netze verantwortlich. Die Vertriebstochter entega ermittelt den Bedarf, informiert die Einwohner und betreut die Kunden. Nach mehrmonatigen Vorarbeiten wurden jetzt die Ortsteile Kleestadt (Groß-Umstadt) und Lengfeld (Otzberg) an das Gasnetz der HSE angeschlossen. Hierzu wurden in Kleestadt einschließlich Transportleitungen 2.400 Meter Leitungen gelegt und rund 260.000 Euro investiert. Weitere 2.700 Meter Leitungen werden dieses Jahr gelegt. In Lengfeld waren es im vergangenen Jahr 6.000 Meter Leitungen und etwa 600.000 Euro Investitionssumme und auch hier werden 2004 je nach Bedarf weitere Straßenzüge angeschlossen. Die Anbindung der beiden Ortsteile möchte das U nternehmen mit den Menschen vor Ort feiern.
Aus diesem Grund luden die HSE und ihre Vertriebstochter entega die Einwohner von Kleestadt zu einer Feier am 4. Februar ein. Zum Auftakt der Veranstaltung entzündeten bei Anbruch der Dunkelheit Wilfried Köbler, Bürgermeister von Groß-Umstadt, Lothar Litters, Leiter des Bereichs Netze der HSE und Hans-Rüdiger Wiedem, Geschäftsführer der entega, eine weithin sichtbare Gasflamme. Essen und Trinken gab es zu familienfreundlichen Preisen und auch die Information kam nicht zu kurz: Im entega-Infomobil informierten die Energieberater kompetent rund um Strom, Gas und Wärme und stellten die neuesten Erdgasgeräte vor. Am 9. Februar wird es auch in Lengfeld eine Feier mit den Einwohner geben. Ab 16 Uhr laden die Unternehmen in das Schützenhaus in Lengfeld ein.
Das Interesse der Einwohner am umweltschonenden Erdgas ist groß: In Kleestadt haben sich schon 55 Haushalte für einen Erdgasanschluss entschieden, in Lengfeld sind es 35 Haushalte und auch die Otzberg-Schule wird mit dem umweltschonenden Energieträger versorgt werden. Durch die neuen gesetzlichen Auflagen und Verordnungen müssen viele ältere Heizungsanlagen ausgetauscht werden, daher bietet sich jetzt der Umstieg auf Erdgas an. Denn Erdgas ist Dank seiner geringen Schadstoffemissionen wesentlich umweltschonender als Heizöl oder Kohle. Und nicht nur das: Wer noch bis zum 31. Juli auf Erdgas umstellt, profitiert vom Erdgasförderprogramm der entega. Bei Ein- und Zweifamilienhäuser gibt es eine Direktförderung von 500 Euro - bei Mehrfamilienhäusern beträgt sie 750 Euro. Alternativ dazu gibt es auch ein attraktives Finanzierungsangebot.
In den nächsten Jahren plant die HSE Otzberg-Habitzheim, den zu Babenhausen gehörenden Ortsteil Langstadt, Hetschbach bei Höchst und Fränkisch-Crumbach ans Gasnetz anzuschließen. Im Kreis Bergstraße werden 2004 im Rahmen des Ausbaus des Wassernetzes die Bibliser Ortsteile Wattenheim und Nordheim mit Gas versorgt. Im südlichen Odenwald beginnt die Planung für den Anschluss von Mörlenbach ans Gasnetz. Ob und wie schnell eine Kommune an das bestehende Netz angebunden wird, hängt davon ab, wie hoch die voraussichtliche Nachfrage ist. Hierzu führt die entega in den betroffenen Kommunen Umfragen bei den Einwohnern durch.
Das Gasnetz der HSE hat eine Länge von rund 3.600 Kilometern, wovon etwa 2.950 Kilometer auf das Ortsleitungsnetz entfallen. Alleine 2004 wird das Gasnetz um rund 30 Kilometer wachsen, etwa 4,7 Millionen Euro wird das Unternehmen hierfür investieren. Ein ähnlich hoher Betrag wird auch in 2005 ausgegeben werden.
Erdgas ist in Deutschland Wunschenergie Nr. 1. Fast die Hälfte aller Haushalte heizt heute schon mit Erdgas und die Tendenz ist steigend: Etwa 75 Prozent aller Neubauten werden zurzeit mit Erdgasheizung ausgestattet. Bis das Erdgas beim Verbraucher ankommt, hat es einen weiten Weg hinter sich. Die wichtigsten Förderländer für Deutschland sind Russland und Norwegen. Das Erdgas wird über Bohr- und Förderplattformen im Meer oder über Bohrtürme an Land gefördert und über das weitverzweigte Pipelinesystem des europäischen Erdgasverbundes transportiert. Zum Ausgleich von Verbrauchsschwankungen gibt es große unterirdische Gasspeicher, der nächstgelegene Erdspeicher liegt bei der südhessischen Gemeinde Alsbach-Hähnlein. Erdgaslieferungen sind durch langfristige Lieferverträge geregelt. Dadurch erhalten die Verbraucher ein Höchstmaß an Versorgungssicherheit und gleichzeitig werden die hohen Investitionen in die Förder- und Transportanlagen auch in Zukunft gesichert.
Mit freundlichen Gruessen
HEAG Suedhessische Energie AG
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