(openPR) 23. Maerz 2004 - Aus Anlass des Welt--Tages fordert die Sprecherin fuer wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung der SPD-Bundestagsfraktion, Karin Kortmann, eine staerkere Beteiligung der Privatwirtschaft am Globalen Fonds zur Bekaempfung von Aids, und Malaria (GFATM):
Die Millenniumsziele der Vereinten Nationen koennen nur erreicht werden, wenn Krankheiten, wie effizient und nachhaltig bekaempft werden. Es muss konsequent gegen eine weitere Ausbreitung vorgegangen und fuer aerztliche und medikamentoese Betreuung gesorgt werden. Entwicklungszusammenarbeit im Gesundheitsbereich ist Teil der Sicherung von Grundbeduerfnissen und ein entscheidendes Element fuer nachhaltige Armutsbekaempfung. Mit der Unterstuetzung des Globalen Fonds zur Bekaempfung von Aids, und Malaria (GFATM) leistet Deutschland einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung dieser Ziele. Zwischenbilanzen ergeben jedoch, dass noch mehr finanzielle Mittel benoetigt werden. Hier ist das Engagement und eine staerkere Beteiligung der Privatwirtschaft am GFATM gefordert.
ist eine menschliche und wirtschaftliche Katastrophe mit globalen Herausforderungen. Weltweit sterben mehr Menschen an als an jeder anderen behandelbaren Infektionskrankheit und jaehrlich rechnet die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit etwa acht bis neun Millionen Neuansteckungen. Besonders betroffen sind die Laender des Suedens, in denen etwa 95 Prozent aller -Faelle anzutreffen sind: Von den etwa drei Millionen Todesfaellen pro Jahr finden sich 99 Prozent in Entwicklungslaendern. Naehrboden fuer diese immense Ausbreitung sind Armut, Unterernaehrung, mangelnde Hygiene und fehlende medizinische Versorgung. Gerade in Verbindung mit anderen Infektionskrankheiten, wie dem HIV-Virus bildet ein toedliches Gespann: Die Mehrheit aller HIV-Todesfaelle wird durch eine infektion ausgeloest. stellt damit fuer Entwicklungslaender eine schwere Belastung und ein entscheidendes wirtschaftliches und soziales Entwicklungshemmnis dar.
Der falsche Gebrauch von Medikamenten und die unzureichende aerztliche Betreuung fuehrt zu einem Ansteigen der gegen die drei Hauptmedikamente resistenten Infektionen. Dagegen muss unbedingt vorgegangen werden. Die von der WHO eingesetzte DOTS-Strategie (Direct Observations of Treatment - Direkte Beobachtung der Behandlung) kann bereits Erfolge verbuchen. Es handelt sich um ein fuenf Aspekte umfassendes, ganzheitliches Programm bestehend aus staerkerer politischer Verantwortung, Diagnose, regelmaessiger Behandlung, Bereitstellung von Medikamenten und der Dokumentation der Faelle. All dies in einer standardisierten und kontrollierten Form. Die WHO hat sich zum Ziel gesetzt bis 2005 70 Prozent aller -Neuinfektionen zu erkennen und davon 85 Prozent erfolgreich zu behandeln, um so die Mortalitaetsrate an zu halbieren. Dieses ehrgeizige Ziel kann nur bei einer flaechendeckenden Anwendung der DOTS-Strategie zum Erfolg gefuehrt werden.
Der globale Einsatz der DOTS-Strategie erfordert eine intensivere Zusammenarbeit der Regierungen, nationale Kontrollsysteme, die den flaechendeckenden Einsatz der Strategie gewaehrleisten sowie ausreichende Aufklaerungskampagnen, die die Notwendigkeit der Anwendung verdeutlichen.






